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Karlsruhe Zukunft des Autosfahrens: Karlsruhe wird zum Zentrum der Mobilität

Deutschland gehört zur Weltspitze, wenn es um die Entwicklung und Produktion von Autos geht. Vor allem Karlsruhe hat es sich jetzt mit der neuen "Profilregion Mobilitätssysteme" zum Ziel gemacht, die Zukunft neu zu gestalten. Innovative Lösungen sollen in einem neuen Projekt entwickelt werden, die Mobilität soll flexibler, sicherer und umweltfreundlicher werden.

"Effizient, intelligent und integriert" soll die Fortbewegung der Zukunft sein. Eine Zukunft, die gar nicht so weit entfernt ist. Die Belastung der Umwelt und die zunehmende Urbanisierung stellen die Forschung vor große Herausforderungen. Wie soll dem Menschen ein Höchstmaß an Freiheit garantiert werden, ohne dabei der Umwelt weiter zu schaden? Das neue Projekt "Profilregion Mobilitätssysteme Karlsruhe" stellt sich genau diesen Herausforderungen und noch vielen mehr.

Zusammenarbeit von Forschung und Unternehmen

"Wir wollen, dass die Mobilitätslösungen der Zukunft aus Baden-Württemberg kommen", sagt Peter Hofelich, Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg. Mit der Profilregion werden die Grundlagen dafür gelegt. Acht Partner haben sich zur Gründung zusammengeschlossen, unter anderem das Karlsruher Institut für Technologie, die ortsansässigen Frauenhofer-Institute und weitere Forschungszentren. Doch auch Unternehmen sollen eingebunden werden, damit gemeinsame Forschungsprojekte entstehen können. Dabei können Unternehmen und die Forschung voneinander profitieren. Der Datenaustausch ermöglicht es der Forschung schneller auf mögliche Problemfelder und Trends zu reagieren, während Unternehmen von den Forschungsergebnissen profitieren können.

Taxi ohne Fahrer

Eines der Projekte, das in den nächsten zwei Jahren im Vordergrund der Profilregion stehen werden, ist die automatisierte Mobilität. Das sind vor allem Fahrzeuge, die keinen aktiven Fahrer benötigen. Eine Vision dabei ist es, automatisierte Taxis zu entwickeln. Auch die Mobilität in Großstädten spielt bei der Forschung eine große Rolle. Vor allem die sogenannten "Car-Sharing"-Modelle sollen ausgebaut werden. Diese funktionieren meistens über eine App, die dem Nutzer verfügbare Fahrzeuge in der Nähe anzeigt.

Der Fahrer sucht sich das nächste Auto, steigt ein und lässt es an seinem Ziel stehen. So kann der nächste Kunde einsteigen und losfahren. In circa 15 Jahren wären nur noch zwei Drittel der Pkws im privaten Besitz, so Hofelich. Diese zwei Themenfelder sollen auch gemeinsam erforscht werden. "Die Suche nach einem Parkplatz verbraucht die meiste Zeit. Was wäre, wenn wir aus dem Auto steigen können und es selbstständig einparkt?", sagt Hofelich.

Das Autoland Deutschland wird zum Mobilitätsland

Diese und viele andere Gebiete sollen in der Pilotphase der Profilregion erforscht werden. Das "Autoland soll zum Mobilitätsland" werden, so der Staatssekretär. Das Budget des Projekts liegt bei rund acht Millionen Euro und wird zur Hälfte von den Ministerien für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie für Finanzen und Wirtschaft gefördert. So könne Karlsruhe zum Zentrum der Mobilitätsforschung werden.

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