Karlsruhe Hilfe für Flüchtlinge: Berater gibt es jetzt auch am Karlsruher Hauptbahnhof

Seit 2014 hilft die Verfahrens- und Sozialberatung der Karlsruher Caritas und Diakonie Asylsuchenden, die in der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge (LEA) ankommen. Wie die Caritas in einer Pressemitteilung erklärt, ist man jetzt einen Schritt weiter gegangen und hat ein Außenteam am Bahnhof etabliert, welches Flüchtlinge direkt am Bahnhof empfängt.

Das Team besteht laut Pressemitteilung aus insgesamt sechs Personen und ist täglich im Bahnhofsgebäude anzutreffen. "Die Hilfe kann ganz unterschiedlich sein", sagt Marian Palaga, Leiter des mobilen Teams, "meistens unterstützen wir Asylsuchende, die in andere Bundesländer verteilt werden. Aber oft brauchen die Menschen nur Hilfe bei der Wegbeschreibung zur Landesaufnahmestelle, manchmal begleiten wir die Flüchtlinge zu den entsprechenden Stellen oder beraten die Menschen über asylrechtliche Fragen."

Dabei arbeitet die Verfahrens- und Sozialberatung eng mit der Bahnhofsmission Karlsruhe und mit den Mitarbeitern der Deutschen Bahn zusammen. Die Bahnhofsmission, die bereits seit 2015 Flüchtlinge am Bahnhof empfängt,  stellt die Räumlichkeiten zur Beratung und ehrenamtliche Mitarbeiter zur Verfügung, die Mitarbeiter der Deutschen Bahn werden von der Landesaufnahmestelle informiert, wann welche Personengruppen ankommen und erstellen entsprechend die Bahntickets.

Diese werden dann mit Hilfe der Verfahrens- und Sozialberatung an die Flüchtlinge verteilt. Um das Beratungsanbot vor Ort zu verbessern, plant das Team ein Auto vor dem Bahnhofsgelände tagsüber aufzustellen, wo die Flüchtlinge beraten werden können. Der Caritasverband hat nach eigener Aussage diesbezüglich schon eine Anfrage an die Stadt Karlsruhe gestellt.    

Der Umgang mit der aktuellen Flüchtlingssituation ist ein stark polarisierendes Thema. Als lokales Medium sehen wir es als unsere Aufgabe an, objektiv über die Auswirkungen für Gesellschaft und Politik in Karlsruhe zu berichten. Meinungsfreiheit ist für uns ein hohes Gut, kontroverse Debatten ein Ausdruck lebendiger Meinungsvielfalt und ein wichtiger Bestandteil der Demokratie. Leider mussten wir in jüngster Vergangenheit feststellen, dass Emotionen eine sachliche Argumentation zunehmend unmöglich machten. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, den Kommentarbereich unter diesem Artikel geschlossen zu halten.

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