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21.08.2012 17:05
 
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KIT-Studie: Pflanzen-Wände reduzieren Luftverschmutzung erheblich [4]

Karlsruhe (ps/sas) - Um bis zu 30 Prozent könnte eine stärkere Begrünung entlang innerstädtischer Straßen die Luftverschmutzung reduzieren. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Thomas Pugh vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und seine Kollegen von den Universitäten Birmingham und Lancaster. Bäume, Büsche oder Kletterpflanzen können in den "Häuserschluchten" aus Glas und Beton für bessere Luft sorgen, heißt es in der Studie. Das berichtet das KIT in einer Pressemitteilung.

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Bäume allein könnten im Innenstadtbereich nicht für frische Luft sorgen, so eine Studie.
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"Gerade dort ist die Belastung ja am höchsten. Diese Grünflächen könnten Straße für Straße angelegt werden, ohne große oder teure Initiativen", sagt Thomas Pugh vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung - Bereich Atmosphärische Umweltforschung am KIT. Anfang des Jahres kam Pugh von der Universität Lancaster nach Karlsruhe.

30 Prozent weniger Schadstoffe

Die Pflanzen filterten Stickstoffdioxid (NO2) und mikroskopisch kleine Partikel (Feinstaub) aus der Luft. Diese stellten in den Städten sowohl der Industrienationen als auch der Schwellenländer ein großes Gesundheitsproblem dar. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben pro Jahr weltweit mehr als eine Million Menschen an den Folgen verschmutzter Luft.

Das Forscherteam habe herausgefunden, dass mit Gras, Efeu oder anderen Pflanzen begrünte Wände die Luft deutlich besser filtern als bislang angenommen, heißt es in der Pressemitteilung des KIT. Statt um bis zu zwei Prozent könnten sie laut dieser Studie die Luftverschmutzung um mehr als das Zehnfache reduzieren.

In einer Computersimulation habe das Forscherteam die Auswirkungen von Pflanzen direkt in den Straßen mit denen von Pflanzen in Parks oder auf Dächern verglichen. Klarer Gewinner seien die begrünten Wände gewesen. Bäume an der Straßenseite hätten ebenfalls gut abgeschnitten - allerdings nur in weniger belasteten Straßen, in denen die Baumkronen die verschmutzte Luft nicht am Boden hielten.

"Begrünte Wände können die Luft säubern"

Um den Pflanzenanteil in Innenstädten zu erhöhen, schlagen die Wissenschaftler unter anderem eine Art "begrünte Plakatwand" vor. Wesentlicher Vorteil solcher Ideen sei, dass sie sich Stück für Stück, Straße für Straße umsetzen lassen. "Groß angelegte Initiativen zur Bekämpfung der Luftverschmutzung -  wie Abwrackprämien für alte Autos, Katalysatoren oder die Einführung einer City-Maut -  allein reichen nicht aus", sagt Professor Rob MacKenzie von der School of Geography, Earth and Environmental Sciences an der Universität Birmingham.

"Begrünte Wände können hier zusätzlich helfen. Sie sind in der Lage, die Luft zu säubern, die in die Stadt einströmt und dort stehen bleibt. Strategisch platziert sind sie ein vergleichsweise einfacher Weg, Probleme lokal in den Griff zu bekommen", so MacKenzie weiter. Das setze jedoch voraus, dass die Pflanzen unter den schwierigen Bedingungen in Städten nicht absterben, so Thomas Pugh. "Wir müssen noch sorgfältiger darauf achten, wie und wo wir solche Begrünungen anlegen, damit sie weder starkem Luftzug noch großer Hitze oder auch Vandalismus ausgesetzt sind."

Mehr zu: Ticker KIT Luftverschmutzung Umwelt



Kommentare [4]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (781 Beiträge) | 21.08.2012 18:34
    BITTE WAS ?
    "Groß angelegte Initiativen zur Bekämpfung der Luftverschmutzung - wie Abwrackprämien für alte Autos, Katalysatoren oder die Einführung einer City-Maut - allein reichen nicht aus", sagt Professor Rob MacKenzie von der School of Geography, Earth and Environmental Sciences an der Universität Birmingham."

    Um es mal deutlich zu sagen
    Der Katalysator war und ist sinfolle und notwendiger Umweltschtz und beseitigt dei Stickoxide vast follständig.

    Die Abwrackprämien für alte Autos war hingegen was den Umweltschutz betrifft absolut kontraproduktiv und stllt noch dazu einen kartellartiken eingrif in die Marktwirtschaft dar.
    Aber zurück zum Umweltschutz
    Alles was wir herstellen hat einen so genanten Ökologischen Rucksack.
    Mehr dazu gibt es hier.
    Wer möchte soll den Artikel selber lesen.

    Energiewende: Energiesparen durch ökologischen Unfug
    von Edgar L. Gärtner
    Vorzeitige Ausmusterung von Geräten vergeudet Ressourcen
    http://tinyurl.com/c49dn39
  • (781 Beiträge) | 21.08.2012 18:37
    ökologischen Unfug
    Das sind Abwrackprämien, City Maut, verbot der Glüchbierne, Windräder, Boisprit wie E10 und Palmöl.
    Und das abschalten von Kernkraftwerken.
  • (53 Beiträge) | 21.08.2012 18:50
    Abschaltprämien?
  • (4151 Beiträge) | 22.08.2012 12:10
    Naja
    Es mag ja stimmen,dass eine Wandbegrünung was zur Luftreinhaltung beiträgt.
    Aber die Häuslebesitzer werden so was nicht haben wollen mit dem Argument,die Pflanzen würde ihre Wände kaputt machen.
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