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09.07.2012 14:39
 
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Ausgehverbot für Minderjährige: Frau Schröder, waren Sie betrunken? [66]

Karlsruhe (Ein Kommentar von Moritz Damm) - Oh Nein, nicht schon wieder! Unsere Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat eine Idee. Die Ministerin plant laut Medienberichten ein abendliches Ausgehverbot für Minderjährige. Jugendliche unter 16 Jahren sollen demnach künftig nicht mehr alleine öffentliche Veranstaltungen mit Alkoholausschank besuchen dürfen. Nach 20 Uhr nur noch mit Mama und Papa raus? Dieser Vorschlag ist nicht nur realitätsfremd, sondern einfach lächerlich!

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Kristina Schröder
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Kristina Schröder
Foto: (Archiv)
Bundesfamilienministerien Kristina Schröder lässt einfach keinen Fettnapf aus. Jetzt will die 34-Jährige ein weiteres Gesetz durchbringen, mit dem Trinkgelage von Jugendlichen eindgedämmt werden sollen.

Kampf dem Komasaufen - aber doch nicht so!

Im Kampf gegen das sogenannte Komasaufen erwägt das Bundesfamilienministerium ein verschärftes abendliches Ausgehverbot für Minderjährige. Das Ministerium von Kristina Schröder plane, den Jugendschutz bei öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten und Vereinsfesten strenger zu regeln. Das berichtet "Bild am Sonntag" unter Berufung auf eine Vorlage des Schröder-Ministeriums. Demnach sollen öffentliche Veranstaltungen mit Alkoholausschank nach 20 Uhr für Jugendliche unter 16 Jahren ohne Begleitung eines Erziehungsberechtigten künftig untersagt sein. Darin enthalten offenbar auch Konzerte und Public Viewing-Veranstaltungen.

"Da dürfte ein Minderjähriger ja nicht mal mehr allein in die Oper gehen, weil da in der Pause Sekt und Bier ausgeschenkt wird", kritisiert Marianne Burkert-Eulitz von den Grünen in der Frankfurter Rundschau. Ok, in die Oper gehen 16-Jährige jetzt eher weniger, aber das Gesetz gilt dann ja auch für Konzerte und Vereinsfeste.

Ich weiß ja nicht, wo die kleine Kristina Schröder ihre Jugend so verbracht hat. Aber ich nehme mal fest an, dass sie es als 16-jähriges (emanzipiertes) Mädchen ziemlich uncool gefunden hätte, wenn ihr Papa sie auf jedes Fest begleitet hätte. Ausgehverbot für Minderjährige - künftig dürften dann 15-Jährige nicht mehr die EM beim Public Viewing verfolgen, weil dort Bier ausgeschenkt wird? Total lächerlich!

Klar, gibt es Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen und es ist wichtig, dass gegen das Komasaufen etwas getan wird. Aber einfach immer neue Gesetze erfinden, packt das Problem ja nicht bei der Wurzel. Das ist eindeutig der falsche Weg. Denn bestraft werden damit alle! Einfach Jugendlichen pauschal verbieten an irgendwelchen Festen teilzunehmen, das geht nicht. Und wer soll das überhaupt kontrollieren?

Nach 20 Uhr nur noch mit Mama und Papa rausgehen

Außerdem gibt es in Deutschland genug Gesetze, die Jugendliche vor Alkohol schützen sollen. Ein Blick ins Jugendschutzgesetz (Link führt zu Seiten des Bundesministeriums) zeigt: Die Abgabe von branntweinhaltigen Produkten (Spirituosen, auch: branntweinhaltige Mischgetränke) an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist verboten. Auch deren Verzehr darf unter 18-Jährigen nicht erlaubt werden. Andere alkoholische Produkte (Bier, Wein, Sekt, auch: Mischgetränke) darf an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nicht abgegeben werden beziehungsweise deren Verzehr durch unter 16-Jährige nicht gestattet werden.

Es geht nicht darum, immer neue Gesetze und Verbote zu erlassen. Einfach mal die bestehenden durchsetzen - damit wäre schon viel erreicht. Und so lange Minderjährige Alkohol bekommen, egal ob an der Tanke, am Kiosk oder aus dem elterlichen Weinkeller - solange kann die Politik neue Verbote erlassen so viele sie will - saufen werden sie dennoch. Der neue Schröder-Vorstoß ist völlig daneben. Die Bundesfamilienministerin hat mal wieder über das Ziel hinaus geschossen.

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Kommentare [66]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (493 Beiträge) | 09.07.2012 14:40
    Das ganze
    ist nur noch zu toppen durch Innenminister und Verkehrsminister "Ideen" zwinkern
  • (3946 Beiträge) | 09.07.2012 17:06
    nicht ganz,
    in den sogen. Swinging Sixties, wo mein Wirkungskreis zugegen war,
    dürfte auch erst mit 16 Jahren abends, alleine und Lokalitäten wie Discos etc. besuchen und Punkt 22:00 verlassen, da achteten Lokale darauf und noch mehr meine Eltern.
    Erst ab 18 Jhren hatte ich kein Limit mehr (abgesehen war man erst mit
    21 volljahrig).
    Ja, das waren noch Zeiten, aber ncht alles davon war unbedingt als falsch einzustufen.
  • (20215 Beiträge) | 09.07.2012 17:17
    Und in
    den ausgehenden 70ern und beginnenden 80ern musste ich bis ich 16 war Punkt 2000 daheim sein. Und nicht fünf Minuten später. Für genehmigte Veranstaltungen gab es entsprechende Ausnahmeregelungen. Das war eigentlich in meinem ganzen Freundeskreis so und es hat keinem geschadet. Mit 16 und dem Moped kam dann allerdings schlagartig die grenzenlose Freiheit. Keinerlei Bedingungen. Es wurde nur gebeten ungefähr mitzuteilen wann man denn nach Hause zu kommen gedenkt, Handy gabs ja nicht. Aber meine Mutter hat nie geschlafen bevor sie nicht das Garagentor gehört hat.
  • (493 Beiträge) | 09.07.2012 17:35
    ja
    und im alten Rom galten auch andere Regeln...
    Aber was hat das mit meinem Kommentar zu tuen!?
  • (20215 Beiträge) | 09.07.2012 17:42
    Ringos und mein
    Beitrag haben insofern was mit deinem Kommentar zu tun, als das diese Idee von Frau Schröder eigentlich gar nicht so wahnsinnig weit hergeholt ist. Natürlich unausgegoren, wie das meiste das von Politikern erstmal rausgeblubbrt wird ohne es fertigzudenken, aber wie du jetzt gelesen hast gabs früher auch schon Jugendliche, die relativ strengen Regeln unterlagen. Die Eltern haben die Regeln festgelegt und da wurde auch nicht rumdiskutiert.
  • (3286 Beiträge) | 09.07.2012 17:59
    Na, ich weiß nicht
    auf der einen Seite wollen unsere Politiker Jugendlichen das Wahlrecht mit 16 verpassen und dann kommt so ein Vorschlag - Ausgangssperre ab 20 Uhr.

    Ganz ehrlich, wenn ich diesen Vorschlag mir anschaue und auch das Gewese um das neue Meldegesetz, dann sollte der komplette Bundestag einmal zum Auspeitschen antreten. Das lüftet das Hirn durch und motiviert ungemein.
  • (456 Beiträge) | 09.07.2012 18:21
    Unter 16
    nicht ab 16 zwinkern
    Bei uns im Trop gab es Sonntags die Teeniedisko, die bis 20.00 uhr ging und unter 16 biste dann rausgeflogen. Mit 16 durftest dann immerhin schon bis 22.00 Uhr rein und da war unser Didi bei vielen ganz stark hinterher.
  • (3286 Beiträge) | 09.07.2012 18:24
    Stimmt
  • (456 Beiträge) | 09.07.2012 20:07
    Und maximal
    ne Coke konnste ziehn, da fragst dich echt wie wir nur Groß wurden zwinkern
  • (193 Beiträge) | 09.07.2012 14:54
    Totales Ausgehverbot...
    zu allen CDU-Veranstaltungen, nur so kann man dieser Art völligen geistigen Niedergangs und Realitätsverlusts entgegenwirken.
  • (3158 Beiträge) | 09.07.2012 15:09
    Familienministerin Dr. Kristina Schröder
    Aber eins muß man ihr lassen: Sie ist net nur attraktiv, sie sieht auch noch gut aus. (zumindest nach meinem erlesenen Geschmack)

    grinsen
  • (3946 Beiträge) | 09.07.2012 17:09
    hat man mal geprüft,
    ob die ihren DoktorTitel in echt gemacht hat, oder auch irgendwie erkauft hat, viell. aber auch in der Lotterie gewonnen?
  • (165 Beiträge) | 10.07.2012 07:55
    Nuja
    Ob sie die Arbeit geguttenbergt hat, müssen andere nachschauen. Ich bin sicher, daß ist längst getan worden.

    Mir aber noch sehr gut erinnerlich sind die süffisanten Kommentare, daß die Arbeit nicht gerade von allerhöchstem wissenschaftlichen Niveau war, dafür logistisch von der Partei in einer Form unterstützt wurde, nach der sich jeder andere Promovierende die Finger lecken würde.
  • unbekannt
    (1272 Beiträge) | 09.07.2012 15:12
    Bessere Idee
    Jeder Jugendliche der dann erwischt wird dem seine Daten werden dann verkauft. Achso, halt, wird ja eh schon von allen 82mio. zwinkern
  • (3286 Beiträge) | 09.07.2012 15:13
    Hat Frau Ministerin in abgelehnten Ideen der US-Republikaner geschnüffelt?
    So ein Quatsch kam dort vor ein paar Jahren auch mal auf den Tisch.

    "Bundesfamilienministerien Kristina Schröder lässt einfach keinen Fettnapf aus." Ja, wie schon ihr Vorbild der Herr Kohl. Das hat man sich doch schon fast denken können, als sie offenbarte statt Pop-Poster welche von Kohl als Teeny aufgehängt zu haben. Frage mich echt was bei der in der Jugend schief gelaufen ist.

    Bin mal gespannt was die schwarz/gelbe Truppe noch so in den nächsten 14 Monaten vor der Wahl für Dinger loslässt, mit denen sie uns sagen wollen: "Bitte wählt uns bloss nicht!"
  • (3829 Beiträge) | 09.07.2012 15:18
    vielleicht werden sie
  • (2030 Beiträge) | 09.07.2012 15:18
    Nach 20:00 Uhr ist vor 20:00 Uhr......
    Schließlich hat sie ja Philosophie und Geschichte studiert.
    Die Zeit von ........bis 20:00 Uhr sollte reichen um sich zu betrinken, irgendwann müssen die Jugendlichen auch mal schlafen.
    Komasaufen mit Mama und Papa ist doch auch nicht schlecht.....Taxi ist auch günstiger wenn mehrere sich die Kosten teilenZusammenführung der Familie. Drei auf einen Streich?
    Prosit Frau Schröder
  • (5582 Beiträge) | 09.07.2012 15:24
    Die Schröder ist nie
    ausgegangen, sonst hätte sie mehr Übung im Schminken.
  • (20215 Beiträge) | 09.07.2012 15:46
    Das war
  • (3158 Beiträge) | 09.07.2012 16:23
    Das Minister-Reh ...
    ist mit natürlicher Schönheit gesegnet, sie hat es überhaupt net nötig, sich zu schminken, womöglich noch so wie die Jessica Castrop-Rauxel oder wie die Sky-Tante heißt.

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