Karlsruhe "Chance zu lernen": Karlsruher Flüchtlinge schließen Sprachkurs ab

Die gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft im Landkreis Karlsruhe BEQUA bietet Flüchtlingen einen Deutschkurs in Verbindung mit gemeinnütziger Arbeit an. Die Flüchtlinge können dadurch Deutschkenntnisse erwerben und sie in der alltäglichen Zusammenarbeit mit Kollegen aktiv anwenden. Nun ist der erste Kurs abgeschlossen, so das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

In einer kleinen Feierstunde am 24. Juni nahmen neun Flüchtlinge voller Stolz ihre Teilnahme-Urkunden und Sprachkurszertifikate entgegen. "Dieser Nachmittag ist das Ende einer wichtigen Zeit, weil wir die Chance hatten zu lernen", sagte Kursteilnehmer Martial.

Sprachunterricht und Engagement

Er drückte gemeinsam mit anderen Flüchtlingen an zwei Tagen pro Woche die Schulbank und arbeitete an drei Tagen pro Woche Seite an Seite mit den anderen Beschäftigten der BEQUA bei gemeinnütziger Arbeit. Simone Dammert, die die Flüchtlinge unterrichtet bezeichnete als Pluspunkt, dass der Sprachunterricht im Wechsel mit Arbeitstagen den Flüchtlingen immer wieder die Möglichkeit bietet, die frisch erworbenen Sprachkenntnisse auch tatsächlich anzuwenden.

Sehr hilfreich sei auch das achtwöchige Bewerbercoaching, das die Flüchtlinge am Ende des Kurses bei ihren ersten Schritten auf dem Arbeitsmarkt unterstütze. Dass diese Investition Früchte trägt, lasse sich an den konkreten nächsten Schritten der Flüchtlinge ablesen: Martial beginnt eine Ausbildung in der Pflege, Mourtala  hat eine Ausbildungszusage als Stuckateur in der Tasche, nachdem er in einem Praktikum überzeugt hatte.

Andere haben eine Arbeit im Handwerksbereich aufgenommen, machen einen Bundesfreiwilligendienst oder sind auf Praktikumssuche. "Ein Erfolgsmodell", fasste der Bequa-Geschäftsführer Ulrich Max zusammen, der bereits die Weichen für den nächsten Intensivsprachkurs gestellt hat.

Der Umgang mit der aktuellen Flüchtlingssituation ist ein stark polarisierendes Thema. Als lokales Medium sehen wir es als unsere Aufgabe an, objektiv über die Auswirkungen für Gesellschaft und Politik in Karlsruhe zu berichten. Meinungsfreiheit ist für uns ein hohes Gut, kontroverse Debatten ein Ausdruck lebendiger Meinungsvielfalt und ein wichtiger Bestandteil der Demokratie. Leider mussten wir in jüngster Vergangenheit feststellen, dass Emotionen eine sachliche Argumentation zunehmend unmöglich machten. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, den Kommentarbereich unter diesem Artikel geschlossen zu halten.

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