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Karlsruhe Genesung der Karlsruher Elefanten macht gute Fortschritte

Die Genesung der vier Elefanten, die beim Brand im Karlsruher Zoo Mitte November verletzt wurden, macht insgesamt gute Fortschritte. Dabei wird mit einer Wärmebildkamera der Hochschule Karlsruhe der Heilungsprozess dokumentiert.

"Die Entzündungen sind enorm zurückgegangen, Jenny hat bereits wieder eine dunkle Haut mit nahezu vollständiger Pigmentierung. Am langsamsten verläuft die Genesung bei Rani, doch auch sie macht große Fortschritte, langsam gehen bei ihr die Schorfplatten auf dem Rücken weg", freut sich Zooleiterin Gisela von Hegel.

Rani ist mit ihren mindestens 56 Jahren der Oldie unter den vier Elefantendamen, da heilen Wunden nicht so schnell. "Sie ist aber auch diejenige gewesen, die beim Brand im Zoo Mitte November die massivste Hitzewelle abbekommen hat", so von Hegel. Die Fortschritte im Heilungsprozess dokumentierte am Dienstag Professor Klaus Wolfrum von der Hochschule Karlsruhe mit einer Wärmebildkamera. In Regenbogenfarben gibt die Kamera die unterschiedlichen Wärmezonen auf der Elefantenhaut wieder.

Kalte Zonen werden in blau dargestellt, rot die gut durchbluteten Bereiche. Je intensiver das Rot, desto höher ist die Temperatur an der Oberfläche der Haut - was Rückschlüsse auf entzündliche Prozesse zulässt. Vor sechs Wochen hat Wolfrum zum ersten Mal mit seiner Kamera im Dickhäuterhaus vom Besucherraum aus Aufnahmen der vier Elefanten gemacht.

"Im Vergleich mit diesen Bildern können wir feststellen, wie sich die Entzündungsherde verändert haben", erläuterte Gisela von Hegel. "Die Genesung verläuft gut", so die Zoodirektorin. Schmerzmittel bekommen die vier schon länger keine mehr. Rani wird noch mit einer stark desinfizierenden Salbe behandelt, die anderen drei werden mit einer Ringelblumensalbe eingecremt, um den regenerativen Prozess zu unterstützen.

Weitere Untersuchungen sollen Genesungsfortschritt feststellen

Noch ein bis zwei Mal wird Wolfrum kommen, um Rani, Shanti, Ilona und Jenny in immer der gleichen Weise und bei gleichen Bedingungen im Stall aufzunehmen, damit ein Vergleich möglich ist. "Mit Distanz und damit ohne Stress für das Tier kann man sehen, ob entzündliche Prozesse da sind", versicherte von Hegel.

Täglich lässt Tierpfleger Klett seine vier "Damen" auf die Außenanlage: "Die Dauer hängt vom Wetter ab, aber zwischen 10 und 11 Uhr sind sie auf jeden Fall dort anzutreffen." Voraussichtlich Anfang März sind dann Flusspferde und Elefanten auch wieder im Dickhäuterhaus zu sehen. "Wir warten noch auf das neue Türblatt", informierte von Hegel.

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Kommentare (6)
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  • unbekannt
    (332 Beiträge)

    gegen Zoos !!!
    Im Sommer noch Zuschauermagneten, im Winter nur noch Ballast – das ist das Schicksal vieler Tierbabys in europäischen Zoos. Kommt der Nachwuchs erst einmal in die Pubertät, ist in den elterlichen Gehegen kein Platz mehr. So enden hunderte Jungtiere, sogenannter „Überschuss“, über dubiose Tierhändler in schlechter Haltung, in Jagdgehegen, als Artisten im Zirkus oder verschwinden einfach spurlos.
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  • unbekannt
    (619 Beiträge)

    Ist aber
    trotzdem schön zu hören, dass es den Elefanten wieder besser geht! grinsen
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  •   Karlsrator
    (2729 Beiträge)

    Stimmt!
    Aber um Frau Tumminello mach' ich mir jetzt doch e' bissle' Sorgen.

    ((-;
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  •   Karlsrator
    (2729 Beiträge)

    @ fuertiere:
    Fass!
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  •   joka
    (9833 Beiträge)

    fuertiere
    Wenn aus der Ecke nichts mommt, dann muss ich halt...

    gegen Zoos !!!
    Die Zucht in Gefangenschaft sorgt für einen Überschuss an Tieren. Babys sind nämlich Kassenmagneten und ziehen massenweise Besucher an, die zusätzlich zum Eintrittsgeld auch noch Geld in den Geschenkeshops und Snackbars der Zoos ausgeben. Zoos können vielleicht größere und feudalere Anlagen bauen, aber es sind und bleiben doch Gefängnisse. Viele "Verbesserungen" sind eher kosmetischer Art und dienen eher den Besuchern als den Tieren. Die meisten Tiere in Gefangenschaft leiden unter Frustration und Langeweile. Anstatt Millionen darauf zu verschwenden, Unmengen an Tieren einzusperren, sollten wir uns für die Erhaltung und Wiedereinrichtung dessen einsetzen, was wir Menschen den Tieren genommen haben: ihren ursprünglichen Lebensraum.
    copyright: fuertiere 25.11.2010 12:39
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  •   Karlsrator
    (2729 Beiträge)

    Na also, ...
    ... geht doch! ((-;
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