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Karlsruhe Atomprotest in Karlsruhe: EnBW verweigert Annahme neuer Atommüll-Fässer

"Atommüll strahlt 100.000 Jahre - die Fässer rosten jetzt schon nach wenigen Jahren!" Unter diesem Motto haben Karlsruher Atomkraftgegner am Montag dem Karlsruher Energiekonzern EnBW neue und intakte Atommüll-Fässer überreichen wollen. Der Konzern habe jedoch die Annahme verweigert. Das teilten die Atomgegner in einer Pressemitteilung mit.

Nachdem verrostete Atommüll-Fässer nicht nur in Asse, Brunsbüttel und Krümmel, sondern jetzt auch im Atomkraftwerk (AKW) Neckarwestheim gefunden worden seien, brachte eine Gruppe von Karlsruher Atomkraftgegner neue Fässer zur EnBW-Zentrale in Karlsruhe.

Atomgegner fordern Stilllegung der AKWs in Baden-Württemberg

Leider habe die EnBW die Annahme der Fässer verweigert, so die Atomgegner. Unverrichteter Dinge mussten die AKW-Gegner daher wieder abziehen, allerdings mit dem Versprechen: "Wir kommen (immer) wieder - solange die EnBW auf Atomkraft setzt." Die Atomkraftgegner forderten zudem die sofortige Stilllegung der AKWs Philippsburg 2 und Neckarwestheim 2.

Die EnBW Kernkraft GmbH (EnKK) erklärte kürzlich, dass sie momentan an ihren Standorten eine Überprüfung von Fässern durchführe, die der Lagerung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen dienten. Hintergrund sei die Information über beschädigte Abfallfässer, die bei Inspektionen in einem Lager für radioaktive Abfälle im Kernkraftwerk Brunsbüttel festgestellt worden waren. Insgesamt lagern an den Standorten der EnKK rund 7.000 dieser Fässer. Bei den laufenden Überprüfungen wurde nun an einem mit Schlamm gefüllten Rollreifenfass am Standort Neckarwestheim Korrosion festgestellt, wie das Karlsruher Unternehmen mitteilt.

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