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26.05.2012 14:04
 
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Welcher Beruf passt zu mir? Berufsberatung Karlsruhe hilft bei der Suche [6]

Berufsbeater Michael Salzer von der Agentur für Arbeit in einem Beratungsgespräch.
Bild:ka-news

Waldemar Jonait ist seit 1980 für die Bundesagentur für Arbeit (voher Arbeitsamt) tätig. Ab 1994 war er als Berufsberater im Dienst, eher er im Jahr 2010 die Leitung der Berufsberatung in Karlsruhe übernahm.
Bild:(privat)

Karlsruhe (feb) - Wie unbeschwert und schön war doch die Schulzeit. Doch je näher Schüler dem Abschluss kommen, desto größer werden die Fragen nach der Zukunft. Was will ich? Wohin will ich? Und nicht zuletzt: Was kann ich? Sich auf dem freien Arbeitsmarkt zu orientieren, fällt vielen nicht leicht. Kein Wunder bei dem dichten Dschungel der Arbeitgeber in der Region. Abhilfe leistet die Berufsberatung der Agentur für Arbeit in der Karlsruher Brauerstraße.
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Waldemar Jonait ist Leiter der Berufsberatung und hat schon einige Kandidaten kommen und gehen sehen. Für eine erfolgreiche Beratung ist vor allem eines wichtig: Mitarbeit. "Wer seine Hausaufgaben vorher nicht erledigt, dem können wir auch nicht helfen."

Onlinetest hilft bei der Vorbereitung auf die Berufsberatung

Denn wer zu Waldemar Jonait in die Berufsberatung kommt und fragt, was er mit seinen Zeugnissen machen soll, für den kann es düster aussehen. "Es ist ein Prozess", so Jonait, "bei dem beide Seiten mitarbeiten müssen." Ein grober Überblick mit Hilfe des Internets könne im digitalen Zeitalter nicht schaden, rät der erfahrenen Berufsberater, ehe es ins persönliche Gespräch in den Räumlichkeiten der Agentur für Arbeit geht. "Da kann es dann schonmal schnell gehen, wenn beim Gesprächspartner bereits ein Berufswunsch vorhanden ist." Dann müsse man "nur noch" einen passenden Arbeitgeber finden.

Ist der Partner jedoch unentschieden, stelle sich die Sache problematischer dar. In ausführlichen Gesprächen gilt es verschiedensten Fragen auf den Grund zu gehen: "Was stellst Du Dir vor? Was interessiert Dich? Was kannst Du?" Diese Fragen sollte sich jeder Suchende im Vorfeld des Gespräches selbst stellen, rät der Berufsexperte. Denn wer unvorbereitet in eine Beratung gehe, habe es oftmals ungleich schwerer. Mit Hilfe des Onlinetests von Planet Beruf, bei dem viele Fragen zu Interessen und Fähigkeiten abgefragt werden, lasse sich schon ein gewisse Tendenz erkennen. Doch was in der Theorie gut aussieht, muss im tatsächlichen Leben nicht zwangsläufig auch gut sein, so Jonait. "Das A und O für eine erfolgreiche Suche sind Praktika", weiß Jonait, der seit 1994 Berufsberater ist.

Praktikum muss zeigen, ob der Beruf passt

Eine nützliche Orientierungshilfe für mögliche Betriebe biete die Jobbörse oder die direkte Information über Kammern, wie Industie und Handelskammer (IHK) oder Handwerkskammer (HWK). "Im Handwerk bieten auch die Innungen selbst viele nützliche Informationen", sagt Jonait. Doch so schnell manche Beratungen über die Bühne gehen, so lange und ausführlich könnten sie auch werden, bekräftigt der Leiter der Berufsberatung. "Es kann auch vorkommen, dass ein Kandidat zwei, drei oder sogar vier Mal vorbeischauen muss." Für Intensivfälle gebe es zudem die Möglichkeit, eine psychologische Eignungsuntersuchung in der Berufsberatung zu machen, bei der Psychologen in einem Berufswahltest nach einer passenden Lösunge finden.

"Das ist aber eher die letzte Waffe, wenn sonst nichts mehr hilft." Zuvor sollten die potentiellen Bewerber den Test von Planet Beruf machen, der online jederzeit und überall zu machen ist. Anhand dieser Informationen kann man dann in ein Gespräch mit den Karlsruher Berufsberatern gehen. Jonaits Erfahrungswerte stellen sich positiv dar, ebenso die Reaktionen der Schützlinge, die beraten werden. "Bei 70 bis 80 Prozent der Fälle, hören wir am Ende: 'Stimmt, das könnte zu mir passen'", freut er sich. Ob es auch wirklich passt, muss dann ein Praktikum zeigen, um das man sich rechtzeitig vor der Bewerbungsphase kümmern sollte, rät der Spezialist.

Berufsberater auch an Schulen unterwegs

Wichtig ist auch die Frage, was ein künftiger Bewerber will, ob es ein "Global Player" werden soll oder eher ein mittelständisches oder kleines Unternehmen. "Wenn einer unbedingt zu einem großen Global Player gehen will, können und wollen wir ihn davon natürlich nicht abhalten", so Jonait. Aber man solle sich immer bewusst machen, dass Ausbildungen bei Mittelständlern oder Kleinstunternehmen oftmals vielschichtiger und praxisorientierter seien. "Während die Ausbildung bei Großunternehmen oft auf einen Bereich beschränkt ist, kann man bei kleineren Unternehmen von Einkauf bis Vertrieb alles kennenlernen."

Übrigens bietet die Agentur für Arbeit auch Beratungen für Studienwillige an und unterstützt sie bei der Studienwahl. Die Berufsberater haben nach Angaben von Waldemar Jonait jährlich zwischen 600 und 800 Beratungen und besuchen zusätzlich Schulen, um den Schülern bei der Berufsfindung zu helfen.

Mehr zu: Beruf Berufsberatung "Agentur für Arbeit"

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Kommentare [6]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (3083 Beiträge) | 27.05.2012 10:47
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    Berufsberater,
    wäre ich auch gerne.

    Als ich mal einen darauf ansprach grinste er nur wie Helmut Kohl vor dem Untersuchungsausschuss.
  • (2254 Beiträge) | 27.05.2012 01:52
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    Wer seine Hausaufgaben vorher erledigt,
    braucht die Arbeitsagentur nicht.

    Und denen, die das nicht tun, können die auch nicht helfen, wie sie selbst zugeben.

    Wofür also brauchen wir die Arbeitsmarktdienstleistungen dieses Bürokratenhaufens dann?
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 27.05.2012 06:52
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    Überflüssig
    Diese Einrichtung ist eigentlich überflüssig wie ein Kropf, v.a. in Zeiten von Internet wo jeder Teenager 'nen Rechner daheim stehen hat.

    Kann doch jeder selber schauen, was für Firmen es in der Region gibt. Und eine bestimmte Vorstellung, was jemand arbeiten will, wird wohl jeder irgendwo haben.
    Und die Helden, die eine Suchmaschine nicht bedienen können und keinerlei Ahnung haben was sie eigentlich suchen, denen hilft auch der beste Berufsberater nicht mehr weiter...

    Wenn man dann noch somanche "Berufswünsche" sich zu Gemüte führt, wie viele Leute Model, Superstar, Profifußballer oder sonstwas werden wollen (ich rede nicht von richtigen Talenten die das seit ihrer Kindheit machen), die müssen dann eben einsehen daß wir keine 20 Millionen Künstler brauchen...

    Also meiner Meinung nach gehört dieser Apparat mit zweifelhaftem Nutzen abgeschafft, spart haufen Geld...
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 27.05.2012 06:58
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    Ebenso...
    ...die ganzen Maßnahmen und was man da so mitkriegt. Bringt nichts. Oder sehr wenig.

    Lieber das Geld für effektive Maßnahmen nehmen, wenn jemand arbeitslos ist und man anhand seiner Laufbahn erkennt daß er mit einer Fortbildungsmaßnahme z.B. eine Fachkräftelücke schließen könnte, dann sollte das Arbeitsamt in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sowas bezahlen. Dann hätte jeder was davon.

    Und bei manchen Leuten muß man eben einsehen, daß sie nur für einfachste Arbeiten brauchbar sind (z.B. Deutsche die zwanzig Rechtschreibfehler* pro Absatz machen und Probleme mit dem kleinen Einmaleins haben). Da bringen auch Maßnahmen nichts. Dann zahlt man denen lieber ein Leben lang Hartz 4, statt Tausende Euro für Mist rauszuwerfen.

    *Krankhafte Legastheniker die dafür andere Fähigkeiten haben sind nicht gemeint
  • unbekannt
    (1115 Beiträge) | 26.05.2012 20:45
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    jetzt mal ernsthaft..
    wer hat denn heute ansatzweise einen Job, der ihm bei dem Berufswahltest im BIZ ausgewertet wurde?
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 26.05.2012 18:57
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    Berufswunsch
    Ich wär' so gerne Millionär, dann wär' mein Konto niemals leer!
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