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Karlsruhe Wahlkampf mit Social Media: Wie digital sind die Karlsruher Kandidaten?

Soziale Netzwerke wie sind für viele Deutsche tägliche Begleiter, allein Facebook zählt hier 30 Millionen Nutzer. Auch für Politiker sind sie ein wichtiges Hilfsmittel, um sich zu präsentieren und Wähler zu mobilisieren. Wie schlagen sich die Karlsruher Kandidaten im digitalen Stimmenfang?

Facebook, Twitter, Instagram und Co.: Im diesjährigen Bundestagswahlkampf sind Parteien und Politiker in eigener Sache über verschiedene Kanäle unterwegs- so auch die Kandidaten für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe. ka-news hat den Social-Media-Check bei den Karlsruher Kandidaten gemacht und die bei Facebook, Twitter und Instagram genau unter die Lupe genommen. Eine Partei hat dabei die Nase im digitalen Rennen vorn: die FDP. 

"Die Freien Demokraten sind eine digitale Partei"

Der Karlsruher Kandidat Michael Theurer ist nicht nur auf einer Plattform vertreten und nutzt diese aktiv. Neben einem Auftritt bei Facebook twittert der 50-Jährige regelmäßig und pflegt seien Instagram-Account. Über 28.000 Personen folgen ihm allein bei Facebook, rund 2.300 Follower hat er bei Twitter, 500 Abonnenten zählt sein Instagram-Auftritt. Damit ist Theurer der unangefochtene Spitzenreiter Social-Media-Champion unter den Karlsruher Kandidaten. 

"Die Freien Demokraten sind eine digitale Partei", so erklärt sein Partei-Kollege und Direktkandidat für Karlsruhe-Land Christian Jung auf eine Anfrage von ka-news. Für ihn sind die sozialen Medien eine gute Möglichkeit, direkten Kontakt mit seinen Wählern und politischen Interessierten aufzubauen. Jung hat nach eigener Aussage darüber hinaus festgestellt, dass die sozialen Medien Auswirkungen auf die Plakatierungsgewohnheiten der Parteien innerhalb seines Wahlkreises 272 haben. Anstelle von "Plakatschlachten" würden nun Postings im Internet abgesetzt. 

Social Media als Ersatz für eine Homepage 

Facebook und Twitter stehen aber auch bei den anderen Karlsruher Kandidaten hoch im Kurs, vor allem bei der CDU und der SPD. So erreichen die Facebook-Mitteilungen des Karlsruher CDU-Kandidaten Ingo Wellenreuther rund 6.685 Personen. 1.145 Personen folgen ihm auf Twitter und 165 bei Instagram.  

Dass Social-Media-Kanäle in Ihrer Bedeutsamkeit sogar die eigenen Internetangebote der Politiker in den Schatten stellen können, zeigt unter anderem Axel E. Fischer, der Bundestagskandidat der CDU für den Wahlkreis Karlsruhe-Land. Besucht man Fischers Website, findet man lediglich eine Verlinkung zu seiner Facebook-Seite. "Ich nutze Facebook als Hauptpräsenz um so zeitnah für alle Interessierten da zu sein", heißt es auf der Homepage des Christdemokraten. 

Kandidaten setzen auf verschiedene Kanäle 

Ebenfalls auf allein drei Kanälen vertreten, ist der SPD-Bundestagskandidat Parsa Marvi. Zirka 780 Personen haben seinen Facebook-Auftritt geliked. Hinzu kommen etwa 1.130 Follower auf Twitter und mehr als 380 Abonnenten auf Instagram, die der Sozialdemokrat mit seinen Beiträgen erreicht.  

Die Grünen-Kandidatin Sylvia Kotting-Uhl wiederum bevorzugt eher ein anderes Medium: Twitter. Mit mehr als 3.500 Followern erreicht sie von allen Kandidaten hier die meisten Menschen. Bei Facebook ist Kotting-Uhl lediglich mit einem privaten Account vertreten, auf Instagram sucht man sie vergebens. 

Der Linken-Kandidat Michel Brand wiederum informiert auf Facebook regelmäßig mehr als 400 Personen über seinen Wahlkampf. Seine Bilanz bei Twitter: etwa 150 Follower. Wie die Grünen-Kandidatin Kotting-Uhl ist der 27-Jährige laut ka-news-Recherche nicht bei Instagram zu finden. 

Nicht alle Kandidaten Social-Media-Nutzer

Und die Alternative für Deutschland (AfD)? Ihr Karlsruher Kandidat Marc Bernhard hat gleich zwei Konten bei Facebook. Mehr als 1.000 Likes konnte er mit seinem verifizierten Auftritt sammeln. Gleichzeitig zählt er rund 440 Follower bei Twitter. Über einen Instagram-Account informiert auch er nicht. 

Dass es aber auch Kandidaten gibt, die kaum auf Social-Media-Plattformen aktiv sind, zeigt sein Parteikollege Alexander Arpaschi, der im Wahlkreis Karlsruhe-Land für die AfD ins Rennen geht. Lediglich drei Einträge zieren die Facebook-Chronik des Karlsruhers. 

Mehr zum Thema
Bundestagswahl 2017 in Karlsruhe: Infos und Ergebnisse der Bundestagswahl 2017: Im Dossier zur Wahl des Deutschen Bundestages am 24. September 2017 sammeln wir die gesamte Berichterstattung rund um die Bundestagswahl 2017. Außerdem: Infos zu den Kandidaten aus Karlsruhe Ingo Wellenreuther (CDU), Parsa Marvi (SPD), Sylvia Kotting-Uhl (Grüne), Michel Brandt (Linke), Michael Theurer (FDP) und Marc Bernhard (AfD).


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  •   Toleranz
    (147 Beiträge)

    11.09.2017 04:26 Uhr
    Bürgermeinung.
    Liebe Politik. Mir und etwa 50 Leuten aus der sogenannten Mittelschicht wird es herzlich gleich sein, ob in Onlie vertreten seid oder nicht. - Für uns zählen nur noch Taten, ausschließlich Taten. Ihr solltet realisieren, sofern das in einem tiefen geistigen Atemzug noch geht, der gerne einmal ein zwei Monate der Besinnung dauern kann. Das die BRD innerlich zerbricht. Die Schäublische Sparpolitik, man erinnert sich an die absolut gleiche Sparpolitik des Herrn Brünning (1885-1970), die Deutschlands Volk und Infrastruktur ruiniert gespart hat, hat nichts mit dem Sparen eine Privatmenschen zu tun. Einem Staat werden Schulden in der Makroökonomie erlassen, dem Privatmann nicht; Notfalls erlässt sich ein Staats selbst die Schulden. Sie sollten eigenlich wissen Herr Schäuble, dass nicht Alle sparen können: Staat spart, Unternehmen sparen, Bürger sparen (richtig), Banken sparen, führt zu Totalem Stillstand und Verarmung der Bürger. Nur 1, 2,3 können investieren, tun sie aber nicht. ->Denke!
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  •   Toleranz
    (147 Beiträge)

    11.09.2017 04:38 Uhr
    ...Fortsetzung
    Da Banken trotz EZB Blankoschecks nicht investieren (Knausriger denn je!), Unternehmen Geld auf Konten verfaulen lassen, der Staat spart, wird keine Partei die Lösung bringen. Es ist im Kern nicht das Wirtschaftssystem verstanden worden, mit dem die Politik hantiert. Alle wünschten sich seit den 1950er Jahren, waschechten Kapitalismus, weil der so verlockend galt. 10 Jahre hatten wir noch so was wie soziale Marktwirtschaft, aber dann wurde der Kapitalismus eingeführt. Raubtierkapitalismus, wie wir ihn alle wollten. Jetzt haben wir 4 x Sparer und Raubtierkapitalismus. Und zu guter letzt, entdeckt die deutsche Wirtschaft und ganz Europa noch das US-Amerikanische Marketing, wonach man mit BLA-BLA die Leuts bescheisst und Betrug-Salonfähig und Bildungsfähig macht. Das die USA an diesen Theorien sich selbst zugrunde richten, zwitschert ja fein niemand über den Teich zu uns: Tam-Tam oder Show must go-on macht deren Staat kaputt.
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  •   Toleranz
    (147 Beiträge)

    11.09.2017 04:47 Uhr
    ...Fortsetzung
    ... die US-Wirtschaft am Boden. Der US-Staat und Behörden von Unternehmen infiltriert und ausgebeutet. Alle Steuerlast den Bürgern, keine den Firmen, marodes Millitär mit Zeugs das ab Werk zerfällt (geplante Obsolescens). Freilich sieht man das im Urlaub nicht, aber die US-Literatur von US-Leuten ist vollgestopft mit deren Realitäten. Man könnte ja lesen, wenn mann und frau denn English könnte. Kann man aber nicht, wie man an Oettinger & Konsorten real sieht. Dumm gelaufen, gelle? Nur, das nützt weder der Mittelschicht, Unterschicht etwas, das Politik nichts überblickt. Und einen starken Charackter der die Firmen einmal rauswirft, aus den ganzen Staatsgebäuden, deren Konten zur investition heranzieht, Schulden macht um Infrastruktur zu reparieren, zu erneuern, zukunftsfähig zu machen, Löhne seit 2004, wie früher jährlich Netto 10% steigen zu lassen, ... jemand mit echten Eiern, produziert Ihr nicht mit socialmedia-Online-vertreten-sein getünchen. Eier hat man, oder man hat sie nicht.
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  •   timo
    (2961 Beiträge)

    10.09.2017 20:32 Uhr
    Facebook, Twitter und Instagram?
    Wie wäre es mit Plattformen wie Abgeordnetenwatch? Aber da müsste man ja (kritische) Fragen beantworten...dann lieber reine Selbstbeweihräucherung bei den kommerziellen Medien.
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  •   stoersender
    (924 Beiträge)

    10.09.2017 19:24 Uhr
    Jetzt wäre doch
    wieder eine Gelegenheit. Die berüchtigten drei Buchstaben sind gefallen. Manche warten darauf wie eine Krake auf Beutesuche. Obwohl ja die Wähler trotz noch so viel Hokuspokus ihre Meinung nicht ändern.
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