Karlsruhe Sinkende Flüchtlingszahlen: Unterkünfte in der Region werden geschlossen

Nachdem die Zuweisungszahlen von Flüchtlingen an den Landkreis Karlsruhe rückläufig sind, konnte der anfangs des Jahres noch mit 9.600 Plätzen bezifferte Bedarf bereits vor der Sommerpause auf 6.500 Plätze korrigiert werden. Wie das Karlsruher Landratsamt in einer Pressemitteilung weiter mitteilt, werden nun mehrere Gemeinschaftsunterkunftsprojekte nicht weiter verfolgt

Aufgrund der aktuellen Entwicklung könne der Bedarf zu Ende diesen Jahres auf 4.000 Plätze angepasst werden. Diese Information gab Landrat Christoph Schnaudigel im Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistags in seiner jüngsten Sitzung am 29. September bekannt.

Der Kreis habe bereits damit begonnen, vertraglich befristete Unterkünfte zurückzubauen und einzelne Unterkünfte ganz aufzulösen bzw. vorübergehend zu schließen. Möglich sei dies, weil den Unterkünften unterschiedlich lange Vertragslaufzeiten, zu Grunde liegen würden. "Langfristige Mietverträge von bis zu 20 Jahren bestehen lediglich für rund 500 Plätze; eine Größenordnung, über die sich das Gremium einig war, dass sie in jedem Falle benötigt wird, zumal diese Wohneinheiten allesamt auch für den 'normalen' sozialen Wohnungsbau genutzt werden können", teilt das Landratsamt weiter mit.

Die Schaffung von Gemeinschaftsunterkünften gänzlich einzustellen verbiete sich jedoch, weil mit Ablauf diesen Jahres der gesetzliche Mindestwohnraum von sieben Quadratmeter pro Person, der nur vorübergehend außer Kraft gesetzt war, wieder greift und teure mobile Wohneinheiten durch nachhaltigere Festbauten ersetzt werden sollen.

Der Umgang mit der aktuellen Flüchtlingssituation ist ein stark polarisierendes Thema. Als lokales Medium sehen wir es als unsere Aufgabe an, objektiv über die Auswirkungen für Gesellschaft und Politik in Karlsruhe zu berichten. Meinungsfreiheit ist für uns ein hohes Gut, kontroverse Debatten ein Ausdruck lebendiger Meinungsvielfalt und ein wichtiger Bestandteil der Demokratie. Leider mussten wir in jüngster Vergangenheit feststellen, dass Emotionen eine sachliche Argumentation zunehmend unmöglich machten. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, den Kommentarbereich unter diesem Artikel geschlossen zu halten.

 

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