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Karlsruhe Von Grünen diskriminiert? Krach in der Uni-Politik

Der Unabhängige Studierendenausschuss (UStA) soll der Kandidatur eines Mitglieds des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) für das Amt des Innenreferenten einen Riegel vorgeschoben haben. Der zurückgewiesene Henrik Schürmann und der RCDS sehen die demokratische Kultur in Gefahr.

Wie der an die CDU/CSU angelehne Studentenverband in einer Pressemitteilung berichtet, habe der neu gewählte UStA seine  Denkweise bereits bei der dritten Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) gezeigt. So sei dem RCDS-Mitglied Schürmann von der UStA nahe gelegt worden, seine Kandidatur zum Amt des Innenreferenten nieder zu legen. 

Begründet habe man dies damit, dass Schürmanns teils kontroversen Standpunkte ein Problem in der konstruktiven Zusammenarbeit des UStA darstelle. Auch ein Verweis auf die Bindung aller UStA-Referenten an die Beschlüsse des Studierendenparlaments sowie Schürmanns Garantie, jederzeit für die Ziele des Arbeitsprogramms uneingeschränkten Einsatz zu zeigen, hätten dem UStA-Vorstand Anselm Laube und seinem Team nicht ausgereicht. Nach Ansicht des RCDS zeige dies, dass eine zweite Meinung im mehrheitlich von der Grünen Hochschulgruppe (GHG) gestellten UStA nicht erwünscht sei.

"Einer vom RCDS" könne doch kein Referent werden", sei nach Angaben der christlich-demokratischen Studenten inoffiziell zu vernehmen gewesen. Weil jedoch auch dem unliebsamen UStA bekannt sei, dass sich das StuPa einen Vertreter der politischen Mitte wünsche, sei Schürman ein Sonderposten angeboten worden. Diese Position wäre allerdings zu Beratungszwecken und mit keinerlei Stimmrechten oder Befugnissen versehen gewesen.

RCDS sieht Demokratie untergraben

Bernhard Gürich, Fraktionsvorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des RCDS Karlsruhe ist verärgert: "Diese Vorgehensweise ist alles andere als angebracht. Trotz freier Referatsstellen wird hier engagierten Studenten jegliche Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entzogen."

Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende des RCDS, Thomas Deubel: "Ich bin schlichtweg fassungslos, wie hier mit Henrik umgesprungen wurde." So entwickle sich der 'grüne UStA' immer mehr zur Farce, bei dem das Demokratieprinzip untergraben werde. Da Henrik Schürmann in diesem UStA keinerlei Zukunft sehe, wolle er sich zwar weiterhin auf freiwilliger Basis einbringen, jedoch stehe er für eine neue Kandidatur nicht mehr zur Verfügung.

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Kommentare (13)
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  • unbekannt
    (112 Beiträge)

    21.05.2010 21:27 Uhr
    RCDS
    homo,-xenophober,extremkonservativer,neoliberaler Deutschtümelei-Verein (Studiengebühren?,Papi hat`s ja)!
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  • unbekannt
    (1456 Beiträge)

    21.05.2010 13:43 Uhr
    UStA vs. AStA
    > So entwickle sich der 'grüne UStA' immer mehr zur Farce, bei dem das
    > Demokratieprinzip untergraben werde. Da Henrik Schürmann in diesem
    > UStA keinerlei Zukunft sehe, wolle er sich zwar weiterhin auf
    > freiwilliger Basis einbringen, jedoch stehe er für eine neue Kandidatur
    > nicht mehr zur Verfügung.

    Vielleicht sollte man dem Herrn Schürmann mal in Erinnerung rufen, wem er diesen AStA und somit UStA zu verdanken hat. Er möge sich ganz einfach an seinen Parteifreund in Stuttgart wenden, um die Rückkehr zur verfaßten Studentenschaft zu ermöglichen. Bayern, Württemberg und Baden kochen hier ein arg spezielles Süppchen, und wenn dann einer vom RCDS rumheult, dann trifft's wenigstens keinen Falschen.
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  •   ralf
    (3527 Beiträge)

    21.05.2010 11:48 Uhr
    Die RCDS
    Dieser Verein konnte auch bei Anne Will besonders glänzen: http://www.youtube.com/watch?v=jCMXLYnJah4
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  •   Greif
    (1416 Beiträge)

    21.05.2010 12:54 Uhr
    Firmiert der RCDS...
    bei den StuPa-Wahlen an der Uni Karlsruhe eigentlich immer noch als "Liste grüner Rabe"? Oder trauen sie sich inzwischen, unter ihrem 'richtigen' Namen anzutreten?
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  •   jimmg
    (411 Beiträge)

    21.05.2010 08:32 Uhr
    Bedenklich
    "...UStA-Vorstand Anselm Laube und seinem Team."

    Bedenklich wenn "Einer" mit seinem "Team" bestimmt, was gut und schlecht, wer gut und schlecht und wer was sagen und nicht sagen darf. Sehr Bedenklich!

    (Das gabs doch schon mal in Deutschland - das es jetzt aber an der Uni Ka so was gibt!?!)
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  • unbekannt
    (322 Beiträge)

    21.05.2010 09:13 Uhr
    zur Info
    Ähnliche Grabenkämpfe gab es wenn ich richtig informiert wurde tatsächlich schon einmal Mitte der 79er Jahre in Freiburg. Damals soll ein RA aus Rastatt (heute Verteidiger der Leute die aktuell keine Rockkonzerte in Rheinmünster-Söllingen abhalten sollen) als RCDS-Mitglied den damaligen AStA verklagt haben, weil im Asta-Info ein Artikel erschienen war, der sich gegen der Auftritt einer Musikgruppe aussprach. Wie das ausging weiß ich nicht.
    Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) hat in Baden-Württemberg jedenfalls deutschlandweit eine Ausnahmestellung (Quelle) und deswegen gibt es parallel dazu den Usta.
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  • unbekannt
    (322 Beiträge)

    21.05.2010 09:18 Uhr
    uii
    Und schon hat sich der Rechtschreibfehlerteufel eingeschlichen. Es sollte Mitte der 70er heißen. Mitte der 79er wäre wohl auch sonderbar.
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  •   mcclaney
    (1339 Beiträge)

    21.05.2010 08:43 Uhr
    Meinungsmache?
    Bedenklich ist es, wenn eine solche Meldung veröffentlicht wird, ohne dass die Beschuldigten zu Wort kommen...
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  •   tessarakt
    (2353 Beiträge)

    21.05.2010 12:02 Uhr
    ACK
    Da fehlt mir einiges, um das beurteilen zu können. Wer besorgt Links auf Quellen? (Idealerweise der Prakikant, der diesen Artikel verbockt hat ...)
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  • unbekannt
    (322 Beiträge)

    21.05.2010 13:00 Uhr
    das?
    Ich kenne die Leute zwar auch nicht und kann mir kein Urteil bilden.

    Der RCDS bekennt sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung, wird aber auch immer wieder von Leuten zu unterwandern versucht. Damit haben die dann intern ein Problem.
    Siehe unter: RCDS und Rechtsextremismus
    Der unabhängiger Studierendenausschuss (UStA)
    ist hauptsächlich in Baden-Württemberg vertreten, weil dort der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) nach dem Hochschulrecht nur ein besonderer Ausschuss des jeweiligen Hochschulsenates ist und diesem rechenschaftspflichtig. Eben anders als in anderen Bundesländern.
    Der unabhängiger Studierendenausschuss (UStA) verfügt über kein gesetzliches Mandat, als Vertreter der Studenten aufzutreten.
    Um was jetzt hier soviel Wirbel gemacht wird? Wird sich kären denke ich!
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