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Karlsruhe Vermüllte Oststadt: "Hat hier jemand alle Tonnen durchsucht?"

Es ist kein schöner Anblick: In der Oststadt türmen sich seit Mittwoch kleine Müllberge am Straßenrand. "Fast könnte man denken, jemand hätte systematisch alle Mülltonnen ausgeleert und durchsucht", so ein ka-Reporter. Doch das Amt für Abfallwirtschaft nennt eine andere Ursache.

"Leider wird beim Sperrmüll oft auch allerhand Haushaltsrat entsorgt, in den letzten beiden Tagen war dort ein Sperrmülltermin." Der Hausrat bleibe dann natürlich liegen, weil grundsätzlich eine Anliegerverpflichtung besteht, diesen zu entsorgen, heißt es vonseiten des Amts.

Ein Problem, das auch in anderen Stadtteilen bekannt ist. Oft stehen hier wochenlang Reste auf den Gehwegen. Die Ursache des Problems: Die festen Sammelterminen, die es in einigen Stadtteilen noch gibt. "Es ist schwer für uns nachzuvollziehen, wer der Verursacher in einem solchen Falle ist", so das Amt weiter.

Was gehört in den Sperrmüll?

Damit es vor Ihrer Haustüre nicht zu solchen unschönen Restbeständen kommt, hat das Amt für Abfallwirtschaft Tipps parat. Sie sollten demnach tatsäch­­­lich ausschließ­­­lich Sperr­­müll bereit stellen; keine Müllbeutel, Klei­­­der­­­sä­­­cke, Kartons, Zeitungs­­­­­sta­­­pel, Schad­­­stoffe, Autoreifen. "Diese Dinge gehören nicht zum Sperrmüll und werden auch nicht von uns mit­ge­nom­­­men", heißt es auf der Hompage des Amts für Abfallwirtschaft.

"Und sollten Sie irrtümlich etwas heraus­­­ge­­­stellt haben, das nicht unter die Kategorie Sperrmüll fällt, so müssen Sie es wieder ent­fer­­­nen". Wenn Sie sich über die Entsorgung nicht sicher sind, so finden Sie hilfrei­­che Tipps im Abfall-ABC des Amts oder bei der Abfall­­­be­ra­tung unter der Telefonnummer: 0721/133-1003.

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ka-news-Hintergrund:

Seit Juni 2015 wird die Sperrmüll-Abholung auf zwei Arten geregelt: Die Abholung erfolgt im ganzen Stadtgebiet einmal per Straßensperrmüll. Zusätzlich sollen Karlsruher zudem einmal jährlich "Sperrmüll auf Abruf" beanspruchen können. Die Stadt entschied sich bewusst gegen eine reine Sperrmüll auf Abruf-Variante. Denn: "Die Karlsruher hängen mit besonderer Liebe am Straßensperrmüll-System - das wollen wir ihnen nicht wegnehmen", erklärte Umweltbürgermeister Klaus Stapf 2015.

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