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Karlsruhe Direktkandidat Parsa Marvi: Karlsruher sollten mich wählen, weil ...

Am 24. September wird der neue Bundestag gewählt. In Karlsruhe kämpfen die Kandidaten um den direkten Einzug in das Parlament. Hinter welchen Namen sollen die Karlsruher in der Wahlkabine ihr Kreuz setzen? ka-news hat die Karlsruher Direktkandidaten zur Bundestagswahl im Porträt. Heute: Parsa Marvi (SPD).

Von Montag bis Samstag wird jeden Tag ein Direktkandidat für den Stadtkreis Karlsruhe im ka-news-Porträt vorgestellt. Die Kandidaten werden in alphabetischer Reihenfolge präsentiert. Berücksichtigt werden alle die Kandidaten alle Parteien, die aktuell im Deutschen Bundestag vertreten sind. Das sind CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen sowie Die Linke. Zudem wurden die Kandidaten der Parteien berücksichtigt, die bei den repräsentativen Umfragen im August mindestens drei Prozentpunkte erreichten.

Herr Marvi, was war Ihr Impuls, in die Politik zu gehen?

"Ich bin 1999 Mitglied der SPD geworden. Mein Elternhaus war sozialdemokratisch geprägt. Bereits als Schüler hatten mich die lebhaften Diskussionen im Geschichtsunterricht zur "Weimarer Republik" und zum Widerstand gegen das NS-Regime angeregt, die historischen Leistungen der SPD für den sozialen und demokratischen Rechtsstaat genauer zu betrachten.

Den Anstoß, mich in der SPD und damit für die Demokratie zu engagieren, ergab die rot-grüne Aufbruchstimmung mit dem Regierungswechsel von Kohl zu Schröder. Ich wollte nach dem politischen Mehltau Ende der 90er Jahre als junger Mensch endlich Veränderungen in Deutschland sehen und etwas bewegen. In dieser Zeit wurde das Land gesellschaftspolitisch erneuert und es wurden wichtige Reformen angegangen - die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes in der Gegenwart."

Was ist das Erste an das Sie denken, wenn irgendwo das Wort "Karlsruhe" fällt?

"Karlsruhe steht für mich für Bewegung, Dynamik und Innovation. Seit Jahren wächst unsere Stadt und zieht viele Menschen aus dem In- und Ausland an: Unternehmensgründer, Fachkräfte, Studierende, Kreative. Dazu trägt eine kluge Stadtpolitik bei.

Bei dem Stichwort "Karlsruhe" denkt halb Deutschland natürlich als erstes an das Bundesverfassungsgericht und den KSC oder an renommierte Institutionen wie ZKM und KIT. Und hoffentlich auch an den 300. Stadtgeburtstag und die aktuell in Karlsruhe stattfindenden Heimattage. Beide Events haben das Image der Stadt in den vergangenen Jahren geprägt als weltoffene, tolerante und vielfältige Großstadt mit badischem Flair."

Bitte beenden Sie folgenden Satz: Karlsruher sollten mich wählen, weil ...

"... weil eine gute Vertretung für Karlsruhe in Berlin benötigt wird - ich bringe als SPD-Fraktionsvorsitzender im Karlsruher Gemeinderat eine große Empathie für Karlsruher Belange mit. Die jüngste Absage an den Sitz des Deutschen Internet-Institutes in Karlsruhe (!) hat gezeigt, wie wichtig starke Stimmen für Karlsruhe in Berlin sind. Unsere Abgeordneten sollten mehr erreichen für den Wahlkreis. Dazu gehört 100 Prozent Konzentration auf das Mandat."

Steckbrief

Name Parsa Marvi
Alter 35
Geburtsort Teheran/Iran
Wohnort/Stadtteil Karlsruhe, östliche Südstadt
Familienstand verheiratet
erlernter Beruf Diplom-Betriebswirt
aktuelle Tätigkeit Abteilungsleiter Produktmanagement
Im Bundestag seit -
 

Wie stehen die Karlsruher Direktkandidaten zu den Themen Asylpolitik, Diesel-Gate, Energiewende, Europa, Lobbyismus und Verkehr? Die Stellungnahmen von Marc Bernhard (AfD), Michel Brandt (Die Linke), Parsa Marvi (SPD), Sylvia Kotting-Uhl (Bündnis 90/Die Grünen), Michael Theurer (FDP) und Ingo Wellenreuther (CDU) gibt es ab kommenden Montag, 11. September, in der ka-news-Reihe "Zum Thema".

Mehr zum Thema
Bundestagswahl 2017 in Karlsruhe: Infos und Ergebnisse der Bundestagswahl 2017: Im Dossier zur Wahl des Deutschen Bundestages am 24. September 2017 sammeln wir die gesamte Berichterstattung rund um die Bundestagswahl 2017. Außerdem: Infos zu den Kandidaten aus Karlsruhe Ingo Wellenreuther (CDU), Parsa Marvi (SPD), Sylvia Kotting-Uhl (Grüne), Michel Brandt (Linke), Michael Theurer (FDP) und Marc Bernhard (AfD).


Alle Ergebnisse aus Karlsruhe und Baden-Württemberg gibt es ab Sonntag im ka-news-Wahlportal: ka-news-Wahlportal

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Kommentare (37)
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  •   Irgendwas_mit_Medien
    (586 Beiträge)

    "...ich bringe...eine große Empathie für Karlsruher Belange mit..".
    Empathie ist die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinversetzen zu können.
    Karlsruher Belange sind kein Mensch. Ergo Worthülse oder auch:
    Gewollt und nicht gekonnt.

    Empathiefähigkeit könnte sich darin zeigen, einem völlig unverdächtigen sympathischen und hart arbeitendem Gastronomen nicht grundlos und in undemokratischer Art und Weise das Leben schwer zu machen.

    Hilfreich - wenn man schlimme Fehler in der Vergangenheit gemacht hat (und aus diesen gelernt hat), kann übrigens eine ehrliche öffentliche Entschuldigung sein. Auch nach längerer Zeit.
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  •   SabineKlemm
    (11 Beiträge)

    Mit Wut und Ärger umgehen ist schwer
    Sie haben da sicher Recht, aber um sich entschuldigen zu können , müsste man sich erstmal eingestehen, dass man echt unangenehme Gefühle, wie Hass Wut und Ärger gegenüber Menschen hat, die nicht die selben Vorstellungen haben. Dann müsste nicht nur er, sondern die ganze SPD einsehen, dass man nicht gut mit diesen Anderen umgeht.
    Es ist ja auch wirklich sehr schwer psychisch flexible in Drucksituationen zu bleiben. Wer haßt schon gerne jemanden oder ist wütend auf jemanden. Also ich mag diese rohen und negativen Gefühle nicht. Empathie ist da auch wirklich keine Hilfe, da muss die Kognition ran, sonst kann man gar nicht mehr psychisch flexible reagieren.
    In meiner Auffassung kann das zu Faschismus führen. Wenn zu viele Menschen in einer Gesellschaft nicht mehr psychisch flexible reagieren können, entgleist die Situation. Ihr Film zeigt das schön, unflexibles automatisches Verhalten in Gruppen!
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (523 Beiträge)

    Erszer Eindruck:
    Drei simple Fragen und man wird zugetextet.

    Ohne Punkt und Komma bombardiert zu werden erinnert mich an einige Kommentatoren hier.
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  •   IchKA
    (324 Beiträge)

    Also große Empathie für Belange
    Was ist denn das für ein rethorischer Unsinn. Empathie kann man nur für Menschen haben, oder auch nicht.
    Der Mann hat genau wie Wellenreuther weder das Niveau noch Format für Bundespolitik. Wenn dann noch Sabine Klemm sagt sie wählt Föhningo, der, wie sie ja weiß, einen festen Listenplatz hat ist dumm und nützt nicht Karlsruher Interessen. Marvi der mehr recht als schlecht durch die Kommuinalpolitik strauchelt immer auf den OB schielend ob das bloß auch in Mentrups Sinn ist, wäre gut beraten sich Kontur zu erarbeiten und sich loszulösen als braver Parteisoldat. Ehrlichmachen wärs Herr Marvi und endlich mal diese bescheuerte Perücke abnehmen, der man von Meilen ansieht, dass es eine ist. Mein Fazit: beide nicht wählbar wegen Persönlichkeitsdefiziten und Mangel an Intellekt.
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  •   SabineKlemm
    (11 Beiträge)

    Mir ging es mehr um Schadenbegrenzung
    ... ich als Mutti würde den Parsa auch wirklich nicht wählen. Was den Herrn Wellenreuther angeht bin ich mir aber ganz sicher, den hat die Frau Dr. Merkel im Griff.
    Wer aber in Berlin auf den Herrn Marvi aufpassen soll, bleibt mir unklar.

    Die Manuela ist ja jetzt in Schwerin und die Andrea hat viel zu tun - also ich finde das nicht gut, wenn Martin, Frank und der Parsa alleine in Berlin sind.
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  •   dipfele
    (4079 Beiträge)

    Was sollen denn...
    ..... die Personalien? Wo sind die Inhalte ? Was wird bezweckt, wenn jemand "die Merkel im Griff" hat?
    Sinken dann die Bierpreise oder werden dann die Mieten bezahlbarer? Oder was?
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  •   Freigeist1
    (434 Beiträge)

    Bitte konkret werden: Was meinen Sie denn Hr. Marvi zur
    2. Rheinbrücke und damit mehr Transeurop. Schwerlastverkehr in Karlsruhe? Oder zur Atomforschung am KIT? Oder zu mehr Direkter Demokratie in klarer Abgrenzung zur AfD?
    Butter bei die Fische, bitte....
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  •   freigeist
    (372 Beiträge)

    Herr Marvi
    ist wohl ein cleveres Kerlchen.Erst 35 Jahre alt und hat schon 1990 gewußt das die SPD die richtige Partei für ihn sei.Welche Kinder wissen schon mit 8 Jahren über Parteien und Politik bescheid.
    So gesehen kann man Ihm gerade noch etwas Verständnis entgegenbringen wenn er die Politik Schröder immer noch als Erfolg feiert.
    Eine Mitgliedschaft in der FDP oder CDU würde da wohl besser passen.
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  •   betablocker
    (606 Beiträge)

    Da steht
    1999, da war er 17. Und als Parsa Marvi das Licht der Welt erblickte lieferte sich ein Schulfreund von mir in ebendiesem zarten Alter schon Grabenkämpfe in der JU. Mit einem gewissen Stefan Mappus, die Älteren werden sich dunkel an den Namen erinnern. Und der hatte schon damals ein ausgeprägtes Machtbewusstsein, was seinem Beliebtheitsgrad in der Schule allerdings eher abträglich war. grinsen

    Was ich damit sagen will: Politische Aktivität in diesem Alter ist nicht Neues. Und sie war damals mit den aufkommenden Grünen sogar extrem stark und erstmals auch durch Inhalte anstatt purer Rebellion gegen alles und jedes geprägt.
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  •   todi01
    (1040 Beiträge)

    Karlsruher sollten mich wählen, weil ...
    ich sonst alle vier Jahre wieder antrete, bis sie mich endlich gewählt haben! Wirklich! Ich machs!
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