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11.01.2016 17:52
 
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Karlsruhe muss sparen: Bürger befürchten Jugendtreff-Schließung in Nordweststadt [56]

(Symbolbild)
Bild:ka-news

Karlsruhe (Ramona Holdenried) - Karlsruhe muss den Gütel enger schnallen: Nach den gegen­wär­ti­gen Prognosen käme bis 2019 im städtischen Etat ein Fehlbetrag von 404 Millionen Euro zusammen. Der Plan: Durch eine Reihe von Maßnahmen zur Haushaltsstabilisierung soll die Handlungsunfähigkeit der Fächerstadt abgewendet werden. Darunter soll sich auch ein Vorschlag befinden, der vor allem in der Nordweststadt für Unmut sorgt: Die dortige Bürgermeinschaft fürchtet eine Schließung ihres Jugendzentrum.
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Die Stadt Karlsruhe muss sparen: Prognosen zufolge wird das Minus im Ergeb­­nishaus­halt konti­­nu­ier­­lich ansteigen und allein im Jahr 2022 bei über 110 Millionen Euro liegen. Die Fächerstadt will mit einer Haushaltsstabilisierung gegenlenken: Bis 2022 sollen insgesamt 107 Millionen Euro eingespart werden. Damit dies möglich ist, muss jetzt mögliches Sparpotential ermittelt werden.

Dazu wurden im Frühjahr 42 themenbezogene Arbeitsgruppen bei der Stadt eingerichtet. In einem dreimonatigen Prozess, sollten sie in allen Dienststellen die Aufgaben, Tätigkeiten und Organisation der Ämter hinterfragen. Doch nicht nur die internen Abläufe, sondern auch die Priorität bei Großinvestitionen steht auf dem Prüfstand. Anfang Dezember meldete die Stadtverwaltung, man habe in den Basisgruppen rund 500 Vorschläge mit einem Verbesserungspotential von über 506 Millionen Euro für die nächsten sechs Jahre erarbeitet.

Jugendtreff schließen? Bürger kritisieren Vorschlag des Ausschusses

In der Nordweststadt betrachtet man die Haushaltskonsolidierung derweil mit großer Sorge.Die dortige Bürgergemeinschaft fürchtet um ihren Kinder- und Jugendtreffs (KJT), welcher sich derzeit im Neubau der Werner-von-Siemens-Schule befindet. In einem Brief an Oberbürgermeister Frank Mentrup, der ka-news vorliegt, heißt es: "Am 17. Dezember 2015 wurden wir vom Stadtjugendausschuss darüber informiert, dass der KJT in Rahmen der Maßnahmen der Haushaltskonsolidierung in seiner jetzigen Form geschlossen und mit einem veränderten Nutzungskonzept an dem Aktivspielplatz weitergeführt werden soll."

Nach eigener Aussage lehnt die Bürgergemeinschaft sowohl eine Schließung als auch eine Verlagerung des KJT an eine weiter außerhalb gelegenen Stelle entscheiden ab. Weder für die Bürgergemeinschaft noch für die Kinder und Jugendlichen des Karlsruher Stadtteils sei die von der Stadt vorgeschlagene Maßnahme nachvollziehbar. "In der Nordweststadt leben fast 12.000 Einwohner, davon über 1.000 im Alter von sechs bis 18 Jahren", mahnt die Bürgergemeinschaft in ihrem Brief. Gleichzeitig verfüge die Nordweststadt über keine alternativen Treffpunkte oder Aufenthaltsorte für Jugendliche.

"Wir kritisieren den Vorschlag des Stadtjugendausschusses, ausgerechnet der Nordweststadt als einzigem Stadtteil den Jugendtreff zu schließen", erklärt die Bürgergemeinschaft, "eine mögliche Schließung kann unter den derzeitigen Verhältnissen beim besten Willen nicht als Anpassung an jugendliche Bedürfnisse bezeichnet werden." Die Bürger befürchten, dass ausgerechnet Kinder und Jugendliche aus ärmeren Milieus von einer solchen Einsparung getroffen werden.

"Das ist nur einer von etwa 500 Vorschlägen"

In einem Punkt gibt ein Pressesprecher der Stadtverwaltung auf Nachfrage von ka-news Entwarnung: Eine Schließung des Jugendtreffs sei zu keiner Zeit vorgesehen gewesen, so Bernd Wnuck. Der Stadtjugendausschuss habe vielmehr vorgeschlagen, die Mittagsbetreuung des KJT an einer anderen Stelle anzubieten. Doch auch die Verlagerung ist bisher noch nicht in Stein gemeißelt. Wnuck betont: "Dieser Vorschlag ist nur einer von rund 500 Vorschlägen. Es handelt sich lediglich um eine mögliche Maßnahme, wie man das Einsparvolumen meistern könnte."

Konkrete Pläne, den KJT in seiner jetzigen Form zu verändern, gebe es noch nicht. "Letztendlich bedarf es der Entscheidung des Gemeinderats, welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden und welche nicht", erklärt der Pressesprecher. Vorerst wird dieser aber nicht über die Zukunft des Jugendtreffs entscheiden: "Der Vorschlag des Stadtjugendausschusses greift nicht vor 2019 und ist für diesen Doppelhaushalt nicht relevant."

ka-news Hintergrund:

Der Zeitplan der Haushaltsstabilisierung wurde im Frühjahr folgendermaßen angesetzt: Bis Ende 2015 sollen Ergebnisse vorliegen, eine politische Beschlussfassung wird im ersten Quartal 2016 erwartet, damit die ersten Ergebnisse in den Haushalt 2017/2018 einfließen können. Das von Gemeinderat und Stadt in Gang gesetzte Gegensteuern bedeutet für 2017 ein Einsparvolumen auf der Ausgabenseite von insgesamt 8,7 Millionen Euro. Im Haushaltsjahr 2018 sollen die Einsparungen auf 28,2 Millionen steigen, 2019 gar auf 44 Millionen Euro. Bei Umsetzung der Vorgaben erreicht die Stadt bis 2022 eine Einsparsumme in Höhe von insgesamt 107 Millionen Euro.

Notwendig wird der Prozess, weil die Aufwendungen stärker wachsen als die Erträge. Die Zahlen der mittelfristigen Finanzplanung und der Prognosen für die Jahre 2017 bis 2022 lassen ein von 8,6 Millionen auf 113,5 Millionen Euro steigendes Minus im Ergebnishaushalt erwarten. Zu den Eckpunkten gehören: ein ab 2017 ausgeglichener Ergebnishaushalt, neue Aufgaben nur bei entsprechender Gegenfinanzierung zu übernehmen und die Mitarbeiterschaft wie auch die Beteiligungsunternehmen in den Strategieprozess einzubeziehen.

Mehr Infos zum Thema gibt es hier: Haushalt droht Schieflage: Karlsruhe muss den Gürtel enger schnallen 
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Kommentare [58]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (1162 Beiträge) | 12.01.2016 21:48
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    ?
  • (4 Beiträge) | 12.01.2016 20:18
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    Aus der flexiblen Nachmittagsbetreuung
    Nicht nur die Horte werden sterben. Auch für die flexible Nachmittagsbetreuung werden die Gelder gestrichen, sobald eine Ganztagesschule eingerichtet ist.
    In Durlach wurde nun die dritte Grundschule in eine Ganztagesschule umgewandelt. Welche Wahlfreiheit bleibt dann Eltern noch? Ausweichen auf einen anderen Stadtteil mit flexiblen Nachmittagsangeboten?
    Die von grün-rot versprochene Qualität in der Ganztagesschule wird pädagogisch wertvoll mit aus dem Ruhestand reaktivierten Lehrern sicher gestellt, denn neben Erziehern mangelt es nun auch an Lehrkräften im Land. Nachmittags wird dann ein Erzieher ausreichen müssen, denn vormittags schafft das ja auch ein Lehrer allein. Damit soll dann individuelle Förderung und mehr Chancengerechtigkeit erreicht werden? Das Konzept der rhythmisierten Ganztagesschule liest sich wie ein Märchen und wird mit den finanziellen Mitteln auch eins bleiben. Andere traumhaft flexible und qualitativ hochwertige Betreuungsangebote werden dafür geopfert.
  • (624 Beiträge) | 12.01.2016 18:59
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    ............hätte man nicht eine derart
    horrende Summe für dieses Projekt Stadtgeburtstag "verballert", dann wäre jetzt wenigstens ein wenig Kohle für sinnvollere Dinge vorhanden.
  • (268 Beiträge) | 12.01.2016 17:50
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    es wird immer versucht als Erstes an den Schwachen zu sparen
    Oft haben die keine Lobby und Fürsprecher.Erst vor einigen tagen habe ich wieder gehört das über 5000 Kinder alleine in Karlsruhe unterhalb der Armutsgrenze leben,das ist doch der Hammer.Und da sind die Eltern bestimmt nicht alle Alkis oder Arbeitsscheu.
    Zornig macht mich auch Heute noch das versuchte sterben lassen der Beratungsstelle für Mädchen um die VIP-Sitzplätze auf der Rennbahn in Iffezheim bezahlen zu können.Da handelte es sich seltsam um fast die gleichen Summen.schaut man genauer hin wird man noch genug andere Beispiele finden.
    Jetzt gibt es auch imme rhäufiger Forderungen KITAs rund um die Uhr zu öffnen,damit die Eltern immer schön auch Schicht arbeiten können.Toll,so gewöhnen sich dann schon auch die Kleinsten an Schichtarbeit.Eigentlich sollte man doch Arbeiten umd Leben zu können,aber nicht Leben um zu Arbeiten."So fließt das Leben wie am Band dahin".
  • (690 Beiträge) | 12.01.2016 13:57
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    Erst der Anfang!!!
    Da werden noch viele andere Einsparvorschlöge kommen, die gewissen Lobbyisten noch mehr weh tun werden. Dann haben nämlich die Stadträte ein Proiblem, ihre Klientel das zu verklickern, denen sie voher die finanziellen Mittel zugesichert haben. Sehr schön, dass sie nun von der Realität eingeholt werden. Im kulturellen, vor allem sozikulturellen und im sozialen Bereich muss (leider) auch gespart werden.
  • (53 Beiträge) | 12.01.2016 13:07
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    Der Jugend
    Wo bleibt der Herr Käuflein der ist doch immer an Vorderster Front wen es geht um Öffentlichkeit immer nur zu grinsen in die Kamera nutzt niemanden.
    Er als Vertreter der Nordweststadt im Gemeinderat sollte seine Stimme erheben.
    Der Jugendtreff muss bleiben.
  • (690 Beiträge) | 12.01.2016 13:49
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    Viel interssanter ist die Rolle von SPD Stadttat Dr Fechler, der
    auch das Amt des Bürgervereinsvorsitzenden inne hat. Im BNN Bericht hat er nämlich gewisses Verständnis für die Stadtvorhaben geäußert. Jetzt rächt es sich halt, dass man zwei Ämter hat, die einen Interessenskonfklikt hervorbringen. Das war absehbar. Daher keine leitenden Funkrionen von Stadträten in Vereinen!!!
  • (293 Beiträge) | 12.01.2016 12:44
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    Genau diese Vorgehensweisen der Vergangenheit
    fliegen Deutschland gerade um die Ohren.
    Die Schließungen von Kinder- und Jugendtreffs haben oft die Auswirkung, dass diese dann auf der Straße "spielen". Dort werden sie dann von Organisationen jeglicher Ausrichtung "aufgefangen" und es wird ihnen vermittelt, dass sie bei ihnen eine Gemeinschaft finden, die sie unterstützt und versteht. Und schon haben wir die nächsten Radikalen (egal, ob rechts, links, religiös). Aus den Fehlern der Vergangenheit sollte man lernen und den jungen Menschen nicht ihre (oft einzigen) Zufluchtsräume nehmen. Es gibt bestimmt etliche Vorhaben, die eine Menge Geld kosten aber so gut wie keinen Nutzen haben oder nur durchgeführt werden, weil es gerade dafür einen Zuschuss gibt o. ä.
  • (195 Beiträge) | 12.01.2016 14:31
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    Wenn du dich da mal nicht irrst!
    Jugendtreffs sind und waren schon immer beliebte Orte um junge Menschen auf eine bestimmte Seite zu ziehen.
    Handlungsreisende, Platzpatronen und JRs geben sich dort die Klinken in die Hand. Nicht zu vergessen die ganzen "Japanerinnen".
  • (7258 Beiträge) | 12.01.2016 15:32
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    Eher umgekehrt
    Jugendtreffs werden von normalen und insbesondere ausländischen Jugendlichen oft deshalb gemieden,weil das Klientel,dass sich da gerne aufhält,einem Spektrum angehören mit denen die genannten Personen nun wirklich nichts zu tun haben.
    Ob das bei diesem Treff auch so ist weiss ich nicht.
  • (195 Beiträge) | 12.01.2016 17:19
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    Entschuldigung,
    ich habe ganz vergessen, die Sozialarbeiter und Jugendbetreuer werden ja alle von der Pegida gestellt, richtig?
    Jugendtreffs sind und waren schon immer ein beliebter Tummelplatz der linken Agitatoren, da kannst du mir sagen was du willst!
  • (450 Beiträge) | 12.01.2016 19:24
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    Das ist
    auf jeden Fall so. Allerdings dürfte es hier auch einen sehr grossen Unterschied zwischen Stadt und Land geben.

    Unvoreingenommene Frage: Wie ist denn der Jugendtreff um den es geht allgemein besucht?
  • (456 Beiträge) | 12.01.2016 18:01
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    Sozialarbeiter
    Jugendlleiter von der Pegida, Klasse, wie der Bachmann aus Dresden,
    mehrfach wegen Körperverletzung vorbestraft oder Flachmann-Hugo aus Oberreut, der wär auch nicht schlecht, läuft immer mit!
  • (9 Beiträge) | 12.01.2016 10:23
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    Nicht nur Jugendtreffs auch Horte werden sterben
    Na, wo ist denn das Problem? In ein paar Jahren braucht sowieso keiner mehr Kinder- und Jugendhäuser, Horte, Musikschulen, Sportvereine oder sonstige flexible Nachmittagsbetreuungen der Kinder. Oder???
    Die zurzeit bestehende bunte Auswahlmöglichkeit an Angeboten für unsere Kinder wird so wie heute nicht mehr existent sein, weil die Kinder nachmittags nur noch in der verpflichtenden Ganztagsschule betreut werden können. Die Qualität der Ganztagsschulen muss auch nicht wirklich überprüft werden, da Eltern aufgrund fehlender Konkurrenz keine alternativen Nachmittagsangebote wählen können und so die Ganztagsschule durch den Wechsel zu anderen flexiblen Nachmittagsangeboten nicht abstrafen können.
  • (890 Beiträge) | 12.01.2016 12:25
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    Kein Wunder sind die Franzosen, Briten, Finnen ...
    so seltsame Menschen geworden ... gehen dort schon immer Schüler in GAnztagsschulen.
    International steht Deutschland damit nahezu allein mit der bisherigen Halbtagsschule.

    Sehr seltsam, meinen Sie nicht auch?
  • (9 Beiträge) | 12.01.2016 15:02
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    Die klassische Halbtagsschule
    Die klassische Halbtagsschule in Baden-Württemberg wird schon seit Jahren von nachmittäglichen Betreuungsangeboten umrahmt. Es wird also seit Jahren quasi eine „offene Ganztagsschule“ praktiziert in Zusammenarbeit mit Horten oder anderen Anbietern von Nachmittagsbetreuungen. Die Horte haben einen sehr gutes pädagogisches Konzept, einen Betreuungsschlüssel von 1 Erzieher pro 10 Kinder, Mittagessen im kleinen Rahmen, Ferienbetreuung, Hausaufgabenbetreuung usw.
    Dieses gut etablierte und von Eltern voll akzeptierte Konzept der Horte soll weichen, obwohl die Verantwortlichen bei der Stadt und im Land wissen, dass der Standard der Horte in der Ganztagsschule nicht erreichen werden kann, da die Ganztagsschule dann zu teuer werden würde.
    Ist das nicht auch seltsam? Um was Gutes zu schaffen, muss auch genügend Geld in die Hand genommen werden. Und diese Erkenntnis hat uns Finnland nun mal voraus.
    Unterhalten Sie sich mit Eltern von Ganztagsschülern, dann werden Sie hören, was ich meine.
  • (890 Beiträge) | 12.01.2016 16:56
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    Um was Gutes zu schaffen, muss auch genügend Geld in die Hand genommen werden.
    Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu. Leider hat sich mir das, was Sie vorstehend erläutern, zuvor so nicht erschlossen.
    Was Sie beschreiben, sollte/darf keinesfalls eintreten. Ich kenne sehr gut zwei Gesamtschulen im Landkreis, die vielmehr eine ganz wesentliche Verbesserung erfahren haben, eine davon mit Schülern mit über 75% Migrationshintergrund.
    Dafür haben die betreffende Stadt bzw. Gemeinde selbstverständlich auch entsprechen Geld in die Hand genommen.
    Lassen sie sich nicht irritieren, bleiben Sie als Eltern standfest und unnachgiebig. Wer für Volksbelustigung Millionen verpulvern kann, der kann gefälligst auch die Gesamtschulen anständig finanzieren.
  • (9 Beiträge) | 12.01.2016 10:29
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    ...
    ...Die grün-rote Landesregierung hat sich zur Aufgabe gemacht, 70 % der Grundschulen bis 2023 in Ganztagsgrundschulen umzuwandeln. Und auch die Umwandlung der Werkrealschulen und Realschulen in ganztägige Gemeinschaftsschulen wird vorangetrieben. Wenn die Schulen umgewandelt werden, wird die Landesförderung für die Jugendhilfeeinrichtungen gestrichen und diese dann von der Stadt Karlsruhe geschlossen, mit dem Hinweis, dass man sich diese dann nicht mehr leisten kann. So passiert es zur Zeit den Horten und wird auch bei Jugendtreffs und den Kinder- und Jugendhäusern nicht Halt machen.
    Die rot-grüne Stadt Karlsruhe hat mit dem Vorantreiben der Umwandlung der Grundschulen in Ganztagsschulen eine neue Möglichkeit gefunden, die eigenen Kosten für die Jugendhilfe wie die Horte und flexibler Nachmittagsbetreuung an den Schulen und bestimmt auch irgendwann auch für die Kinder- und Jugendhäuser zu verringern und somit ein Teil ihres großes Haushaltsloch von 400 Mio zu stopfen.
    ...
  • (3273 Beiträge) | 12.01.2016 13:34
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    das Haushaltsloch...
    .. kommt vom U Strabtunnel. Der Eigenanteil der Stadt an den Baukosten wird nämlich 400 Mio betragen. Aber die Briganden wollten das 2002 so. Und die Befürworter des Tunnels wurden auch seither immer wieder gewählt. Ausserdem gibt es wenig Unterschiede zwischen CDU und SPD, denn diese hatten immer betont, die Kombi kostet fast nichts und belastet den Haushalt auch nicht. Vor der Wahl informieren und nicht hinterher jammern.
  • (9 Beiträge) | 12.01.2016 10:30
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    ...
    ....
    Familien, die aus verschiedenen Gründen keine verpflichtende Ganztagsschule wollen, haben nur noch die Möglichkeit, in eine Schule zu wechseln, die noch flexible Nachmittagsbetreuung anbietet oder die Nachmittagsbetreuung wieder selbst zu organisieren (Müttersharing) oder die Arbeitszeit soweit zu reduzieren, dass das Kind auf die Halbtagsschule gehen kann. Das steht meiner Meinung nach nicht im Sinne der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
    Das ist aber die schöne neue Schulwelt!! Ob das gepriesene Allheilmittel Ganztagsschule den Bildungsstand der Kinder erhöht, ist fraglich. Wenn ich Berichte von Eltern aus Ganztagsschulen höre, glaube ich das eher nicht. Die Stadt Karlsruhe sollte mal die Theorie mit der in den Ganztagsschulen gelebten Praxis vergleichen und eine Zufriedenheitsumfrage bei Eltern und Lehrern starten, dann würden wahrscheinlich große Defizite ans Licht kommen. Aber das ist wohl von Stadtseite nicht gewollt.
    Vielen Dank Herr Mentrup!!

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