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30.03.2012 10:49
 
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Hakenkreuz-Cup in Karlsruhe: "Ich vermiete nicht an Nazis" [77]

Karlsruhe (mda) - Die Vermietung einer Karlsruher Soccer-Halle an Neo-Nazis im Februar sorgt auch unter Hallenbesitzern für Empörung. Ralf Steinbrunn, Bevollmächtigter der Fußball-Halle Fairplay in Neureut, erklärt gegenüber ka-news, warum ein solches Turnier nicht tolerierbar ist, warum er selbst nicht an extremistische Gruppen vermietet und wie man sich als Hallenbesitzer vor ungebetenen Gästen schützen kann.
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Foto: dpa

Herr Steinbrunn, wir haben kürzlich darüber berichtet, dass in einer Soccer-Halle in Karlsruhe ein Nazi-Turnier von einer rechtsextremen Gruppierung ausgetragen wurde. Über das Turnier wurde auch unter unseren Lesern viel diskutiert. Wurden Sie als Betreiber der Fußball-Halle "FairPlay" in Neureut auch darauf angesprochen?
Ja. Einige Fußballspieler kamen auf uns zu und haben gefragt, ob dieses Turnier bei uns stattgefunden hat. Einige wollten sogar ihre gebuchten Stunden stornieren.

Hatten Sie selbst schon Anfragen von rechtsextremen Gruppen und, wenn ja, wie haben Sie reagiert?
Bisher noch nicht. Natürlich kann man in einen Menschen nicht hineinschauen, aber wenn uns auffallen würde, dass eine Gruppe Rechts-oder Linksextremer in der Halle spielen will, dann würden wir die Vermietung ablehnen.

Welche Möglichkeiten hat man denn als Hallenbetreiber, sich vor so etwas zu schützen?
Die Buchung der Courts erfolgt oft telefonisch. Da könnte es durchaus sein, dass man eine Verbuchung zusagt. Bei Turnieren oder Freizeit-Events wird aber ein gesonderter Vertrag abgeschlossen. Da weiß man, mit wem man es zu tun hat und schließt dann keinen Vertrag ab. Wenn man feststellt, dass es sich um eine solche Gruppe handelt, kann man als Hallenbetreiber natürlich auch von seinem Hausrecht Gebrauch machen.

Auch wenn sich diese Personen gesetzeskonform verhalten?
Wenn sie sich gesetzeskonform verhalten, heißt das noch lange nicht, dass wir einen Vertrag abschliessen müssen.

Es kann doch sein, dass sich diese Gruppen unter einem Vorwand anmelden und man erst im Nachhinein merkt, dass man diese Personen nicht in der Halle möchte. Erkennt man überhaupt, dass es sich um eine rechtsextreme Gruppierung handelt?
Am Verhalten und den Äußerungen erkennt man schon, dass es sich um Rechtsextreme handelt. Oft macht schon das Aussehen stutzig.

Manche Hallenbetreiber stehen unter finanziellem Druck. Was halten Sie von der Einstellung: Es ist egal, wer in die Halle kommt, Hauptsache die Rechnung wird bezahlt?
Wir sind der Meinung, dass wenn wir solche Veranstaltungen zulassen würden weniger "normale" Menschen bei uns spielen wollen. Wir finden diese Veranstaltungen geschäftsschädigend. Ich bin Bevollmächtigter des Hallenbesitzers. Unser Motto geht schon aus unserem Namen hervor: "Football Fairplay".

Die Fragen stellte Moritz Damm

Mehr zum Thema bei ka-news:

Fußball unterm Hakenkreuz: Nazi-Turnier in Karlsruhe

Mehr zu: Fußball Halle Turnier Rechtsextremismus Topmeldung



Kommentare [77]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (5582 Beiträge) | 30.03.2012 11:03
    Bewerten: (0)
    ist
    es verboten die halle beim namen zu nennen?
  • (2476 Beiträge) | 30.03.2012 11:16
    Bewerten: (0)
    die Halle heißt 'Fußball-Halle Fairplay in Neureut'
    steht doch eindeutig da und wird auch vom Geschäftsführer so genannt!

    Wer das Interview lesen kann ist halt klar im Vorteil!
  • (341 Beiträge) | 30.03.2012 12:10
    Bewerten: (0)
    Name der Halle
    Den Namen der betroffenen Halle nennen wir nicht, da wir im Vorfeld mehrfach versucht haben den Besitzer zu erreichen. Wir konnten nicht mit ihm sprechen, daher wird auch der Name nicht genannt. Wir haben zwar die Aussage des Staatsschutzes, wissen aber nicht genau in wie fern der Vermieter wusste, an wen er vermietet.
  • (5582 Beiträge) | 30.03.2012 13:10
    Bewerten: (0)
    danke
  • (2158 Beiträge) | 31.03.2012 11:27
    Bewerten: (0)
    Was hat
    denn der Staatsschutz mit der Vermietung von Fußballhallen zu tun, wenn keinerlei Verdacht auf irgendwelche Straftaten besteht?
  • (2159 Beiträge) | 31.03.2012 11:36
    Bewerten: (0)
    Ursprünglichen Artikel lesen
  • (2158 Beiträge) | 31.03.2012 11:51
    Bewerten: (0)
    Also
    hat der Staatsschutz selbst gesagt, dass er keine Straftaten festgestellt hat. Zerreisst sich aber öffentlich das Maul.

    Wobei man "Swastika-Cup" als Verwenden eines NSDAP-Symbols ansehen könnte, auch ohne dass das in grafischer Form auftaucht. Das fände ich jetzt naheliegend. Aber nicht längliche AUssagen darüber, dass man leider leider keine Straftaten feststellen konnte. Aufgabe der Polizei ist die Verfolgung von Straftaten und die Abwehr konkreter Gefahren. Die Abwehr von Bestrebungen gegen die FDGO, die sich nicht in einer Gefahr im Sinne des Polizeirechts manifestieren, ist nicht Aufgabe der Polizei, sondern des Verfassungsschutzes.
  • (270 Beiträge) | 31.03.2012 18:19
    Bewerten: (0)
    Der Begriff...
    ... 'Svastika' ist eine Anlehnung des englischen Begriffs Swastica, welches Hakenkreuz bedeutet. Damit ist nicht zwingend das Hakenkreuz der*******gemeint, sondern alle Zeichen, die dem ähneln. In wie fern man _das- als Nutzung eines verbotenen Begriffs werten kann, darüber mögen sich die Juristen die Köpfe zerbrechen.

    Dass der Hallenverantwortliche der gemieteten Halle zu dem Ganzen nichts sagt, läßt massiv über seine eigene Gesinnung spekulieren. Ganz uneigennützig wird er nicht gewesen sein.
  • unbekannt
    (4000 Beiträge) | 30.03.2012 11:07
    Bewerten: (0)
    Siehste, so gehts auch!
  • (5582 Beiträge) | 30.03.2012 11:16
    Bewerten: (0)
    würdest
    du was anderes sagen, wenn dich die presse fragt?
    ich will jetzt nicht sagen, dass der herr lügt, absolut nicht!!!
    denke du verstehst meine frage.
  • (26786 Beiträge) | 30.03.2012 11:23
    Bewerten: (0)
    Die Frage
    impliziert aber, dass du genau das meinst was du nicht sagen willst.

    ;-)
  • (5582 Beiträge) | 30.03.2012 11:25
    Bewerten: (0)
    nö,
    finde ich jetzt überhaupt nicht!
  • (26786 Beiträge) | 30.03.2012 11:32
    Bewerten: (0)
    Zu klären,
    welche Frage hast du gemeint? Die an ??? oder die in deinem ersten Beitrag? Warum die Halle nicht beim Namen genannt wird? Die ist berechtigt, das könnte man ruhig hinschreiben.
  • (5582 Beiträge) | 30.03.2012 11:36
    Bewerten: (0)
    meine frage war
    generell, warum die halle in keinem artikel genannt wird.
    meine aussage war, das jeder hallenbetreiber den man jetzt fragt, sagt das er niemals an rechte vermieten würde! alles andere wäre ja dämlich.
  • unbekannt
    (4000 Beiträge) | 30.03.2012 11:27
    Bewerten: (0)
    Da haste schon recht.
    Wenn ich mir allerdings die Stellungnahme vom "Soccer Center" ansehe - hier - dann gibts da schon Unterschiede!
  • (5582 Beiträge) | 30.03.2012 11:34
    Bewerten: (0)
    distanzieren
    tun sie sich schon deutlich, finde ich zumindest. die frage ist nur, ob man wirklich nichts bemerkt hat, wo die jungs da waren. ich persönlich denke, dass man zumindest gesehen hat, zu was für einer gruppe sie gehören.
    und jetzt stellen wir uns alle mal die frage, hätten wir dann den mut den jungs zu sagen, macht das ihr hier raus kommt! grinsen
  • unbekannt
    (1027 Beiträge) | 30.03.2012 11:37
    Bewerten: (0)
    He !
    Fang bloß nicht wieder mit "Jungs" an - du weißt schon zwinkern zwinkern
  • (5582 Beiträge) | 30.03.2012 11:38
    Bewerten: (0)
    hab ich
    mir auch gedacht aber überleg mal ich hätte kameraden geschrieben! grinsen
  • unbekannt
    (4000 Beiträge) | 30.03.2012 11:39
    Bewerten: (0)
    Wenn wir den Mut nicht haben, sollten wir schleunigst einpacken!
    Ganz nebenbei: solcher Mut wäre die beste Werbung, die man haben kann.
  • (5582 Beiträge) | 30.03.2012 11:41
    Bewerten: (0)
    an sich
    hast recht aber es zu sagen ist einfach. stell es mir schon anders vor, wenn du da stehst mit deinen zwei bedienungen und 40 nazi.s vor dir und du sollst den sagen, dass sie nicht erwünscht sind und abhauen sollen.

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