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23.03.2016 05:00
 
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Schluss mit Rassismus: In Karlsruhe eröffnet neue Antidiskriminierungsstelle [4]

Aliz Müller, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle Karlsruhe
Bild:Jana Buch

Karlsruhe (Jana Buch) - Sei es die Hautfarbe, das Geschlecht oder die ethnische Zugehörigkeit - Diskriminierungen gehören für viele Menschen bedauerlicherweise zum Alltag. Auch in Karlsruhe werden Menschen ausgegrenzt, weil sie "anders" sind. Erstmals eröffnet eine Antidiskriminierungsstelle in Karlsruhe, bei der Betroffene Hilfe finden und sich austauschen können.
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Diskriminierungen sind so alt wie die Menschheit selbst. Doch darüber wird wenig gesprochen, oft auch, weil sich die Betroffenen schämen. Niemand sollte sich aufgrund seiner Hautfarbe, Herkunft, Sexualität oder seinem Glauben ausgegrenzt fühlen. Oft ist es jedoch so, dass gerade auf dem Wohnungs- oder Arbeitsmarkt Vorurteile eine große Rolle spielen. Hier setzt die Antidiskriminierungsstelle in Karlsruhe an und will Betroffenen helfen und auch die Bevölkerung aufklären.

Die Hilfe ist anonym und vertraulich

Das bereits seit 20 Jahren bestehende Menschenrechtszentrum eröffnet ab April einen Zufluchtsort für Opfer von Diskriminierungen. Die Leiterin, Aliz Müller, ist Soziologin und seit 2009 Mitglied des Migrationsbeirates der Stadt Karlsruhe, wo Sie sich aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzt. Ein Bekannter der Leiterin sei am Bahnhof angegriffen und beleidigt worden und meldete dies nicht der Polizei.

"Auch wenn wenig Meldungen zu Diskriminierungen bei der Polizei vorliegen, heißt es jedoch nicht, dass es keine  solchen Fälle gibt. Seit ich mich engagiere, kommen viele Menschen persönlich auf mich zu und erzählen mir ihre Geschichte", erzählt Müller. Hilfesuchende werden im Zentrum beraten und über ihre Rechte aufgeklärt. Die Hürde ins Menschenrechtszentrum zu kommen ist niedriger, da die Beratung anonym und vertraulich ist. Auf Wunsch wird auch der Gang zum Polizeirevier unterstützt.

Vor allem die Wohnungssuche ist oft schwierig

Laut Müller ist es wichtig zu schauen, wo diese Fälle auftreten: Sind es einfache Alltagssituationen oder wird häufiger unter bestimmten Bedingungen diskriminiert, zum Beispiel bei der Wohnungssuche? Gerade auf dem Wohnungsmarkt sei die Situation sehr schwierig, erklärt die Soziologin. Wenn sich jemand aufgrund seiner Religion oder Herkunft abgelehnt fühlt, sei dies oft schwer nachzuweisen.

Hier helfen vor allem Aufklärungsarbeit und positive Beispiele, die den Vermietern aufgezeigt werden müssen. Es sei wichtig darüber zu sprechen, da man laut Gesetz oft nichts gegen die Diskriminierung tun könne, sagt Sie.

Die einzige Stelle in ganz Baden-Württemberg

In Karlsruhe gibt es einige Organisationen, die sich um verschiedene Arten von Diskriminierung kümmern. Jedoch ist die Antidiskriminierungsstelle die erste, die sich speziell mit dem Thema Rassismus beschäftigt - sogar die erste in ganz Baden-Württemberg dieser Art und soll ab April die Lücke schließen.

Die offenen Sprechzeiten sollen Dienstag und Donnerstag von 10 bis 18 Uhr stattfinden. Ein Termin ist auch nach Vereinbarung möglich. Anfragen können auch per E-Mail an ads@menschenrechtszentrum.de versendet werden. Am kommenden Donnerstag, 24. März, findet um 19.30 Uhr eine offene Informationsveranstaltung im Internationalen Begegnungszentrum in Karlsruhe statt. Hier wird die Arbeit der neuen Antidiskriminierungsstelle genauer vorgestellt.

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Kommentare [4]
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  • (893 Beiträge) | 23.03.2016 13:32
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    Zu kurz gedacht ...
    ... denn in der kapitalistischen Gesellschaft ist Menschenwürde eine Ware, welche man sich nur so weit leisten kann wie man Geld hat. Daher werden Arme und Arbeitsmarktunverwertbare ausgegrenzt. Bei den Migranten ist dies ja auch häufig der Fall und korreliert mit der Pigemtierung. Aber in gewisser Weise werden da Ursache und Wirkung vertauscht.

    Das ist auch Rassismus ist alten Sinne, bei der auch die soziale Herkunft als Rasse bezeichnet wird. In der englischen Sprache ist dies noch deutlicher als in der deutschen, da bei uns der Begriff in tausend Jahren, die nur zwölf waren, umdefiniert wurde und sich vom alten Begriff stark entfernt hat.

    Der Begriff Rassismus ist durch das viele Umdefinieren und Kreischen unbrauchbar für eine sinnvolle Diskussion geworden. Ich empfehle stattdessen den Begriff „Ausgrenzende Weltbilder“ zu benutzen. Der trifft es besser und liefert keine Nahrung für weiteren (Positiv-) Rassismus, welcher dann doch wieder mit Negativrassismus beantwortet wird.
  • (893 Beiträge) | 23.03.2016 18:11
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    Damit führt die Namensgebung ...
    ... in die Irre. Kein guter Ansatz ... Im Text wird auf die Funktion als Antirassismusstelle hingewiesen und viele weiter verbreiteten Formen der Diskriminierung werden nur am Rand erwähnt oder gar vergessen. Nach der Textbeschreibung ist die Namensgebung also falsch. Und nach dem Text ist die Arbeitsweise sehr wahrscheinlich auf mittlere und lange Sicht kontraproduktiv.

    Zusammen mit dem sehr ungünstigen Timing wegen der Anschläge in Brüssel und der Verknüpfung der Woche des Rassismus mit den Vordenkern der Ausgrenzung von Armen und Erwerbslosen (Spezialdemokraten und OlivgrünInnen) sehe ich da sehr großes Potential ... gegen die angstrebten Ziel, nicht dafür. Propaganda will halt gelernt sein, gelle?
  • (142 Beiträge) | 06.04.2016 13:43
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    Ihre Propaganda läuft ins leere......
    "nur am Rand erwähnt".... Sind Sie Blind (was ich sehr schade fände), oder halt doch nur ein "Berufsstänkerer"? Oder war es Ihnen, ob geistiger Verblendung, nicht möglich, die einleitenden 2 Absätze zu lesen? Aber immerhin trifft die Bezeichnung "Hilfskraft" den Nagel auf den Kopf grinsen !
  • (893 Beiträge) | 06.04.2016 16:39
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    Aber natürlich kann ich sehen und lesen ...
    ... und lese auch zwischen den Zeilen. Konkrete Aussagen zur Diskriminierung werden im Artikel fast nur im Zusammenhang mit der Pigemtierung gebracht. Das ist die aus den USA hereingeschwappte Modewelle mit dem PoC (People of Color). Das Modell funktioniert nicht mehr lange so. Ausgrenzung gehört nun mal zu Deutschland.

    Die Ausgrenzung in Deutschland nach finanziellen Kriterien wurde von Spezialdemokraten und OlivgrünInnen nachhaltig gefordert und gefördert. Daher ist diese für die Masse normal geworden und hat für die Mehrheit bei der eigenen alltäglichen Erfahrung, egal ob aktiv oder passiv, keine richtige Verbindung zu Pigmentierung.

    Die Ausgrenzung geht also weiter, so wie es von Politik und Wirtschaft vorgesehen ist. Ausgegrenzt werden die Armen und Arbeitsmarktunverwertbaren. Wenn man nun ausgleichende Maßnahmen für stark Pigmentierte dagegen setzt verschärfen sich die Konflikte/Ausgrenzung mit den Pigmentdefizitären noch weiter.
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