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Karlsruhe Welcher Beruf passt zu mir? Berufsberatung Karlsruhe hilft bei der Suche

Wie unbeschwert und schön war doch die Schulzeit. Doch je näher Schüler dem Abschluss kommen, desto größer werden die Fragen nach der Zukunft. Was will ich? Wohin will ich? Und nicht zuletzt: Was kann ich? Sich auf dem freien Arbeitsmarkt zu orientieren, fällt vielen nicht leicht. Kein Wunder bei dem dichten Dschungel der Arbeitgeber in der Region. Abhilfe leistet die Berufsberatung der Agentur für Arbeit in der Karlsruher Brauerstraße.

Waldemar Jonait ist Leiter der Berufsberatung und hat schon einige Kandidaten kommen und gehen sehen. Für eine erfolgreiche Beratung ist vor allem eines wichtig: Mitarbeit. "Wer seine Hausaufgaben vorher nicht erledigt, dem können wir auch nicht helfen."

Onlinetest hilft bei der Vorbereitung auf die Berufsberatung

Denn wer zu Waldemar Jonait in die Berufsberatung kommt und fragt, was er mit seinen Zeugnissen machen soll, für den kann es düster aussehen. "Es ist ein Prozess", so Jonait, "bei dem beide Seiten mitarbeiten müssen." Ein grober Überblick mit Hilfe des Internets könne im digitalen Zeitalter nicht schaden, rät der erfahrenen Berufsberater, ehe es ins persönliche Gespräch in den Räumlichkeiten der Agentur für Arbeit geht. "Da kann es dann schonmal schnell gehen, wenn beim Gesprächspartner bereits ein Berufswunsch vorhanden ist." Dann müsse man "nur noch" einen passenden Arbeitgeber finden.

Ist der Partner jedoch unentschieden, stelle sich die Sache problematischer dar. In ausführlichen Gesprächen gilt es verschiedensten Fragen auf den Grund zu gehen: "Was stellst Du Dir vor? Was interessiert Dich? Was kannst Du?" Diese Fragen sollte sich jeder Suchende im Vorfeld des Gespräches selbst stellen, rät der Berufsexperte. Denn wer unvorbereitet in eine Beratung gehe, habe es oftmals ungleich schwerer. Mit Hilfe des Onlinetests von Planet Beruf, bei dem viele Fragen zu Interessen und Fähigkeiten abgefragt werden, lasse sich schon ein gewisse Tendenz erkennen. Doch was in der Theorie gut aussieht, muss im tatsächlichen Leben nicht zwangsläufig auch gut sein, so Jonait. "Das A und O für eine erfolgreiche Suche sind Praktika", weiß Jonait, der seit 1994 Berufsberater ist.

Praktikum muss zeigen, ob der Beruf passt

Eine nützliche Orientierungshilfe für mögliche Betriebe biete die Jobbörse oder die direkte Information über Kammern, wie Industie und Handelskammer (IHK) oder Handwerkskammer (HWK). "Im Handwerk bieten auch die Innungen selbst viele nützliche Informationen", sagt Jonait. Doch so schnell manche Beratungen über die Bühne gehen, so lange und ausführlich könnten sie auch werden, bekräftigt der Leiter der Berufsberatung. "Es kann auch vorkommen, dass ein Kandidat zwei, drei oder sogar vier Mal vorbeischauen muss." Für Intensivfälle gebe es zudem die Möglichkeit, eine psychologische Eignungsuntersuchung in der Berufsberatung zu machen, bei der Psychologen in einem Berufswahltest nach einer passenden Lösunge finden.

"Das ist aber eher die letzte Waffe, wenn sonst nichts mehr hilft." Zuvor sollten die potentiellen Bewerber den Test von Planet Beruf machen, der online jederzeit und überall zu machen ist. Anhand dieser Informationen kann man dann in ein Gespräch mit den Karlsruher Berufsberatern gehen. Jonaits Erfahrungswerte stellen sich positiv dar, ebenso die Reaktionen der Schützlinge, die beraten werden. "Bei 70 bis 80 Prozent der Fälle, hören wir am Ende: 'Stimmt, das könnte zu mir passen'", freut er sich. Ob es auch wirklich passt, muss dann ein Praktikum zeigen, um das man sich rechtzeitig vor der Bewerbungsphase kümmern sollte, rät der Spezialist.

Berufsberater auch an Schulen unterwegs

Wichtig ist auch die Frage, was ein künftiger Bewerber will, ob es ein "Global Player" werden soll oder eher ein mittelständisches oder kleines Unternehmen. "Wenn einer unbedingt zu einem großen Global Player gehen will, können und wollen wir ihn davon natürlich nicht abhalten", so Jonait. Aber man solle sich immer bewusst machen, dass Ausbildungen bei Mittelständlern oder Kleinstunternehmen oftmals vielschichtiger und praxisorientierter seien. "Während die Ausbildung bei Großunternehmen oft auf einen Bereich beschränkt ist, kann man bei kleineren Unternehmen von Einkauf bis Vertrieb alles kennenlernen."

Übrigens bietet die Agentur für Arbeit auch Beratungen für Studienwillige an und unterstützt sie bei der Studienwahl. Die Berufsberater haben nach Angaben von Waldemar Jonait jährlich zwischen 600 und 800 Beratungen und besuchen zusätzlich Schulen, um den Schülern bei der Berufsfindung zu helfen.

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