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23.03.2016 07:00
 
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Tanzen, turnen und toben: SSC schafft Sportangebot für Flüchtlingskinder [17]

Flüchtlingsport beim SSC Karlsruhe
Bild:Schwitalla

Flüchtlingsport beim SSC Karlsruhe
Foto: Schwitalla
Flüchtlingsport beim SSC Karlsruhe
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Flüchtlingsport beim SSC Karlsruhe
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Flüchtlingsport beim SSC Karlsruhe
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Karlsruhe (Heike Schwitalla) - "Wir wollen den Frauen und Kindern einfach ein paar schöne Stunden bescheren", erzählt Susanne Stöbener, Vorstandsmitglied des SSC Karlsruhe und Initiatorin des Projekts "Flüchtlingssport" des Vereins in der Waldstadt.
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Immer sonntags holt sie mit anderen ehrenamtlichen Helfern Flüchtlingskinder und deren Mütter an der Mackensen Kaserne ab und geht mit ihnen zur Kita "Wirbelwind" am Fächerbad. Dort können die Kinder einen sorgenfreien, fröhlichen Morgen verbringen - in der Turnhalle mal so richtig nach Herzenslust toben, turnen und tanzen, während ihre Mütter bei Tee und Kuchen entspannen, zusammensitzen oder selbst im Gymnastikraum das Sportangebot wahrnehmen.

Nachbarschaftliche Hilfe

"Die Idee kam von verschiedenen Leuten aus dem SSC und dem Bürgerverein der Waldstadt, die alle gerne helfen wollten, besonders natürlich den Flüchtlingen, die direkt bei uns im Stadtteil untergebracht sind", berichtet Susanne Stöbener. Die Organisationsphase habe fast acht Wochen gedauert, sagt sie. "Vor allem wollten wir erst mal erfragen, ob überhaupt Bedarf für ein Sportangebot besteht. Alina Bader, die am KIT für den Flüchtlingssport zuständig ist, hat uns beraten, weitergeholfen und die Erlaubnis für das Projekt beim Regierungspräsidium und der Unterkunftsleitung eingeholt."

Am schwierigsten sei die Frage gewesen, wie die Teilnehmer in die Sporthalle kommen und natürlich, dass die Kinder eine Erlaubnis ihrer Eltern brauchen. "Das ist schwierig zu vermitteln, wenn man jeweils die Sprache des anderen nicht spricht ist", berichtet Susi Stöbener von ihren Erfahrungen. Es wurde ein mehrsprachiger Flyer entworfen, auf dessen Rückseite ein Formular mit der Erlaubnis steht. Eine freie Halle wurde gefunden und seit vier Wochen läuft das Projekt "SSC-Flüchtlingssport" bereits.

Ein paar Stunden Abwechslung

Einige Kinder kommen schon regelmäßig. Trotzdem in der Mackensen Kaserne mittlerweile weniger Menschen untergebracht sind, ist der Andrang noch groß. Fröhlich strömen die Kids in die Halle, grüßen mit einem lauten "Hallo" und ziehen sich die vom Lehrstuhl für politische Ökonomie am KIT gespendeten Stoppersocken über. In der Halle ist ein großer Turnparcours aufgebaut: Matten, Seile, Ringe, ein Barren, Pedalos, Bälle und Springseile liegen für die Kinder bereit - ehrenamtliche Helfer beaufsichtigen die muntere Truppe und geben bei Bedarf auf den Geräten auch mal Hilfestellung. Im Gymnastikraum läuft Musik, hier können die älteren Mädchen, die Frauen und Mütter unter Anleitung tanzen oder Gymnastik machen. Und nach dem Sport stärken sich alle gemeinsam bei Kaffee, Tee und selbstgebackenem Kuchen - Sprachbarrieren werden schnell überwunden - man verständigt sich, hört einander zu und lernt voneinander. 

Derzeit sind rund 40 Ehrenamtliche engagiert, die im wöchentlichen Wechsel helfen. Kuchen backen, die Kinder betreuen, Geräte auf- und abbauen - Helfer werden eigentlich immer gebraucht, denn die kleine Truppe stemmt das Projekt Flüchtlingssport derzeit noch ganz alleine - auch was den finanziellen Aufwand betrifft.

Projekt soll weitergehen

"Solange Flüchtlinge in der Unterkunft sind, werden wir dieses Projekt weitermachen. Wir versuchen auch die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge zu integrieren, allerdings suchen wir da noch nach einer Lösung, wie sie zu uns in die Waldstadt kommen", erklärt Susanne Stöbener. Sponsoren, die die Kosten für die Straßenbahn übernehmen oder vielleicht sogar die Fahrt in einem Kleinbus organisieren - das wäre der nächste Schritt für das Projekt.

Denn das Projekt wird bestens angenommen, von den Teilnehmern, aber auch die Leitung der Unterkunft ist begeistert: "Wir haben mit dem Projekt eine tolle Stimmung in die Unterkunft gebracht, hat uns auch das Security-Team gesagt", so Susanne Stöbener. "Und die Kinder freuen sich immer, wenn wir kommen. Sie stehen schon in Jacke und Schuhen bereit. Auch die Frauen gehen immer gerne mit uns und bedanken sich am Ende ganz herzlich bei allen Helfern", freut sie sich.

 

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Kommentare [17]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (1402 Beiträge) | 23.03.2016 10:03
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    "ka-news Online-Wochen gegen Rassismus"
    Nachdem diese Aktion heute ausläuft mal ein kräftiges Dankeschön an ka-news.

    Ihr habt Rückgrat bewiesen! grinsen
  • (10 Beiträge) | 23.03.2016 14:03
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    Das haben die...
    Stiefel durchgezogen und nichts Anderes gelten lassen.
    Das nenne ich mal aufrecht.
  • (4720 Beiträge) | 23.03.2016 09:49
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    Ich finde
    man sollte die Kinder gemeinsam mit den einheimischen Kindern zusammen bringen, gerade beim Sport werden schnell Kontakte hergestellt, auch wenn noch Sprachbarrieren bestehen. Möglicherweise muss man da mit den Eltern Gespräche führen. Wenn Kinder unvoreingenommen auf einander zugehen können, kann Integration in dieser Generation gelingen. Das bedeutet aber, dass die Eltern auf beiden Seiten der Kulturen ebenso aufeinander zugehen.

    Von "streng" getrennten Aktionen halte ich nicht viel.
  • (2736 Beiträge) | 23.03.2016 08:59
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    egal wie man zu dem Thema politisch steht,
    finde ich es eine gute Sache.
    Weil es diejenigen betrifft, die am allerwenigsten für ihre Situation können: die Kinder

    Die konnten sich es nicht aussuchen, ob sie in der Heimat bleiben oder nicht.
    Außer spazieren gehen und auf Spielplätzen rumtoben (was im Winter ja auch nicht gerade prickelnd ist) werden die sonst keine große sportliche Abwechslung haben.

    PS: nur einen Verbesserungsvorschlag hätte ich. Beim Geräte Auf- und Abbau könnte man auch die Väter dieser Kinder mit Einbeziehen. Die sind doch bestimmt auch froh, etwas körperliche Betätigung zu bekommen, gerade wenn es um das Wohl ihrer Kinder geht ?!
  • (26 Beiträge) | 23.03.2016 08:18
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    Super,
    wenn jetzt auch noch alle anderen Kinder in Karlsruhe die gleichen Vorzüge genießen können ist die Welt ja wieder in Ordnung.
  • (146 Beiträge) | 23.03.2016 08:52
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    Dieses Angebot gibt es doch,
    aber es ist halt wunderbar, wenn man einfach mal populistische Giftpfeile abschiessen kann, gelle zwinkern ? Und für die nicht ganz so schlauen: Es gibt hunderte von Sportvereine in Karlsruhe, für jeden was dabei. Kinder aus minderbemittelten Familien wird der Jahresbeitrag bezahlt/bezuschusst. Für weitere Fragen melden sie sich einfach beim sozialen Dienst der Stadt Karlsruhe!
  • (26 Beiträge) | 23.03.2016 12:24
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    Die Stadt Karlsruhe
    konnte mir leider nicht weiterhelfen, muss meine Kinder weiter selbst zum Sport fahren, die Vereinsbeiträge bekomme ich auch nicht erstattet weil ich eine alleinerziehende, berufstätige (Vollzeit) Mutter bin.
  • (10 Beiträge) | 23.03.2016 16:49
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    Finden sie das so schlimm,
    wenn man als Mutter auch maskuline Züge hat?
  • (146 Beiträge) | 23.03.2016 14:11
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    Wenn Sie über der Verdienstgrenze liegen,
    sollten Sie wohl auch in der Lage sein die Beiträge selbst zu zahlen. Und mit welchen Autos sollten denn bitte die Flüchtlingseltern die Kinder fahren??? Aber sie können ja auch gerne mit den Flüchtlingen tauschen und mit ihren Kindern in ein solches Heim ziehen, wenn Sie der Meinung sind, dass diese Leute es so viel besser haben wie Sie.......
  • (765 Beiträge) | 24.03.2016 00:37
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    Ich
    versteh die Frage nicht ...fahren Asylsuchende nicht umsonst mit der Bahn ?
  • (10 Beiträge) | 23.03.2016 07:45
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    Nicht schlecht dieses Projekt.
    Das könnte man aber noch gewaltig erweitern.
    Beispielsweise durch Einbindung der örtlichen Vereine und Schüler, die durch Fehlbelegung, mangelnde Instandhaltung oder gar Lehremangel über Wochen so gut wie keinen Hallensport betreiben konnten.
    Schön zu sehen, dass auf einmal wie aus Geisterhand Kapazitäten frei geworden sind.
  • (146 Beiträge) | 23.03.2016 08:55
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    Find ich auch toll, dass kapazitäten freigeworden sind!
    Und dann auch noch für ein sinnvolles Projekt! So hat nun jedes Kind, egal welcher sozialen Herkunft, die Möglichkeit Sport zu treiben!
  • (907 Beiträge) | 23.03.2016 19:21
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    Die Aussage ist aber so nicht haltbar!
    Die finanzschwachen Einheimischen sind weiterhin außen vor. Die verschiedenen Zuschüße sind nur schwer zu bekommen, einige die nur wenige Cent über dem üppigen soziokulturellem Existenzminimum bekommen diese gar nicht, und reichen selten für den Vereinsbeitrag aus. Und von der Sportkleidung und -schuhen fange ich lieber erst mal gar nicht an. Gleiches dürfte auch für die anerkannten Flüchtlinge gelten? Das Konzept ist aktionistisch und unausgewogen, darüber hinaus spaltet es mal wieder die Gesellschaft. Gut gemeint ist halt immer noch das Gegenteil von gut gemacht.
  • (576 Beiträge) | 23.03.2016 07:19
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    Liebe Leser,
    was halten Sie von dem Projekt? Welche Angebote dieser Art wären noch denkbar? Diskutieren Sie mit!
  • (154 Beiträge) | 23.03.2016 08:43
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    Liebe Leser,
    ich stifte eine Tüte Staubzucker.
    Ich überlasse es dem Einzelnen was man damit machen kann.
  • (907 Beiträge) | 23.03.2016 19:10
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    Da habe ich wohl was falsch gemacht ...
    ... als ich immer die Päckchen Würfelzucker gespendet habe?
  • (154 Beiträge) | 23.03.2016 19:45
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    Da habe ich wohl was falsch gemacht ...
    .. als ich immer die Päckchen Würfelzucker gespendet habe?

    Du hast zumindest den guten Willen gezeigt.

    Ausspreche Anerkennung ,verbunden mit drei Tagen Sonderurlaub.
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