- Fasching im Landkreis Karlsruhe:
Fastnachtsumzug Karlsruhe: 280.000 Narren rufen "Helau!"
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Karlsruhe (mda) - Helau! Gutsele! Konfetti! Närrisches Treiben in der Karlsruher Innenstadt: Bei bombastischem Wetter säumten am Faschingsdienstag etwa 280.000 Narren die Straßen. Der 80. Karlsruher Fastnachtsumzug hatte neben Konfetti-Regen und Gutsele-Parade durchaus politische Themen parat.

Seit 1841 schlängelt sich der närrische Lindwurm durch Karlsruhe. In diesem Jahr zum 80. Mal. Rund 80 Musik- und Faschingsgruppen aus der Region und der Schweiz nahmen teil. Von Gugge-Musik über Fanfarenträger, Hexen, Tanzmariechen und Motivwagen war alles dabei. Nach Veranstalterangaben säumten etwa 280.000 Fastnachtsfreunde die Straßen und sammelten Gutsele, Lollys, Klopfer oder andere Geschenke.
Gutsele-Regen und Konfetti-Kanone
Die bunte Gutsele-Parade startete mit etwa drei Tonnen Süßwaren im Gepäck um 14.11 Uhr am Adenauerring. Der Fastnachtsumzug schlängelte sich vom Durlacher Tor über die Kaiserstraße, Postgalerie, Stephanplatz und Beiertheimerallee bis zum Festplatz an so mancher Baustelle vorbei. Dabei stand der Zug unter dem Motto: "In jedem Eck e riesig's Loch, in Karlsruh läuft der Umzug doch". Damit sollten die Bauarbeiten für die Kombilösung auf die Schippe genommen werden.
So wurde das Thema "Baustellenstadt Karlsruhe" von verschiedenen Gruppen aufgegriffen. Ein Motivwagen des Festausschusses Karlsruher Fastnacht (FKF) beschäftigte sich mit dem Verkehrschaos rund um die Kombilösungs-Baustellen und nahm verwirrende Umleitungen, Bauzäune und die Suche nach Blindgängern aufs Korn. "Wo geschdern noch die Stroß war frei - kann morgen scho'e Baustell sei" - so der Beitrag der GroKaGe 1908 Durlach zu diesem Thema.
Baustellenstadt und KSC
Humor bewiesen auch die Karlsruher Bürgermeister. Die Karnevalsgesellschaft Humoristika 1928 hatte auf ihren Wagen ein Modell des Karlsruher Rathauses gebaut. Aus den Fenstern schauten die Karlsruher Bürgermeister hinaus. Dazu stand geschrieben: "Karlsruh' hat ein Exoten (Rat)haus, da schauen die Exoten (grad) raus!". Baubürgermeister Michael Obert warf persönlich Gutsele vom "Rathaus-Wagen".
Auch der Karlsruher SC bekam sein Fett weg. "KSC - langsam geh'n die Lichter aus?", hieß es auf Motiv-Wagen Nummer 24. Das Lebenslicht des KSC drohte vom "Profi-Fußball" augeblasen zu werden. Doch aufgrund der Leistungssteigerung der Blau-weißen hatte man kurzfristige umdisponiert und fragte eher: "KSC - langsam geh'n die Lichter an?"
Das Partnerstädte-Jubiläum wurde mit knallenden Sektkorken auf einem Motiv-Wagen illustriert. In diesem Jahr feiert Karlsruher unter anderem 25 Jahre Partnerschaft mit der Stadt Halle. Daher mischten auch Fastnachter aus Halle beim Umzug mit. Aus der Schweiz waren unter anderem die Gugge-Musiker "Lady Killer" aus Zürich angereist.
Der Verein Bombastisch griff als einzige Gruppe die kommende Oberbürgermeister-Wahl auf. Als Tampons verkleidet fragten die Fastnachter: "O.B.-Wahl 2012 - eine saubere Entscheidung?!" Neben den Motiv-Wagen darf bei einem Umzug natürlich nicht das "Fußvolk" fehlen. So wurden die Zaungäste von Hexen, Kobolden, Geistern, Papageien und andere Paradiesvögeln mit Konfetti eingeseift oder mit Süßigkeiten beschenkt.
Helau, Gutsele und gute Laune
Bereits um 11.11 Uhr hatte die Erste Bürgermeisterin Margret Mergen und der Festausschuss Karlsruher Fastnacht zum närrischen Empfang ins Karlsruher Rathaus eingeladen. Vor rund 120 gutgelaunten Gästen, darunter auch 60 Aktive des Fastnachtsumzugs sowie 20 Gäste aus der Karlsruher Partnerstadt Halle, gab FKF-Präsident Jürgen Olm traditionell den Rathaus-Schlüssel wieder an Bürgermeisterin Mergen zurück.
Am 11. November hatten die Narren symbolisch die Macht im Rathaus übernommen. Mit einem dreifach kräftigen Helau stimmte Mergen die Anwesenden auf den folgenden Umzug ein. Neben etlicher lokaler Politikprominenz aus Landtag, Bundestag und Gemeinderat, machte auch Miss Westdeutschland Christina Heuler aus Karlsruher eine gute Figur.
Die Polizei Karlsruhe ist zufrieden mit dem Verlauf des Umzugs. Bis zum Nachmittag seien zehn Personen meist aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums in Gewahrsam genommen worden. Des Weiteren wurde eine Körperverletzung, ein Diebstahl und eine Beleidigung angezeigt. Insgesamt seien 200 Polizisten im Einsatz gewesen.
Hier gibt's die ersten Bilder vom Karlsruher Fastnachtsumzug und der Schlüsselübergabe im Rathaus.
Wo die Narren außerdem unterwegs waren: Alle Bilder gibt's in unserem Faschingsdossier. Außerdem: Wir haben beim Fastnachtsumzug Stimmung eingefangen. Lesen Sie am Mittwoch, was die Karlsruher Besucher zum Umzug gezogen hat.
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Mehr zu: Fasching Fastnacht Umzug
- (319 Beiträge) | 21.02.2012 19:09280 Tausenddie zahlen werden immer schamloser!!!
- (89 Beiträge) | 21.02.2012 19:47Da waren mindestens 250.000 ...... die unten im Tunnel drin gerufen haben.
Die Du oben gesehen hast waren die restlichen 30.000!
Karlsruhe: viel vor. ... - (196 Beiträge) | 22.02.2012 13:52Angaben vom VeranstalterWir haben die Besucher nicht selbst gezählt und berufen uns auf die Angaben der Organisatoren. Der Karlsruher Festausschuss hat die Zahl 280.000 genannt.
- (339 Beiträge) | 21.02.2012 19:44Genau!!!!!!!280000 Tausend Beine
- (3815 Beiträge) | 21.02.2012 23:31wenn,dann 560.000 Beine !
- (749 Beiträge) | 21.02.2012 19:52solangnix passiert werden die Zahlen schamlos nach oben torpediert. Aber wenn was passieren sollte warens nur noch 1/4 von den "geschätzten Besuchern", siehe Duisburg vor 1,5 Jahren...
- (8653 Beiträge) | 21.02.2012 20:01280.000 NarrenWow, dann gehör ich zu den 20.000 die daheim blieben...
- (7467 Beiträge) | 21.02.2012 20:23-->
- (38 Beiträge) | 21.02.2012 22:07Helau?Ich bezweifle, dass alle "280000" HELAU riefen^^
Ich kenn´ mindestens ... wenn net noch mehr, die Narri Narro riefen ;O)
Ein dreifach donnerndes Narri - Narro!!! - (20148 Beiträge) | 21.02.2012 23:38Wie immerdas kleine Rechenspielchen:
Sagen wir Streckenlänge 3000 Meter. Zuschauer auf beiden Seiten ergäbe 6000 Meter. Das mal zehn Meter gibt 60000 Quadratmeter. Das mal vier gibt 240000.
Wenn also 24000 Zuschauer da sind müssten diese auf der GESAMTEN Streckenlänge zehn Meter tief auf beiden Seiten stehen und vier Personen müssten sich einen Quadratmeter teilen.
Ein Witz. - (20148 Beiträge) | 21.02.2012 23:39Im zweiten Absatzfehlt eine Null - 240000 muss es heissen.
- (749 Beiträge) | 22.02.2012 01:07machsch'snägschde mol oifach nen K dohinna, dann kannsch di net vertippe!

ach ja: gute Rechnung! wenn 50k gestern da waren, waren's schon viele! :D - (216 Beiträge) | 22.02.2012 11:42Es sei denn...... jeder der Helau-Narren trägt noch einen Affen mit sich rum (was ja nicht unwahrscheinlich ist). Dann wären's nur noch 2 pro m². Und im Suff sieht man doppelt, also nur noch ein Narr pro m². So könnte es gewesen sein... oder ganz anders, ich war ja nicht dabei (als einer von ca. 5.999.720.000)
- (1203 Beiträge) | 22.02.2012 13:24Abgesehen....dieses Rechenbeispiels, diese -angebliche- Zuschauerzahl entspricht ein ca. zehnmal(!!) ausverkauftes Widparkstadion.
Über unzählige Stunden wäre sowohl der öffentliche, als insbesondere der individuelle Strassenverkehr in KA völlig zusammen gebrochen, nichts dergleichen ist gestern passiert, bereits eine halbe Stunde nach dem Umzug ist alles völlig normal gelaufen, von daher ist diese Zuschauerangabe ein wohl sehr schlechter Treppenwitz... - (1260 Beiträge) | 22.02.2012 14:10selbst bei nur 200.000hätte der öffentliche, sowie der individualverkehr, bei der gegenwärtigen baustellensituaion in karlsruhe zusammenbrechen müssen. bereits eins ausverkaufter wildpark bringt kvv, sowie die zufahrtsstraßen in größte bedrängnis.
- (1078 Beiträge) | 21.02.2012 23:57kann ma des..im nächsten Jahr net einfach absagen?
- (20148 Beiträge) | 22.02.2012 00:06In Berlinspinnen sie wenigstens net rum. Oder wenigstens anders, dafür aber das ganze Jahr.
- (1078 Beiträge) | 22.02.2012 08:57so muss..
- (559 Beiträge) | 22.02.2012 00:51Die Veranstalterscheinen der Ansicht zu sein die Leute seit Jahren für dumm verkaufen zu können, oder ihr Alkoholspiegel ist so hoch, dass sie alles doppelt sehen.
- (339 Beiträge) | 22.02.2012 06:42Glaubt ihr mir jetzt280000 Beine müssten stimmen,560000 sie viel zuviel !!!! wo sollen die hin stehen bei diesen Verkehrschaos in Karlsruhe,oder waren ein paar Tausend schon ihm Untergrund ?




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