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18.03.2016 10:27
 
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Integration geht durch den Magen: Karlsruher und Flüchtlinge kochen gemeinsam [0]

Am Samstag kochen Flüchtlinge und Karlsruher zusammen.
Bild:Kai Remmers

Karlsruhe (Ramona Holdenried) - Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Nach einem ähnlichen Prinzip arbeitet ein Koch-Event, das am kommenden Samstag in der Fächerstadt stattfinden soll. Die Idee: Flüchtlinge und Karlsruher kochen und essen gemeinsam. Wie genau das funktioniert, haben die Organistoren ka-news erklärt.
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Über den eigenen Tellerrand hinaus probieren, voneinander lernen, miteinander genießen und freundschaftliche Netzwerke bilden - das ist das Motto eines etwas anderen Koch-Events, das am Samstag im Luise-Riegger-Haus der AWO in Karlsruhe stattfindet. Im Rahmen der Onlinewochen gegen Rassismus hat es sich die "Tellerrand-Community Karlsruhe" zum Ziel gemacht, Menschen zusammenzubringen und Vorurteile abzubauen.

"Jeder kann mitmachen, der gern den Kochlöffel schwingt"

Seit 2015 gibt es die "Tellerrand Community" bereits in der Fächerstadt. Sie ist eines von 20 deutschlandweiten Projekten, die alle über den Berliner Verein "Über den Tellerrand kochen e.V." entstanden sind. Zwei Koch-Events hat die Karlsruher Gruppe bereits organisiert. Der Titel ihrer nächsten Veranstaltung: "Always cook on the bright side of Life".

Das Prinzip ist einfach: In einer Gruppe von 20 bis 30 Personen kochen die Karlsruher zusammen mit Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten. "Die Idee basiert auf der Vision, Geflüchtete und Beheimatete durch gemeinsame Schaffensprozesse auf Augenhöhe zusammen
zuführen und somit zu einer offenen und toleranten Gesellschaft beizutragen", erklärt Lisa Funke von der Karlsruher Community im Gespräch mit ka-news.
 

Kochen mit Flüchtlingen

Die Teams sind dabei immer bunt gemischt, stammen aus vielen verschiedenen Nationalitäten: So waren bei den vergangenen Veranstaltungen Flüchtlinge aus Gambia, Nigeria, Syrien, Albanien, Mazedonien, Serbien oder Sri Lanka mit dabei. Und was wird gekocht? "Bisher haben wir vorher Rezeptideen der Teilnehmer gesammelt, von denen dann einige ausgewählt und kombiniert wurden", schildert Funke. Anmelden könne sich grundsätzlich jeder bei der Veranstaltung. "Prinzipiell kann jeder mitmachen, der gern den Kochlöffel schwingt und offen für neue Begegnungen ist", so Funke.

Dass das Projekt Menschen zusammen bringt, davon ist die "Tellerrand Community" überzeugt. "Durch die bisherige positive Rückmeldung sind wir umso mehr motiviert, weiterhin Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, da Geflüchtete nur selten Kontakte außerhalb ihrer Unterkunft knüpfen können und nachhaltige Eindrücke gesammelt werden konnten", meint Funke. Grundsätzlich ist es denkbar, dass es auch künftig mehr solcher Koch-Events geben wird. "Wir hoffen, auch in Zukunft Förderer zu finden. Wir sind davon überzeugt, dass ein Dialog auf Augenhöhe unabdingbar für eine wirksame Inklusion ist."

Online Wochen gegen Rassismus

Ja zum Meinungsaustausch, nein zu Rassismus! Bei ka-news wird Meinungsfreiheit groß geschrieben und kontroverse Debatten sind für uns ein Ausdruck lebendiger Meinungsvielfalt und ein wichtiger Bestandteil der Demokratie. Doch Meinungsfreiheit endet dort, wo die Menschenwürde missachtet wird. Fremdenfeindlichkeit hat bei uns keinen Platz!

#gegenRassismus

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Unter www.ka-news.de/gegen-rassismus werden wir vom 10. bis 23. März ausführlich über das Thema berichten.

Mit unserer Berichterstattung werden wir die Karlsruher Wochen gegen Rassismus begleiten. Darüber hinaus werden unsere Leser auf ka-news eigene Interviews und Hintergrundberichte rund um das Thema Rassismus finden. Unter dem Hashtag #gegenRassismus werden wir die Aktion in unseren sozialen Netzwerken auf Facebook und Twitter begleiten.

Der Umgang mit der aktuellen Flüchtlingssituation ist ein stark polarisierendes Thema. Als lokales Medium sehen wir es als unsere Aufgabe an, objektiv über die Auswirkungen für Gesellschaft und Politik in Karlsruhe zu berichten. Meinungsfreiheit ist für uns ein hohes Gut, kontroverse Debatten ein Ausdruck lebendiger Meinungsvielfalt und ein wichtiger Bestandteil der Demokratie. Leider mussten wir in jüngster Vergangenheit feststellen, dass Emotionen eine sachliche Argumentation zunehmend unmöglich machten. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, den Kommentarbereich unter diesem Artikel geschlossen zu halten.

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