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Karlsruhe Vor 5 Jahren brannte der Zoo: Wie sieht es heute mit Brandschutz aus?

Es war wohl die größte Katastrophe, die sich im Karlsruher Zoo in den letzten Jahren ereignete: 2010 gerieten Stallungen im Streichelzoo in Brand, 26 Tiere starben in den Flammen. Fünf Jahre ist das inzwischen her. Ist die Brandursache inzwischen eindeutig geklärt? Und welche Konsequenzen zog man beim Karlsruher Zoo nach dem verheerenden Großbrand?

Es geschah an einem Samstag in den frühen Morgenstunden: 2010 brannte das Streichelgehege im Karlsruher Zoo mit einem Mal lichterloh. In den Unterkünften befanden sich Walachenschafe, Afrikanische Zwergziegen, Alpakas, Shetlandponys sowie Sardische Zwergesel - für 26 Tiere kam jede Hilfe zu spät. "Uns Zooleute hat ein Schock und eine große Betroffenheit erfasst", beschrieb die damalige Zoodirektorin Gisela von Hegel, die mit Pflegern wenige Minuten nach Brandausbruch vor Ort war, die Situation.

Brandursache noch immer nicht geklärt

Die Suche nach der Brandursache gestaltete sich damals schwierig. Der Grund: Die schwere Brandzehrung und der Grat der Zerstörung erschwerten die Arbeit des damals eingesetzten Brandsachverständigen. "Es wurde in alle Richtungen ermittelt, aber eine eindeutige Klärung gab es nicht, da alles in Schutt und Asche lag", erklärt eine Polizeisprecherin auf Nachfrage von ka-news.

Bis heute ist damit nicht eindeutig geklärt, wie die Stallungen in Brand gerieten. "Die Untersuchungen führten zu keinem eindeutigen Ergebnis", so die Stadtsprecherin im Gespräch mit ka-news.  Die damals siebenköpfige Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei fand 2010 keine Hinweise auf eine vorsätzlich begangene Brandstiftung.

"Im Rahmen der Begutachtung der Brandörtlichkeit ergaben sich für den Sachverständigen hingegen Hinweise, die einen technischen Defekt als Ursache für das Feuer wahrscheinlich erscheinen lassen", heiß es damals vonseiten der Beamten. Demnach könnte der Brand seinen Ursprung in einem Teilbereich der Elektroinstallation an zentraler Stelle des Stallkomplexes gehabt haben. "Gänzlich wird sich das aber nie klären lassen", so die Pressesprecherin der Stadt Karlsruhe.

Welche Konsequenzen wurden nach dem Zoobrand gezogen?

Und wie soll verhindert werden, dass sich eine solche Tragödie wiederholt? Direkte Konsequenzen habe man durch die fehlende Brandursache nicht ziehen können, meint die Stadtsprecherin. So gab es beispielsweise keine zusätzlichen Schulungen für Mitarbeiter. Die Erklärung: Beim Personal hätten sich keine Defizite in Sachen Sicherheit gezeigt - ganz im Gegenteil: "Die Tierpfleger haben sich sehr umsichtig verhalten. So umsichtig, dass durch ihr Verhalten Tiere gerettet werden konnten."

Das bedeute allerdings nicht, dass Sicherheit und Brandschutz im Zoo kein Thema wären. "Sicherheit ist eine Selbstverständlichkeit", erklärt die Sprecherin, "es wird alles getan, um mögliche Gefahrenlagen auszuschließen." Auch bei der Frage nach einem neuen Leitbild des Zoologischen Stadtgartens spiele Sicherheit eine Rolle.

In ämterübergreifenden Projektgruppen will die Stadtverwaltung hier eine ganzheitliche Analyse des Zoos vornehmen und aktuelle Rahmenbedingungen und Anforderungen, die sich seit der Festlegung des 2007 vom Gemeinderat beschlossenen Zookonzepts geändert haben, berücksichtigen. Vor allem im Zusammenhang mit Baukonzepten für Gebäude spiele Brandschutz eine wichtige Rolle, so die Sprecherin weiter. "Die aktuellen Richtlinien sind hier das Maß der Dinge, da gehört auch der Brandschutz dazu. Das gehört zu den üblichen Standards."

Chronik des Zoobrands:

13. November 2010: Um 4.07 steht der Streichelzoo bereits komplett in Flammen. 26 Tiere sterben. Das Streichelgehege wird vollständig, das Elefantenhaus teilweise zerstört.

15. November: Das Feuerdrama erschüttert Karlsruhe. Die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung für einen neuen Streichelzoo ist hoch.

16. November: Oberbürgermeister Heinz Fenrich erklärt: Der Streichelzoo wird wieder aufgebaut. Rund 1,5 Millionen Euro soll das kosten. Eröffnung soll im Sommer 2011 sein.

17. November: Auch den ka-news-Leser liegt der Zoo am Herzen. Laut einer Online-Umfrage wollen 50,29 Prozent der Teilnehmer spenden.

19. November: Die Polizei geht von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Für Brandstiftung gibt es keine Hinweise.

9. Dezember: Bei den Zoofreunden sind bisher 520.000 Euro Spenden eingegangen.

3. Februar 2011: Die Genesung der bei dem Brand verletzten Elefanten macht gute Fortschritte.

12. Februar: Der neue Streichelzoo nimmt Gestalt an. Die Stadt plädiert auf eine schnelle Umsetzung. Der Zoo soll noch in den Sommerferienfertig sein.

9. März: Das Elefantenhaus ist wieder für Besucher geöffnet. Ende März: Ein provisorischer Interims-Streichelzoo wird beim Raubtierhaus eröffnet.

13. Mai: Spatenstich für den Neubau des Streichelzoos bei der Schwarzwaldhalle. Rund 800.000 Euro Spenden wurden bisher für den Wiederaufbau gesammelt.

August: Die Bauarbeiten verzögern sich. Der neue Streichelzoo ist noch nicht fertig.

17. September: Geplante Eröffnung des neuen Streichelzoos

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  •   ralf
    (3516 Beiträge)

    Rauchmelderpflicht?
    Offensichtlich wurde das Feuer erst sehr spät bemerkt, was auf das Fehlen von Rauchmeldern hinweist. Leben Menschen oder Lagern Gegenstände von gewissem Wert in einem Gebäude, sind Rauchmelder selbstverständlich. In Tiergef... äh Zoos hält man sie wohl weiterhin für nicht notwendig.
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  •   Berndabcdef
    (743 Beiträge)

    Daß damals der Zoo brannte
    lag einzig und alleine daran, daß man mitten in der Nacht über die Zoobrücke gehen kann. Da haben bestimmt irgend welche Verbrecher Feuer im Streichelzoo gelegt. Diese Gefahr ist nach wie vor da. Man muss diese Brücke nachts sperren, damit sowas nicht wieder passieren kann. Auch ist der Zoo nachts nicht genügend gesichert. Man kann sehr leicht einsteigen. Auch das muss man verhindern.
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  •   haku
    (3773 Beiträge)

    Aber sonst gehts Dir noch gut?
    "a haben bestimmt irgend welche Verbrecher Feuer im Streichelzoo gelegt." Wenn Du das mit Bestimmtheit sagen kannst, dann hast Du sicher auch die Beweise dafür. Bitte an die Staatsanwaltschaft geben.

    Zum Rest: Dann müsste man alles und jedes in ein Hochsicherheitsbereich verwandeln und wir würden alle in Betonwürfeln a la Bundesanwaltschaft leben müssen.

    Gegen kriminelle Energie kann man nur bis zu einem gewissen Grad sinnvolle Gegenmaßnahmen vorsehen.

    Wichtiger sind Maßnahmen gegen Gedankenlosigkeit/Fahrlässigkeit. Bei der Brücke gibt es durchaus den Punkt, dass jemand da gedankenlos eine noch brennende Kippe wegwirft und die dann von einem ungünstigen Wind in die Stallungen geweht werden konnte.
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  •   mueck
    (8975 Beiträge)

    !
    Am besten eine 24-stündige Asugangssperre 7 Tage die Woche über die ganze Stadt verhängen und alle Fenster zumauern, denn wenn irgendwoanders sich eine Kippe an die falsche Stelle verfliegt, können ja schließlich Menschen zu Schaden kommen!!!!11elf

    (Klingelstreiche wären dann auch Geschichte, ach wäre das schön ... zwinkern )

    Ob es ihm noch gut geht ... *zweifel*
    Aber wenn er das so viel besser weiß als die Experten, dann gibt es doch eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten?!
    - Großer Angeber
    - Er war's!
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