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Karlsruhe Bundestagswahl 2017: Diese Karlsruher Kandidaten sind im Bundestag

Die Wahllokale sind geschlossen und die Stimmzettel gezählt: Der neue Bundestag zählt 709 Sitze, 96 davon gehen an Baden-Württemberg. In Karlsruhe haben es fünf Direktkandidaten in den neuen Bundestag geschafft.

Ingo Wellenreuther (CDU) konnte in Karlsruhe sein Direktmandat zum vierten Mal in Folge verteidigen: 28,6 Prozent der Erststimmen konnte der CDU-Kandidat, der seit 2002 dem Bundestag angehört, auf sich vereinen. Er musste jedoch im Vergleich zu 2013 einen Stimmenverlust von knapp elf Prozentpunkten hinnehmen.

Parsa Marvi (SPD) konnte Wellenreuther auch 2017 nicht einholen - er verlor sechs Prozentpunkte der Erstwählerstimmen. Gewinner waren die anderen Parteien: Die Linke, AfD, FDP und Grüne konnten im Gegensatz zu den Ergebnissen aus dem Jahr 2013 hingegen mehr Karlsruher Erststimmen verzeichnen.

 

Bundestagswahl 2017: Erststimmen Baden-Württemberg
Bundestagswahl 2017: Erststimmen Baden-Württemberg |

Aber auch vier weitere Karlsruher Direktkandidaten schafften den Sprung in das 709 Sitze starke Parlament: Sylvia Kotting-Uhl (Grüne und seit 2005 im Deutschen Bundestag), Marc Bernhard (AfD), Michael Theurer (FDP) und Michel Brandt (Die Linke) können über die Landeslisten ihrer Parteien in das Parlament einziehen. Insgesamt gehen 96 Sitze an das Bundesland Baden-Württemberg.

 

Welche Rolle spielen die Landeslisten bei den Bundestagswahlen?

Doch was genau sind solche Landeslisten? Mit ihnen entscheiden die Parteien schon vor der Wahl, wer für sie in den Bundestag einziehen soll. Dabei erstellt jede Partei für jedes Bundesland eine eigene Liste. Je höher der Zweitstimmenanteil, desto mehr Sitze erhält die Partei und desto mehr Kandidaten dürfen von den jeweiligen Landeslisten nach Berlin geschickt werden.

Bundestagswahl 2017: Zweitstimmen Baden-Württemberg
Bundestagswahl 2017: Zweitstimmen Baden-Württemberg |

 

So holt beispielsweise Sylvia Kotting-Uhl (Bündnis 90/Die Grünen) ihren Einzug mit dem dritten Landeslistenplatz - insgesamt gewannen die Grünen durch die Zweitstimmen bundesweit 8,9 Prozent der Wähler. Dadurch zogen 13 Kandidaten der Partei aus Baden-Württemberg in den Bundestag. Die FDP Baden-Württemberg konnte sich mit bundesweiten 10,7 Prozent der Zweitstimmen 12 Sitze im Bundestag sichern: Auch hier profitiert der Karlsruher Kandidat Michael Theurer - er steht nämlich auf Platz eins der Landesliste.

Marc Bernhard der AfD Baden-Württemberg konnte sich ebenfalls einen Platz im Bundestag sichern. Ihm gelang der Einzug durch den neunten Landeslistenplatz. Die AfD holte mit 12,6 Prozent der Zweitstimmen insgesamt elf Plätze für den Südwesten. Michel Brandt (Linke) schaffte es mit Platz sechs als letzter seiner Landesliste in den 19. Bundestag. Seine Partei holte bundesweit insgesamt 9,2 Prozent der Zweitstimmen.

 

Mehr zum Thema
Bundestagswahl 2017 in Karlsruhe: Infos und Ergebnisse der Bundestagswahl 2017: Im Dossier zur Wahl des Deutschen Bundestages am 24. September 2017 sammeln wir die gesamte Berichterstattung rund um die Bundestagswahl 2017. Außerdem: Infos zu den Kandidaten aus Karlsruhe Ingo Wellenreuther (CDU), Parsa Marvi (SPD), Sylvia Kotting-Uhl (Grüne), Michel Brandt (Linke), Michael Theurer (FDP) und Marc Bernhard (AfD).


Alle Ergebnisse aus Karlsruhe und Baden-Württemberg gibt es ab Sonntag im ka-news-Wahlportal: ka-news-Wahlportal

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Kommentare (25)
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  •   Darth_Vader
    (495 Beiträge)

    Nee jetzt
    Haben wir nun einen Antifa Vertreter im Bundestag? So richtig mit immunität und allem drumherum? Das wird noch lustig, wenn es in KA wieder eine Sitzblockade gibt, die geräumt werden soll.
    Überprüft man die Kandidaten nicht vorher?
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  •   kritiker_2014
    (241 Beiträge)

    Ja das haben wir
    Der Brandt von den Linken ist aktiv bei den sogenannten Aktivsten wie sie die Medien immer bezeichnen sehr aktiv.Andere bezeichnen diese Gruppierung als Linksextreme die die Demokratie mit Gewalt bekämpfen wollen.
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  • unbekannt
    (427 Beiträge)

    Oh neeeeeeeeeeeeee jetzt
    Jetzt ist die Petry weg, jetzt haben wir die Weidel aber die ist ja lelele... isch, … och neeeee und den Gauland mit der Hundekrawattte … och neee. Und der Meuthen ist so nah am VOLK … och neeee.
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  •   Rambazamba
    (237 Beiträge)

    Ist Ihnen nicht gut?
    ...
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  •   NeoTiger
    (414 Beiträge)

    Nein
    Denn was die Wahl zum Bundestag anbelangt: jeder der das aktive Wahlrecht hat, hat auch automatisch das passive. Sogar wenn man vorbestraft ist.

    Es ist einer der Grundpfeiler der Demokratie, dass allein der Wähler als Souverän entscheiden kann, wer ihn im Bundestag repräsentiert, und kein Gesetz oder Richter das einschränken darf.
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