Wahlkampfauftakt der Grünen
[1]
Karlsruhe (ps/lh) - Die Partei Die Grünen der Region Mittlerer Oberrhein eröffneten mit einer Wahlkampfauftakt-Veranstaltung das Superwahljahr 2009. Auf den verschiedenen politischen Ebenen stellen sich dieses Jahr 350 Kandidaten zur Wahl.
In ihrer Begrüßung erinnerte Uta van Hoffs daran, dass die Grünen die einzige politische Kraft sind, die nicht versuchen, die Klima-und die Wirtschaftskrise gegeneinander auszuspielen. „Die Klimakrise wird uns nicht den Gefallen tun zu warten, bis die Wirtschaftskrise vorbei ist. Wir wissen darum und wir handeln danach", so van Hoffs, die sich auch in Karlsruhe zur Wahl stellt.
Nach einer Schweigeminute für die Opfer und Hinterbliebenen der Tragödie von Winnenden stimmte Landtagsabgeordnete Renate Rastätter auf die bevorstehenden Wahlen ein. Sie erinnerte an die Zeiten der grünen Raupe, die nach dem erstmaligen Einzug der Grünen in den Bundestag 1983 durch Deutschland schlängelte und viele Menschen anzog, die von der ökologischen Ignoranz in der Politik genug hatten. Die neuen rhetorischen Versprechen der anderen Parteien seinen nicht genug: „Die Grünen sind die, die gewährleisten, dass ökologische Politik auch wirklich eine Chance auf Durchsetzung hat“, führte Rastätter aus.
Im Interview mit den Bundestagskandidaten Sylvia Kotting-Uhl (Karlsruhe-Stadt), Jörg Rupp (Karlsruhe-Land) und Hans-Peter Behrens (Rastatt/Baden-Baden) stellten die Kandidaten ihre Beweggründe für die Kandidatur sowie ihre politischen Schwerpunkte vor. Kotting-Uhl, die schon dem jetzigen Bundestag angehört, stellte Klima, Arbeit, Gerechtigkeit und Freiheit in den Mittelpunkt. Das Programm mit dem Titel „Der grüne neue Gesellschaftsvertrag“ sei hierfür eine sehr gute Basis. Der Trend, mit welchem Partner dieses Programm umzusetzen sei, geht für die drei KandidatInnen zwar zur SPD, ansonsten würde aber die inhaltliche Übereinstimmung den Ausschlag geben.
Fleischwerk und Baden-Airpark sind wichtige Themen
Stellvertretend für die Vielzahl an Kandidaten für die Kommunalwahl stellten sich Bettina Lisbach und Manfred Schubnell (Karlsruhe), Sonja Rothweiler (Pfinztal), Babette Schulz (Rheinstetten) und Manuel Hummel (Landkreis Rastatt) den Fragen. Lisbach und Schubnell machten klar, dass die Grünen nicht nur die Partei des Mahnens, sondern auch die engagiertesten Kämpfer für mehr Lebensqualität seien. Dazu gehöre bessere Luftqualität, weniger Lärm-und Verkehrsbelastung und die politische Bekämpfung von Kohlekraftwerken und nicht notwendigen zusätzlichen Rheinbrücken. Investitionen in Bildung, Ausbildung und energetische Sanierungen bringen dagegen dauerhaft etwas und entlasten dabei langfristig die Stadtkasse.
Für Sonja Rothweiler gab auch die ungleiche Geschlechtervertretung in den Räten den Ausschlag zur Kandidatur. „Wenn Frauen die Hälfte der Gestaltungsmacht wollen, müssen Sie auch antreten.“ Auch für Babette Schulz war die geringe Repräsentanz von Frauen im Gemeinderat ein Grund für die Kandidatur. Der Hauptgrund jedoch sei die Planungen für ein Fleischwerk in Rheinstetten gewesen: Hier will sie den vielen Gegnern des Fleischwerks eine politische Ansprechpartnerin und Stimme im Gemeinderat sein. Kreistagskandidat Manuel Hummel nannte den geplanten Anschluss des Baden-Airparks als wichtiges Thema. Die Grünen stehen dem Autobahnanschluss ablehnend gegenüber. „Zumal die geplante Trasse wertvolle und geschützte Natur zerschneiden würde, müssen wir hier alle Möglichkeiten nutzen, um dieses Projekt zu verhindern“, erklärte Hummel.
Mehr zu: Grüne Wahlkampf
- (1102 Beiträge) | 17.03.2009 08:52Nicht mehr wählbarDie Hessen-Wahl hat gezeigt, dass die Grünen im Fall der Fälle auch mit den Linken ins Koalitionsbett steigen würden. Damit sind sie für mich nicht mehr wählbar. Schade eigentlich.




twittern
facebook melden
StudiVZ melden
Google melden
Webnews melden
del.icio.us empfehlen
Mister Wong empfehlen
Linkarena melden
Windows live melden
Yahoo melden
Yigg melden
Kledy melden






































Social Bookmarks
Tweet