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"Wir machen Klima": Die Klimaschutzkampagne der Stadt Karlsruhe [12]

Karlsruhe (ps/avo) - Dafür steht die Klimaschutzkampagne der Stadt Karlsruhe. Umweltbürgermeister Klaus Stapf erklärte bei einer Wochenmarkt-Aktion des Umwelt- und Arbeitsschutzes den sogenannten Klimavertrag.

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Umweltbürgermeister Klaus Stapf erklärt den Klimavertrag
Foto: ka-news
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Unterzeichner dieses "Vertrags" gehen mit ihrer Signatur dabei eine freiwillige Selbstverpflichtung ein und bestätigen, ein Jahr lang das Klima zu schützen. Vorab müssen Angaben zu verschiedenen Themenpunkten gemacht werden. Beispielsweise werden die Teilnehmer gefragt, ob sie Wasserspar-Duschköpfe verwenden oder ihre Wäsche lufttrocknen anstatt den Trockner zu benutzen. Für jede Antwort gibt es Punkte, die am Ende zusammengerechnet werden. Wer gut ist, schafft die höchstmöglichen 75.

Stapf als Klima-Vorbild

Auch Umweltbürgermeister Stapf ist diese Verpflichtung schon eingegangen. "Ich habe leider nur 49 von 75 möglichen Punkten erreicht", erzählt er. Was aber unter anderem auch daran liege, dass einige Punkte schon gar nicht mehr relevant für ihn sind - so umweltfreundlich sei er schon.

Zum Beispiel was das Thema Auto angeht: "Ich fahre schon seit neun Jahren kein Auto mehr. Wenn, dann nur im Carsharing", berichtet Stapf. Und auch zum Aktionsstand der Klimaschutzkampagne "Karlsruhe macht Klima" kommt er mit dem Fahrrad. "Wir haben festgestellt, dass etwa 20 Prozent der Karlsruher durch unsere Aktionen zum Thema Umweltschutz erreicht werden", erklärt Stapf, "wenn wir durch derartige Aktionen noch mehr Menschen erreichen können, würde uns das sehr freuen".

Mitmach-Aktionen für ein besseres Klima

Der Klimavertrag soll nun helfen die Karlsruher zu einem umweltfreundlicheren und bewussten Alltagsleben zu animieren. Wer den Vertrag, in diesem Fall eine Art Fragebogen, ausfüllt und unterschreibt, bestätigt seine feste Absicht, die markierten Punkte ab sofort und mindestens ein Jahr lang zu praktizieren. Diese Absicht soll durch klimafreundliche Gewinne bestärkt werden. Im November 2010 werden die Gewinner ermittelt, unter anderem wird eine "klimaneutrale Reise nach Berlin" zur Verlosung stehen.

Bis es soweit ist, können die Karlsruher auch an anderen Zwischenverlosungen teilnehmen. Im Rahmen der Mitmach-Aktionen des Umwelt und Arbeitsschutzes werden bis Oktober nächsten Jahres etwa alle zwei Monate Klima-Aktionen veranstaltet. Zu jeder Aktion gibt es ein Gewinnspiel, bei dem Einfallsreichtum zu einem bestimmten Thema gefragt sein wird. Wer sich abseits gewinnversprechender Aktionen umweltbewusst betätigen will, kann sich einige Klimaspartipps direkt beim Umwelt und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe geben lassen.

Mehr zu: Umwelt Klima Klimaschutz kek

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Kommentare [12]
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  • (13748 Beiträge) | 01.11.2009 05:08
    Bitte geben sie
    den Restverstand an der Kasse ab. Unterschreiben und dann bestätigen drücken. Vielen Dank, sie haben soeben die Welt gerettet. Nur noch Vollirre wohin man auch schaut.
    Wasserspar Duschköpfe - mannmannmann....bitte sprechen sie nicht wenn Kinder anwesend sind. Die Ausatemluft könnte deren Gesundheit gefährden. Ogott, wir werden alle sterben!
  • (4478 Beiträge) | 01.11.2009 09:36
    Die Sache mit dem Trockner...
    ... ist interessant. Denn viele, die einen Trockner verwenden, tun dies, weil sie keine Möglichkeit zur Lufttrocknung haben. Das ist dann häufig wieder verbunden mit unterdurchschnittlichem Flächenverbrauch durch's Wohnen. Und das ist nach meinem Gefühl ökologischer als gesparter Trocknerstrom.
  • (281 Beiträge) | 01.11.2009 10:32
    Ökofaschos: Hund schadet Umwelt !
    http://www.blick.ch/life/wissen/ein-hund-schadet-der-umwelt-wie-ein-gelaendewagen-131810

    Und wieder ist der Sonntag futsch !Die Weltbevölkerung soll in den nächsten 50 Jahren um 3 Milliarden anwachsen. Vielleicht rechnet mal jemand aus, wie klimaschädlich DAS ist…Oder vielleicht sollten einige Verfechter ganz auf Luft verzichten...
  • (32 Beiträge) | 01.11.2009 10:45
    Wenn
    ich meinen Trockner benutze bleibt meine Wäsche sauber, hänge ich sie auf meinen Balkon,, wird sie wieder schmutzig, wegen dem Straßenverkehr, ich wohne nämlich nicht in einer sogenannten Umweltzone,ist ein paar 100m weg von mir, dort muss es natürlich ganz anders sein. Auch ist dort die Luft viellll besser. Herr Stapf lebt wohl in einer anderen Stadt sicher nicht in Karlsruhe, wieviele Dummschwätzer hocken denn noch in unserem Rathaus?
  • (221 Beiträge) | 01.11.2009 11:01
    zu allen
    Es sind genau solche Haltungen, die die Welt nicht mehr braucht. Es ist beim Umweltschutz eben so, dass jeder bei sich anfangen muss. Bisher deutet jeder nur auf den anderen und lehnt sich bequem zurück. "Wieso ich? Sollen doch erst mal die anderen anfangen". Dies wird nicht mehr so weitergehen können.
    Und mal ehrlich: die allergrößte Mehrheit lebt selbstvergessen vor sich hin und pfeift auf umweltgerechtes Verhalten. Und genau deshalb braucht es solche "Symbolaktionen", die einen daran erinnern, wie einfach es eigentlich ist, sich ein bisschen umweltschonender zu verhalten. Sich jetzt an einzelnen Dingen wie dem Trockner abzuarbeiten, zeugt eigentlich eher vom Unwillen, sich ernsthaft mit der Thematik auseinandersetzen zu wollen.
  • (378 Beiträge) | 01.11.2009 12:32
    Mondi
    Wenn du die Wäsche statt auf dem Balkon irgendwo anders aufhängt, gibt es das Problem nicht.
    Etwa im Keller, auf dem Dachboden, im Flur oder im Wohnzimmer.

    Wenn z.B. ein Longsleeveshirt immer im Trockner getrocknet und anschließend gebügelt wird, steigt dadurch der CO2-Ausstoß der Gebrauchsphase erheblich - von 3,3 auf 10,7 Kilogramm.

    http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article1132215/Bekleidung-durch-die-CO2-Lupe-betrachtet.html
  • (26 Beiträge) | 01.11.2009 16:05
    Klima
    Ausnahmsweise hat "hetfield" absolut
    recht, wir werden alle sterben, die Frage ist nur, was wir den Kindern überlassen !
    Leute als Umweltfaschos zu bezeichnen
    die sich deswegen Gedanken machen,finde
    ich unverschämt !!!!
  • (503 Beiträge) | 01.11.2009 16:55
    Energiebilanz
    Herr Umweltbürgermeister Stapf, wie viel Heizenergie spare ich, wenn ich die warme Luft des Umlufttrockners zuerst ins Bad und dann in die Wohnung leite? Wie viel macht die Luftbefeuchtung bei der gefühlten Temperatur aus, d.h wie Energie wird dadurch gespart. Und was ist mit dem destillierten Wasser (Kondensat)?
    Thermodynamik ist eine komplexe und exakte Wissenschaft und sollte nur von Fachleuten betrieben werden.
  • (3994 Beiträge) | 01.11.2009 17:22
    Luftbefeuchtung
    ... passiert auch ohne Trockner, wenn man die Wäsche einfach in der Wohnung zum Trocknen aufhängt. Und da die Wärme des Trockners elektrisch erzeugt wird, ist Heizen mit anderen Mitteln vermutlich immer noch effizienter ...
    Wenn meine behinderte Ex-Freundin mit dem Aufhängen schwerer großer nasser Bettwäsche Probleme hat und deswegen einen Trockner im Einsatz hat o.ä., dann ist da nix gegen zu sagen. Bei einer vollgestopften 1-ZW ohne andere Trockengelegenheit meinetwegen auch, aber wenn man energiesparende Alternativen hat, kann man auf Trockner verzichten ... Stattdessen lieber in einen Geschirrspüler investieren, die sind effizienter bei Strom und Wasser als Spülen per Hand zwinkern
  • (13748 Beiträge) | 01.11.2009 22:30
    @Makamabesi
    Ja, z.B. von Herrn Prof. Dr. Mesch. zwinkern
    Mann, was hat mich der Nerven gekostet...
  • (13748 Beiträge) | 01.11.2009 22:32
    Post von 2230 wird zurückgezogen, sorry
    Mesch war Mess- und Rätseltechnik. Thermodynamik war der Herr Ernst.
  • (1 Beiträge) | 21.05.2010 15:09
    die Kleinen und die Großen Klimasünder
    Faszinierend, dass bei dieser Aktion die großen Klimasünder in Karlsruhe ungenannt bleiben. Das Rheinhafen-Dampfkraftwerk der EnBW wird seit 2008 um den Steinkohleblock RDK 8 mit einer elektrischen Leistung von 912 Megawatt erweitert. Und das obwohl Karlsruhe nach Mannheim die zweitschlechteste Luftqualität in BW hat! Das neue Kohlekraftwerk wird von dem klimaschädlichen Kohlendioxid jährlich etwa fünf Millionen Tonnen freisetzen. Dadurch verdoppelt sich der gesamte CO2-Ausstoß von Karlsruhe nahezu. Und die Stadt unterstützt den Neubau über die Stadtwerke, die mit 75 Millionen Euro in das Projekt einsteigen.
    Natürlich muss jeder auf seinen CO2-Ausstoß achten. Angesichts dieser Inkonsistenz im Handeln der Stadt verkommt die Mitmach-Aktion allerdings zur Farce.
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