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Karlsruhe Verregnete Zwischenbilanz: Sommer macht Karlsruher Freibädern Sorgen

Was kann man sich Schöneres vorstellen, als an einem Tag bei über 30 Grad alle Viere von sich zu strecken und im Freibad zu entspannen. Über mangelnde Freibad-Auswahl können sich die Karlsruher nicht beklagen, nur der Sommer macht den Beach-Boys und Badenixen einen Strich durch die Rechnung. Denn seit Beginn der Badesaison am 1. Mai war das Wetter sehr durchwachsen. Zeit für eine erste Zwischenbilanz. ka-news hat bei den Karlsruher Freibädern nachgefragt.

"Wir sind mit dem Wölfle jetzt in der elften Saison. Bisher war es noch nie so schlecht", zeigt sich Friedhelm Walther im Gespräch mit ka-news enttäuscht. Mit der bisherigen Saison ist der Vorsitzende des Fördervereins für das Freibad Wolfartsweier überhaupt nicht zufrieden. "Es ist eine Katastrophe, wenn an regnerischen Tagen manchmal nur vier oder fünf Badegäste kommen", so Walther.

Wetter kein Grund zur Panik: "Abgerechnet wird zum Schluss."

Auch Oliver Sternagel, Geschäftsführer der Karlsruher Bädergesellschaft, macht sich Sorgen wegen des Wetters in diesem Jahr. "Mittlerweile ist die Zwischenbilanz eher schlecht", bestätigt auch der Bäderchef gegenüber ka-news. Vergangenen Freitag und Samstag hatten bei bestem Wetter zwar viele Badegäste den Weg in die Freibäder gefunden, so auch in das Wölfle. Mehr als einen Tropfen auf den heißen - besser den nassen - Stein waren die sonnigen Tage aber nicht.

Im Vergleich zum Jahr 2011 fällt die Bilanz für das Turmbergbad in Durlach, das Freibad Rüppurr und die anderen Freiluftbäder in der Fächerstadt schlechter aus. "Darüber freuen sich derzeit die Hallenbäder", so Sternnagel. "Das Europabad erfreut sich aktuell an mehr Besuchern. Aber diesen Trend sehen wir schon das ganze Jahr." Aber für den Bäderchef ist das schlechte Wetter kein Grund in Panik zu geraten: "Abgerechnet wird am Schluss. Ein guter Juli oder August kann unsere Bilanz vielleicht sogar besser als 2011 werden lassen."

Blick nach vorne: Bäder wollen das Beste aus der Wetterlage machen

Darauf hofft auch das Freibad Wolfartsweier, das seit 2002 vom Förderverein in Eigenregie geleitet wird. "Durch einen solchen Sommer geraten wir in riesige finanzielle Probleme", bedauert Walther. Wenn das Wetter nicht besser werden sollte, müsste das Bad eventuell schon vor dem eigentlichen Ende der Badesaison am 30. September die Becken leeren, befürchtet er. Dennoch schauen Walther und die vielen freiwilligen Helfer optimistisch nach vorne - denn ändern können sie das Wetter ja nicht.

Das Beste aus der Wetterlage zu machen, das ist auch die Ansicht Sternagels: "Unsere Mitarbeiter sind bereit, in den Bädern wurde einiges gemacht und das wollen wir auch zeigen." Die Bäder zu einem früheren Zeitpunkt zu schließen, zieht der Bäderchef nicht in Betracht. Zumal die Freibäder zahlreiche Stammgäste hätten, die auch bei 16 Grad und Regen den Weg ins Freiluftbecken fänden. Dennoch  wünscht sich Sternagel einen trockenen und heißen Juli und August. "Aber irgendwie klappt's immer", so der Bäderchef.

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