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Karlsruhe Der neue Streichelzoo nimmt Gestalt an

Der neue Streichelzoo soll noch vor den Sommerferien fertig sein. Um dies zu erreichen, war dieser Baustein des Zookonzepts vorgezogen worden und es wird seither an der Detailplanung gearbeitet. Auch der Planungsausschuss der Stadt sprach sich nun für die schnelle Umsetzung des Domizils für Mini-Shetlandponys, Esel, kleinere Ziegen- und Schafrassen sowie Meerschweinchen aus.

Den Mitgliedern dieses Ausschusses war am Donnerstag in nichtöffentlicher Sitzung unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert die Planung vorgestellt worden, die nun noch kurzfristig auch in den Fraktionen besprochen wird.

Mit der Planung war das Architekturbüro Irmscher (Karlsruhe) sowie die Landschaftsplaner des Büros Därr (Halle) beauftragt worden. Die Arbeitsgemeinschaft hatte den Realisierungswettbewerb "Zoologischer Stadtgarten" gewonnen. Der Streichelzoo ist, wie auch der neue Kinderspielplatz, das neue Elefantenhaus, das Gehege für Trampeltiere und Kropfgazellen sowie der Umbau des Tullabades zum Exotenhaus auf der Zooerweiterungsfläche nördlich der Tiergartenbrücke vorgesehen.

Glaskuppel mit unterirdischem Gang im Meerschweinchen-Gehege geplant

In enger Abstimmung mit den beteiligten städtischen Dienststellen sind die eingeschossigen Stallungen südlich der Schwarzwaldhalle vorgesehen. Von dem im Wettbewerb ursprünglich vorgesehenen länglichen Baukörper vor Schwarzwald- und Gartenhalle hat man Abstand genommen. Denn zum einen kommen die nun geplanten kompakteren Gehegebauten den funktionalen Ansprüchen des Zoos eher entgegen. Zum anderen bleibt so die Sicht aus der Gartenhalle frei, was der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH ein Anliegen war, wie die Stadt Karlsruhe mitteilt.

Das Besondere an der Freianlage ist ein Kontaktgehege. Über eine Leiter können kleine und große Zoobesucher ins Gehege steigen und direkten Kontakt mit den Tieren aufnehmen. Wenn diese das wollen: Denn den Tieren wird die Möglichkeit geboten, sich zurückzuziehen, wenn sie genug menschliche Streicheleinheiten bekommen haben. Mit einer weiteren Attraktion wartet das Reich für die Meerschweinchen auf. Eine Glaskuppel mit unterirdischem Gang erlaubt hier die Begegnung zwischen Mensch und kleinen Nagern "auf Augenhöhe".

Gelände bislang noch nicht erschlossen

Die Meerschweinchenanlage ist am südlichen Zipfel des Streichelgeheges vorgesehen. Hier schließt sich, in direkter Nachbarschaft zum Tullabad, später der neue Kinderspielplatz an. Gerade die Einheit aus Streichelzoo, Kinderspielplatz und dem zum Exotenhaus mit Gastronomie und Zoopädagogik umgebauten Tullabad hatte das Preisgericht in seiner Entscheidung hervorgehoben. Das Gelände für den Streichelzoo ist bislang nicht erschlossen. Zu den geschätzten Kosten von rund 1,5 Millionen Euro gehören daher auch Investitionen ins Wegenetz, der Streichelzoo muss zudem an das Wasser- und Abwassernetz sowie an die Stromversorgung angeschlossen werden, wie die Stadt berichtet.

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Kommentare (6)
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  • unbekannt
    (332 Beiträge)

    gegen Zoos !!!
    Im Sommer noch Zuschauermagneten, im Winter nur noch Ballast – das ist das Schicksal vieler Tierbabys in europäischen Zoos. Kommt der Nachwuchs erst einmal in die Pubertät, ist in den elterlichen Gehegen kein Platz mehr. So enden hunderte Jungtiere, sogenannter „Überschuss“, über dubiose Tierhändler in schlechter Haltung, in Jagdgehegen, als Artisten im Zirkus oder verschwinden einfach spurlos.
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  •   teflon
    (2319 Beiträge)

    Könnte man
    da nicht einen abgeschlossenen Erwachsenenbereich generieren und die aktuell wieder aktiven Exhibitionisten austellen?

    Oder einen Fenrich-Ochsen und die Dr.W.C.-Erdmännchenclique mit dazu einquartieren?
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  •   altruist
    (478 Beiträge)

    Wieso
    denn nichtöffentliche Sitzung. Waren die Interessen der Tiere so schützenswert ? zwinkern
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  •   qwertz
    (307 Beiträge)

    Hoffentlich
    kommen diesmal die erforderlichen Brandschutzmassnahmen nicht zu kurz wie Rauchmelder, Sprinkleranlagen etc..
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  •   ramius
    (133 Beiträge)

    Wann werden die beiden
    größten Schandflecken des Zoos, das Raubtierhaus und das Affenhaus endlich umgebaut ?

    Jedes Jahr 12 Millionen € Zuschuss für die Messe ausgeben aber kein Geld für wirkliche dringend benötigte Dinge haben ...
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  •   LaCage
    (2158 Beiträge)

    USTRAB im Streichelzoo?
    es muss nicht immer ein Prachtbau sein.
    Wenn Obert im Zoo verewigt sein will, kann gern der Schimpansen-Käfig nach ihm getauft werden.

    Gehege, knuddelige Tiere, ein Stall und das wars.
    Kinder brauchen keine Touchscreens
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