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08.02.2016 14:30
 
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Unwetter an Fastnacht: Droht dem Karlsruher Umzug das Aus? [16]

Trotzen dem Wetter: Narren in Köln. Foto: Oliver Berg

Karlsruhe (Ramona Holdenried) - Mainz, Münster, Essen und Düsseldorf - hier ist der Rosenmontagsumzug abgesagt worden. Der Grund: Sturm und Dauerregen. Auch in der hiesigen Region haben mehrere Veranstalter die Reißleine gezogen und ihre Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen gestrichen. Fällt nun auch der Karlsruher Fastnachtsumzug ins Wasser?
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Nein, das Wetter macht es den Narren die Tage nicht gerade leicht: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist der Rosenmontag für Hästräger wie für Zuschauer im Südwesten alles andere als gemütlich. Statt Sonne erwarten die Hästräger Schauer und Sturmböen bis zu 90 Kilometern pro Stunde.

Schuld sind "Ruzica" und "Susanna", wie Bernhard Mühr, Diplommeteorologe am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ka-news verrät. "Aktuell beeinflusst uns das Sturmfeld von Tiefdruckgebiet 'Ruzica',
und nach kurzer Wetterberuhigung in der zweiten Nachthälfte erfasst uns Dienstagfrüh schon das nächste Tiefdruckgebiet, das den Namen 'Susanna' trägt", so der Wetter-Experte. Der DWD warnt bereits vor weiteren Unwettern im Südwesten. Ist die Karlsruher Fastnacht in Gefahr?

Fastnacht in mehreren Städten abgesagt

Mehrere Veranstalter in der Region haben auf die stürmischen Wetteraussichten reagiert und ihre Umzüge bereits abgesagt. So meldet beispielsweise die Stadt Rheinstetten, dass der Rosenmontagsumzug in Neuburgweier abgesagt wurde. Als Ausgleich sollte ab 13.30 Uhr ein Narrentreff in der Festhalle Neuburgweier statt finden.

Auch im etwa 20 Kilometer entfernten Neuburg am Rhein fällt die große Sause für die Narren ins Wasser: Aufgrund der anhaltenden schlechten Wetterbedingungen wurde vonseiten des Veranstalters und der Polizeiinspektion Wörth am Montag gegen 10.30 Uhr entschieden, den Rosenmontagsumzug in Neuburg am Rhein abzusagen. Man bedauere die Entscheidung, könne aber die Sicherheit der Teilnehmer und Zuschauer bei den derzeitigen Windstärken nicht gewährleisten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Aussichten für Dienstag machen vielen Fastnachtern ebenfalls Sorgen. "Sowohl der traditionelle Rauentaler Fastnachtsumzug als auch die Fastnachtsbeerdigung vor dem Historischen Rathaus wurden aus Sicherheitsgründen abgesagt", teilt die Stadt Rastatt mit. Zudem habe man entscheiden, den Narrenbaum auf dem Marktplatz von der Feuerwehr wieder abbauen zu lassen.

Karlsruhe will Wetterverhältnisse beobachten

Die Wetteraussichten sind für die Karlsruher Fastnachter nicht rosig. "Der Wind legt im Verlauf des Dienstagvormittags wieder kräftig zu und um die Mittagszeit sowie am Nachmittag kann der Wind in Böen erneut Geschwindigkeiten zwischen 80 und 100 Kilometern pro Stunde erreichen", meint Mühr. Mit Sturmböen müsse bis zum Abend gerechnet werden.

Die Stadt will das Wetter weiter beobachten, wie eine Pressesprecherin auf Nachfrage von ka-news erklärt. Der Stand am Montagmittag: Die Karlsruher Fastnacht findet nach wie vor statt. Sollte sich eine Änderung ergeben, will die Stadt die Narren informieren.

Auf eines müssen diese sich aber auf jeden Fall einstellen: Bei Temperaturen zwischen 10 und 12 Grad wird es nass. "Zum Wind gesellt sich Regen, der sich am Vormittag von Frankreich her ausbreitet und kräftig sein kann. Am Nachmittag sind auch mal kürzere Regenpausen drin, die Sonne lässt sich aber nicht blicken", so der KIT-Wetter-Experte.

Aktualisierung, Dienstag 10.05 Uhr:

Gute Nachrichten für alle Fastnachter: Wie die Stadt in einer Pressemitteilung erklärt, wird der Karlsruher Fastnachtsumzug wie geplant stattfinden. Nach dem stürmischen Rosenmontag mit Böen von bis zu Windstärke neun ginge die Wetterprognose im Zeitfenster des Fastnachtsumzugs von einer vorübergehenden Wetterberuhigung in Karlsruhe aus.

"Die Meteorologen erwarten, dass es weniger stürmisch sein wird im Vergleich zum Rosenmontag", gibt Björn Weiße, Amtsleiter des Ordnungsamtes, am Dienstagmorgen grünes Licht für das Narrenspektakel. Weiße war Leiter einer Abstimmungsrunde am Dienstagmorgen in der Branddirektion Karlsruhe. Die Branddirektion hatte nach laut Stadt Dauerbeobachtung am Montag vorsorglich für Dienstagmorgen den engeren Kreis des Verwaltungsstabs einberufen, um die Lage aus unterschiedlichen Fachsichtweisen zu erörtern. Im Verwaltungsstab vertreten waren neben der Stadt auch die Fachberater Polizei, leitende Notärzte sowie Sicherheit sowie ein Prüfingenieur.

Bis zu Beginn des Umzugs um 14.11 Uhr werden nun noch neuralgische Punkte der Umzugsstrecke betrachtet, der Prüfingenieur wird bei der Abnahme der Umzugswagen einen fachkundigen Blick auf die Windsicherheit von Fahrzeug und Aufbauten werfen, heißt es weiter. "Sollte das Wetter doch noch unvorhergesehen zu unseren Ungunsten umschlagen, müsste gegebenenfalls der Umzug auch abgebrochen werden", stellt Weiße klar.

Stadt und Polizei hatten im Vorfeld für die diesjährigen Fastnachtsumzüge die Sicherheitskonzepte intensiv besprochen und dabei verschiedenen Szenarien, darunter auch Sturm, durchdacht. Das Sicherheitskonzept sieht für alle Umzüge eine verstärkte Präsenz von Einsatzkräften vor. Hilfesuchende können sogenannte SOS-Inseln aufsuchen. Ein kleiner Sicherheitsflyer gibt Hinweise zur Sicherheit – im Vorfeld und während der Veranstaltung.

Wie sehen die Aussagen der nächsten Tage aus? Hier geht's zum Wetter!

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Kommentare [16]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (119 Beiträge) | 08.02.2016 18:37
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    die Stimmung ist heute abend
    in der Stadt schon ziemlich karnevalistisch, da wäre es schade, wenn morgen der absolute Höhepunkt entfällt
  • (500 Beiträge) | 08.02.2016 19:13
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    Ich hab noch fast keine Faschingskaschper gesehen.
  • (1460 Beiträge) | 08.02.2016 17:22
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    da wird viel Wind um Wind gemacht
    im Moment ist es doch fast windstill und naß
  • (813 Beiträge) | 08.02.2016 18:20
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    Naja,
    war gerade zu Fuß in der Gerwigstraße unterwegs (Höhe EnBW) und mich hats regelrecht umgeblasen.
  • (500 Beiträge) | 08.02.2016 19:14
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    Solltest du vielleicht mehr essen?
  • (92 Beiträge) | 08.02.2016 17:46
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    Wo wohnst du?
    Also nicht in KA und Umgebung, oder?
  • (107 Beiträge) | 08.02.2016 17:13
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    Sind meine Kindheitserinnerungen
    alle zu stark weichgezeichnet oder war früher nicht mal ein Schneesturm ein Problem ?
    Täuscht mich mein Eindruck das heute schon bei einem lauem Lüftchen Hysterie ausbricht ? Und das wegen 3 m Schnee,nebeneinander,schon ein Wetterchaos ausgerufen wird ?
  • (1147 Beiträge) | 08.02.2016 17:37
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    Hast recht
    Seit Im Internet immer wieder sog. Wetterwarnungen veröffentlicht werden, werden alle paranoid.

    Warnung vor Starkregen finde ich hier besonders klasse. Das gab es noch nie, die Menschheit wird sterben.

    Auch 2cm Schnee sind für den verwöhnten Wohlstandsbürger im SUV nicht zu beherschen.

    Als der "Lothar" durch Karlsruhe (und die Region) fegte war ich im Auto durch die Pfalz unterwegs, immer den Dachziegeln ausweichend. Da gab es aber noch keine Unwetterzentrale.
  • (1054 Beiträge) | 09.02.2016 08:26
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    Unwetterwarnungen
    Das hat nichts mit dem Internet zu tun. Es gab vor ein paar Jahren mal heftige Kritik am DWD weil man vor einem schweren Sturm nicht rechtzeitig gewarnt hat. Als Folge wurde die Warnschwelle abgesenkt und seit dem gibt der DWD gefühlt am Tag 20 Unwetterwarnungen raus damit man nicht wieder dasteht und sich anhören muss warum man nicht rechtzeitig gewarnt habe. Leider schießt man damit komplett über das Ziel hinaus und es nimmt kaum noch jemand die Unwetterwarnungen ernst.

    Für Veranstalter ist es aber halt ein Problem, sobald es eine ofizielle Unwetterwarnung gibt, man die Veranstaltung durchzieht und es passiert dann ausnahmsweise wirklich etwas sitzt man auf der Anklagebank. Es wäre mal dringend angebracht, dass man die Warnschwelle für Unwetter wieder sinnvoll justiert.
  • (366 Beiträge) | 09.02.2016 09:15
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    Exakt.
    Genau das ist das Problem - wenn was passiert, wird gemeckert, wie man so eine Veranstaltung trotz Sturmwarnung verantworten konnte und wenn nichts passiert, macht man sich über Warnungen und Bedenken lustig. Der gemeine Pöbel hat es ja einfach: er besucht diese Veranstaltungen lediglich und sieht sich für nichts verantwortlich.
  • (107 Beiträge) | 08.02.2016 17:47
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    Habe ja nichts gegen Unwetterwarnungen
    aber immer gleich alles frühzeitig absagen,in Köln is et ja nochmal jut gegang oder so ähnlich,naja immerhin können die jetzt über die Düsseldorfer lachen was für dieses Völkchen ja auch neinen Nennwert hat.
  • (1054 Beiträge) | 09.02.2016 08:27
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    Absagegrund
    Ganz einfach: Führt ein Veranstalter sein Ding trotz offizieller UNwetterwarnung durch und es passiert dann ausnahmsweise wirklkich mal was kann er ganz sicher mit Schadensersatzklagen wegen grober Fahrlässigkeit rechnen die ziemlich sicher Erfolg haben werden.
  • (92 Beiträge) | 08.02.2016 17:02
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    Wichtig ist,
    dass die erwarteten 400000 Zuschauer rechtzeitig informiert werden. Nicht dass wegen des Wetters nur 250000 kommen, das wär natürlich eine Katastrophe.
  • (4802 Beiträge) | 08.02.2016 21:59
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    Sind das nicht jedes Jahr
    mindestens 450000 Zuschauer. grinsen
  • (500 Beiträge) | 09.02.2016 01:59
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    Nein
    mindestens 100 Millionen. Denn 1,2 Mio haben schon in einen Miniplatz im Schloßgarten gepasst, in so einen unsäglichen Nichteigentumsholzpavillon. Man steinige die Verantwortlichen, wenn es der Sache hilft.
  • (128 Beiträge) | 08.02.2016 16:56
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    Kein
    Umzug wäre zwar schade aber Sicherheit geht vor.Lieber in Hallen etc.feiern.
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