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Karlsruhe Parken bei Das Fest: Kult-Fraktion will Situation für Anwohner entschärfen

Kurz vor den Sommerferien verwandelt sich die Günter-Klotz-Anlage zum Festival-Gelände - inklusive tausender Besucher. Einige kommen dabei mit dem Auto und sorgen bei Anwohnern so für Probleme.

Am kommenden Dienstag, 21. November, tagt im Karlsruher Rathaus wieder der Gemeinderat. Auf der Agenda steht auch eine Anfrage zur Parksituation für Anwohner rund um das Fest. Die Kult-Fraktion will in einer Anfrage wissen, wie die Parksituation für Anwohner während des dreitägigen Festivals "Das Fest" verbessert werden kann. Das Problem: Durch die Autos der Festival-Besucher müssten die Anwohner weitere Wege in Kauf nehmen. Einige Anwohner hätten die Fraktion auf das Problem aufmerksam gemacht.

In ihrem Antrag will die Kult von der Stadt konkret wissen, mit welchen Maßnahmen zukünftig die schwierige Parkplatzsituation während der Festwoche im direkten Anwohnerbereich, insbesondere in der Weststadt, verbessert werden kann. Außerdem fragt die Kult, ob die Stadt temporäre und ausgewiesene Bewohnerparkplätze, speziell für diesen Zeitraum, einrichten könnte.

Nutzung der integrierte Fahrkarte könne nicht abgesehen werden

Parkflächen in den Wohngebieten würden während des Fests meistens von Besuchern des Festivals genutzt und stehen dadurch den Anwohnern nicht mehr zur Verfügung, heißt es in der Begründung der Kult-Fraktion. Direkte Parkplätze für Anwohner würden während der Festzeit allerdings dringend benötigt da in diesem Zeitraum freie Parkplätze meist mehrere Hundert Meter entfernt liegen und Familien und älteren, kranken sowie mobilitätseingeschränkten Anwohnern schwer zuzumuten sei, so die Kult weiter. 

Zudem sei aus Sicht der Kult-Fraktion noch nicht abzusehen ob die ab dem kommenden Jahr im Festticket integrierte KVV-Nutzung die Situation entspannen werde. Diese Fahrkarte wurde mit der Preiserhöhung von fünf auf zehn Euro in diesem Jahr eingeführt. "Auf einen Versuch zulasten der Anwohner solle es die Stadt nicht ankommen lassen", heißt es in der Begründung abschließend.

"Keine Wegweisung in die Weststadt"

In ihrer Stellungnahme weißt die Stadt auf das bestehende Parkierungskonzept für das Umfeld während des Festes hin: "Die Besucher werden auf die Parkflächen rund um die Europahalle, die Bannwaldallee und um den Bereich der Steinhäuserstraße geleitet." Außerdem würden die Parkflächen am Westbahnhof ausgeschildert sein.

Eine Wegweisung in die Weststadt erfolge nicht. "Dort parken in der Regel ortskundige Besuchende auf den vorhandenen öffentlichen Flächen". Das könne man zum Leidwesen der Bewohner aber nicht verhindern. Die Stadt weißt weiter darauf hin, dass auch in anderen Stadtteilen kostenlose Parkplätze im öffentlichen Verkehrsraum für Bewohner teilweise nur in einiger Entfernung von der Wohnung vorhanden. Nach der Rechtsprechung seien zudem Entfernungen von bis 800 Metern zumutbar.

Bewohnerparkplätze können nicht temporär eingerichtet werden

Der Veranstalter plane laut Stadtverwaltung neben dem öffentlichen Aufruf, den ÖPNV für die Anfahrt zum Fest zu nutzen, für die Zulieferer des Festes eigene Parkplätze anzubieten. Diese sollen in der Bannwald-Allee auf Kosten der Veranstalter angemietet werden. 

Die Stadt weist in ihrer Stellungnahme darauf hin, dass die Ausweisung von Bewohnerparkplätzen kein verkehrsrechtliches Instrument darstellt, um einen Stadtteil temporär für bis zu 14 Tage zu beschildern. Nach den Richtlinien der Straßenverkehrsordnung seien hier strenge Vorgaben zu beachten, so die Stadt. "In diesen Zonen müssen etwa tagsüber 50 Prozent der Parkplätze für jedermann zugänglich sein, nachts 25 Prozent", so die Stadt in ihrer Stellungnahme.

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Wann? 20. bis 22. Juli 2018
Wo? Karlsruhe - Günther-Klotz-Anlage
Tickets? 10 Euro pro Tag für Hügelbereich
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Kommentare (18)
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  •   Prof.Baerlapp
    (464 Beiträge)

    15.11.2017 08:33 Uhr
    Wenn die grünen Träume wahr werden
    und nicht mehr jeder Bürger ein Auto besitzen darf, dann löst sich das Problem von alleine.

    Bis dahin gilt: Jeder darf sein Auto an der Straße abstellen, wenn da kein Halteverbot besteht. Ausgenommen bei Anwohnerparkzonen, aber dann kostet dieser Parkausweis Geld. Wenn also die Bewohner der Weststadt jetzt während des Fests Sonderrechte bekommen sollen, dann müssten sie eben auch dafür bezahlen. Und wenn man das nicht will, dann muss man halt an den paar Tagen im Jahr mit der Situation leben und vielleicht ein paar Meter mehr gehen.

    Ich sehe in dem Kult-Vorschlag eher Wichtigtuerei als sinnvolle Politik.
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  •   DonHasi
    (791 Beiträge)

    15.11.2017 07:05 Uhr
    Nicht quatschen, einfach mal machen
    Warum gibt es noch keinen als Tiefgarage unterkellerten Meßplatz. Warum steht noch kein Parkhaus auf dem "Birkenparkplatz". Warum wird das alte Parkhaus an der "Hagsfelder Allee" nicht saniert. Wieso ist die "Hildapromenade" noch nicht als Tiefgarage unterkellert. Warum muß ein Bahnticket mit 2 Waben, dafür ohne pünktlichen Zug immer noch mehr als 60 Euro kosten???
    Warum?
    Ganz einfach: Weil Karlsruhe seine Autofahrer mittlerweile hasst und es chic ist auf dem E-Bike mit gutem Gewissen dafür ohne Licht und mit Kopfhörer den anderen Verkehrsteilnehmern vor der Nase "rumzuschaukeln" und sich dabei noch besonders erhaben zu fühlen.
    Liebe Verwaltung, bedenke aber immer:
    Der Pfleger, der euch den Arsch abwischt, wenn ihr alt und krank in der eigenen "Scheiße" liegt kommt vielleicht nicht mit dem Teppich geflogen.
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (590 Beiträge)

    14.11.2017 22:32 Uhr
    Einfache Lösung.
    Das Fest runterfahren auf das Niveau des ersten Festes.

    Dann kommen garantiert weniger aus dem Umland angefahren.
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  •   kaufdirmaleingrundgesetz
    (445 Beiträge)

    15.11.2017 00:34 Uhr
    Das Fest
    sollte auf dem Messplatz stattfinden. Da werden keine Klinikpatienten gestört und unsere Zuwanderer, die nebenan wohnen, kostenlos bespaßt. Es ist nur ein langweiliges Open Air, welches in einem Park und neben Krankenhäusern nichts verloren hat. Früher mal als Bühne für Nachwuchskünstler gedacht, ist es völlig aus dem Ruder gelaufen.
    Der Schwachsinn mit dem Vorfest und so weiter gehört abgeschafft.
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  •   karlsruher1955
    (881 Beiträge)

    15.11.2017 04:49 Uhr
    Ein lobenswerter Beitrag
    genau so ist es.
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  •   vielvornichtsdahinter
    (973 Beiträge)

    14.11.2017 22:07 Uhr
    Klar das die Partyjugend
    wieder aufheult wenn Sie mit dem Auto nicht direkt ans Fest fahren könnte.
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  •   lynx1984
    (2710 Beiträge)

    14.11.2017 21:01 Uhr
    Ach
    Ausgerechnet die KULT Fraktion setzt sich für "die Nöte" von Autohaltern ein, die keine eigenen PKW Stellplatz haben und diese PKW auf öffentlichen Straßen / Stellplätzen stellen "müssen".
    Wohlgemerkt das Parkplatzproblem betrifft lediglich das Wochenende. Da kann man auch mal das Auto stehen lassen. Der Großteil der "fremden Festbesucher" steht nur einige Stunden da und spätestens am nächsten Morgen ist der Platz wieder frei. Also ich sehe das Problem nicht in der Größe wie es hier künstlich aufgebaut wird...
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  •   schmidmi
    (454 Beiträge)

    14.11.2017 19:38 Uhr
    Dann gleich alle "ausländischen" Fahrzeuge
    aus der Stadt verbannen. Ganzjährig, denn das ist unser öffentlicher Parkraum!
    Du meine Güte, die Leute haben sorgen....Kopfschütteln...
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  •   timo
    (2961 Beiträge)

    14.11.2017 17:36 Uhr
    Es geht um 1 oder 2 Tage im Jahr...
    Da geht man halt mal früher von der Arbeit oder sucht ein paar Minuten länger. Habe ich Jahre lang gemacht an Festtagen. Heult leiser!
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  •   kaufdirmaleingrundgesetz
    (445 Beiträge)

    15.11.2017 01:16 Uhr
    1 oder 2 Tage im Jahr?
    Dein Licht scheinst nicht das hellste am Horizont zu sein. Freitag, Samstag und Sonntag sind wieviele Tage? Dazu kommt das Vorfest, welches eine Woche dauert.
    Daß du mit einem Fahrradparkplatz weniger Probleme hast, sei dir geglaubt.
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