ka-news-Wahlserie (V): Bündnis 90/Die Grünen – Aus der Krise hilft nur grün
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Eine Reportage von Ramona Deeg - Der Weg ist von grünen Luftballons gesäumt – unübersehbar, welche Partei an diesem Abend ihre Kreismitgliederversammlung abhält. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete und erneute Kandidatin Sylvia Kotting-Uhl stellt ihr Wahlprogramm vor. Zuvor hat sie sich noch ein paar Minuten Zeit genommen um mit ka-news zu sprechen.
Wenig später lehnt sie sich weit vor und stützt ihre Arme auf den Tisch: "Jetzt möchte ich noch etwas zu Afghanistan sagen", setzt die Politikerin an, "wir müssen da raus – aber es muss verantwortbar ablaufen in den nächsten zwei oder drei Jahren." Vor den letzten Worten lehnt sich Kotting-Uhl wieder zurück – "spätestens in vier".
Rupp: "Sylvia Kotting-Uhl ist vorbildlich"
Überhaupt scheint sich der Wahlkampf der Grünen sehr um das Thema Verantwortung zu drehen. So auch beim Kinosommer – fünf Abende, fünf Filme – zu den Themen Umwelt, Klimaschutz und Gerechtigkeit. Am kommenden Mittwoch erwartet Kotting-Uhl hochrangigen Besuch: Spitzenkandidat Jürgen Trittin kommt zu einer Wahlkampfkundgebung an den Karlsruher Hauptbahnhof. Was man erwarten darf? "Eine kämpferische Rede natürlich!"
Wir sitzen im Vorraum – im Hauptraum herrscht reges Treiben und immer mehr kommen dazu. Oft wird ein "Hallo" an unseren Tisch gerufen, ein Lieferant bringt Pizza. Keiner der Kommenden ist überrascht, "seine" Bundestagsabgeordnete zu sehen. Die Begründung übernimmt der Kreisvorsitzende und Bundestagskandidat für Karlsruhe-Land, Jörg Rupp.
"Vorbildlich" – so könne man die Politikerin beschreiben. Glaubt man seinen Worten ist Kotting-Uhl "unbedingt darauf bedacht" viel Zeit in ihrem Wahlkreis zu verbringen. So auch am Wahlabend. Trotz Anfragen aus Berlin, sei ihr Platz am 27. September "im Kreisverband – da ist es wichtig, dass man bei seinen Wahlkämpfern ist".
"Es ist ja nicht so, dass ich nicht schon mit Kindern gesprochen habe"
Wichtig ist es in ihren Augen auch, dass jede Schulklasse einmal nach Berlin fährt um den Ablauf im Bundestag mitzuerleben. Oder: Jungwähler an die Urne zu bringen. Erst kürzlich habe sie eine Mädchenhandballmannschaft in Berlin zu Besuch gehabt: Auf ihre Frage hin, ob sie wählen gingen, bekam sie durchweg ein "nö" zu hören. "Das hat mich total fertig gemacht", gesteht Kotting-Uhl. Von Rupp kommt an dieser Stelle ein Einwurf: "Da schlafen aber auch die Schulen."
Schule – ein gutes Thema: Wie erklärt Kotting-Uhl einem Grundschulkind die Grünen? "Puh", sie muss einen Moment überlegen, überbrückt geschickt mit einem Satz: "Es ist ja nicht so, dass ich nicht schon mit Kindern gesprochen habe – heute morgen erst, da war ich in einem Integrationskindergarten – aber das waren dann meist längere Gespräche."
Wahlprognose: Ein bis zwei Prozent mehr als 2005
Nach weiterem kurzem Zögern beginnt sie zu erklären, dass alles, was man für frische Milch und gutes Brot braucht, von gesundem Boden, guter Luft und sauberem Wasser kommt. "Dann gibt es noch den Himmel – der besteht aus etwas, was wir 'Klima' nennen, und das ist fürs Wetter verantwortlich." Das – so würde sie dem Kind erklären – müsse alles geschützt werden. "Das haben wir als Grüne uns zur Hauptaufgabe gemacht." Rupp, Vater eines sechsjährigen Sohnes, erzählt, dass er seinem Sohn so etwas immer anhand gemeinsamer Erlebnisse erklärt.
"Nicht in Prozenten", zum Wahlausgang möchte sie keinen Tipp abgeben, "sondern ein gutes Ergebnis." Eine Zahl lässt sie sich doch noch entlocken: "Ein bis zwei Prozent mehr als beim letzten Mal." Wahlbeteiligung und eigene Chancen? "Selbst wenn nur 50 Prozent wählen gehen – ich bin in der Landesliste auf Platz drei und auf jeden Fall wieder drin."
Mehr zu: Wahlserie "Sylvia Kotting-Uhl" Grüne "Bundestagswahl 2009"
- (1102 Beiträge) | 14.09.2009 07:52Schade!Ich wähle schon deshalb nicht mehr die Grünen, weil ich befürchte, dass sie der Linkspartei zur Regierungsbeteiligung im Bund und in den Ländern verhelfen könnten. Ein Albtraum! In diesem Fall sollten die Grünen allerdings ihren Namenszusatz "Bündnis 90" streichen.
- (468 Beiträge) | 14.09.2009 08:20Fragen::Was hat diese Frau in den letzten Jahren für die Stadt und den Bürgern von Karlsruhe erreicht?
Antwortmöglichkeiten:
1. Nichts (dann nicht wählbar und anzeigen wegen verbraten von Steuergelder)
2. Sehr wenig (dann auch nicht wählbar)
3. Einges (Hier fehlt eindeutig die Erfolgsliste)
4. Sehr viel (Siehe 3. und ist wegen dem Erfolg übergeschnappt und daher nicht mehr wählbar) - (1076 Beiträge) | 14.09.2009 10:29@barloues freut mich, daß speziell auch hier in diesem Forum immer mehr zur Besinnung kommen.
- (46 Beiträge) | 14.09.2009 10:35@elchBis eben kannte ich Frau Kotting-Uhl noch überhaupt nicht! (OK halte von den Grünen auch nicht viel) Aber nen bissle kenn ich mich in der Politik schon aus.
- (861 Beiträge) | 15.09.2009 15:07wen dann wählen?Was erwartet uns denn nach der Bundestagswahl? Schwarz-gelb? OK, dann passiert folgendes: das Gesundheitswesen bricht vollkommen zusammen, Steuersenkungen bringen nur den Leuten was, die auch Steuern zahlen. Jede normale Familie mit zwei Kindern und einem Alleinverdiener zahlt so gut wie keine Steuern, die haben auch nicht mehr Geld, wenn man sie senkt. Atom geht weiter, Kohle auch, und die Folgen zahlen wir alle, die Gewinne streichen die Konzerne ein. Glückwunsch, aber wer die billigen Parolen der Union (wir haben die Kraft - wofür?) noch glaubt, dem ist wahrlich nciht mehr zu helfen
- (1076 Beiträge) | 15.09.2009 21:41bei der Wahl gehts nur um eines...Die Kommunisten an der Machtergreifung zu hindern!
- (10 Beiträge) | 16.09.2009 11:45Was ein inhaltsloser Artikel!Schade... der Titel hält nicht was die Überschrift verspricht.
Statt Frau Kotting-Uhls Ziele und politische Tätigkeiten zu erwähnen wird hier erzählt, dass man auf B90/Grünen MVs Pizza isst. Statt auch nur annähernd zu sagen, warum die Grünen denken, dass aus der Krise nur Grün hilft, wird beschrieben wie Frau Kotting - Uhl sitzt... Wunderbar.. das ist sehr hilfreich bei einer Wahlserie *ironie*
Hier sieht man, dass man letzendlich nur weiterkommt, wenn man sich die Wahlprogramme der Parteien durchliest, oder zumindest deren Kurzprogramme... Teilnahme an Veranstaltungen wie Podien ist auch zu raten, bevor man sich anhand eines armseligen Artikels ein Urteil fällt.. vor allem wenn man politisch 0 informiert ist, wie so einige die hier einen vorschnellen Kommentar abgeben...
Anm.: Mein Laptop-Keyboard funktioniert nicht mehr so gut, also bitte ich um Nachsicht in Bezug auf Rechtschreibung und fehlenden Buchstaben..




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