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10.01.2016 15:30
 
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Verletzungsgefahr! Pappeln im Rheinstrandbad müssen gefällt werden [5]

Badegäste planschen im Rheinstrandbad Rappenwört (Symbolbild): Teile des alten Pappelbestandes sollen im Februar gefällt werden.
Bild:(ps)

Karlsruhe (Lydia Bilharz) - Im Karlsruher Rheinstrandbad sollen alte Bäume gefällt werden, so der Plan der Stadt. Der Grund: Verletzungsgefahr durch herabfallende Äste. Das Vorhaben stößt jedoch nicht bei allen auf Begeisterung - schließlich dienten die Pappeln im Rheinstrandbad Jahre lang als natürliche Schattenspender.
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In einer Karlsruher Facebook-Gruppe kritisierte ein Nutzer vor wenigen Tagen das Vorhaben, einige Bäume im beliebten Freibad zu fällen. Er hatte vom Plan der Stadt gehört. Auf Anfrag von ka-news bestätigt diese, dass in absehbarer Zeit Bäume im Rheinstradbad weichen müssen. Der Grund: Mögliche Verletzungsgefahr. Herabfallende Äste könnten Badebesuchern zum Verhängnis werden. Es liege eine "konkrete Fällerfordernis für Teile des dortigen Pappelbestandes" vor. Die Bäume seien mittlerweile schlicht zu alt.

"Neun Bäume sollen gefällt werden"

"Die Bäume kommen an ihr natürliches Lebensende. In dieser Alterungsphase steigt die Anfälligkeit gegen Pilzerkrankungen. Diese können zu Astbrüchen führen", so fasst eine Pressesprecherin der Stadt die Situation zusammen. Auch die Neigung zur sogenannten Stockfäule im Wurzelbereich nehme zu. Mit der Folge, dass der gesamte Altpappelbestand in einem Zeitraum von 15-20 Jahren insgesamt erneuert werden müsse. "Nur einen Rückschnitt vorzunehmen, ist hier nicht möglich", heißt es weiter.

Vor diesem Hintergrund sei die Fällung zu sehen. In enger Abstimmung haben die städtischen Fachdienststellen Bäderbetriebe, Gartenbauamt, Umweltamt und Untere Naturschutzbehörde unter Einbeziehung eines Fachgutachters die nun erforderliche Fällung von insgesamt neun Bäumen, davon sieben Pappeln, vorbereitet. "Dies sind Bäume, deren Schädigung derart hoch ist, dass eine Gefährdung im laufenden Badebetrieb nicht sicher ausgeschlossen werden kann", weiß die Pressesprecherin.

Junge Schwarzpappeln werden im Frühjahr nachgepflanzt

Derzeit erstelle das Gartenbauamt ein Konzept für die Nachpflanzung junger Schwarzpappeln, die noch im Frühjahr, also vor Beginn der Badesaison, durch die Auszubildenden des Gartenbauamtes gepflanzt werden. "Die formelle Fällgenehmigung erwarten wir in Kürze. Die Ausschreibung der Fällarbeiten ist erfolgt", heißt es von der Stadt. Die Maßnahme soll dann im Februar umgesetzt werden.

So werden die Badegäste keine Einbußen durch die geplanten Arbeiten haben. Zudem gibt das Bundesnaturschutzgesetz zwischen dem 1. März und dem 30. September jedes Jahres einen Schutzraum vor, in dem Fäll- und Schnittverbote für Bäume gelten, die außerhalb des Waldes oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, so heißt es im Paragraf 39 des Bundesnaturschutzgesetzes.

Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: Die alten Pappeln boten den Badegästen über die Jahre hinweg schattige Plätze, so die Kritik des Facebook-Users. Bis die jungen Pappeln wieder die Dimension der alten erreichen werden, kann es also noch einige Jahre dauern.

Der Artikel wurde nachträglich aktualisiert.

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Kommentare [5]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (150 Beiträge) | 11.01.2016 12:10
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    Baumschutzverordnung der Stadt ka
    Das Gartenbauamt hält sich nicht an die eigenen Vorgaben zur Ersatzpflanzung (siehe Link im Beitrag oben).
    Dafür haben mehrere Mitarbeiter im Stadtgebiet die Aufgabe, Bäume aufPprivatgrundstücken auszumessen und zu katalogisieren, anzuschreiben, zu drangsalieren usw. Hier wird ein irrsinniger Aufwand getrieben.
    ich kenne einen Fall, da wurde Grundstückseigentümern jahrelang die Fällgenehmigung für eine grosse Kiefer verweigert, bis sie beim Lothar beinahe auf das Nachbarhaus gefallen wäre.
  • (150 Beiträge) | 11.01.2016 11:53
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    Nachpflanzen wird verzögert
    Ich beobachte schon länger, dass es nach Baumfällungen manchmal lange geht bis nachgepflanzt wird. So wurden in der NW-Stadt entlang der Bahn vorletzten Herbst etliche gesunde Bäume gefällt die angeblich zu alt waren. Die Nachpflzung erfolgte erst kürzlich obwohl das Gartenbauamt im Interviewgegenüber ka-news beteurt hat, dass die Nachpflanzung nach einem halben jahr erfolgt:
    Bericht ka-news
    Ich frage mich, ob hier bewusst gespart wird.
    Wenn mandie fehlenden Bäume hochrechnet, kann man sich ausmalen, was viel weniger Bäume im Stadtgebiert für die CO2-Bilanzund das Mikroklima bedeuten, denn im Sommer sind die Bäume auch wichtige Schattenspender.
  • (743 Beiträge) | 11.01.2016 03:59
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    was für ein Aufwand
    " In enger Abstimmung haben die städtischen Fachdienststellen Bäderbetriebe, Gartenbauamt, Umweltamt und Untere Naturschutzbehörde unter Einbeziehung eines Fachgutachters die nun erforderliche Fällung von insgesamt neun Bäumen, davon sieben Pappeln, vorbereitet."
    bei so einer Arbeitsweise wäre jeder normale Betrieb pleite.
    Ganz einfach: Motorsäge, fachkundiges Personal und los gehts.
  • (1054 Beiträge) | 10.01.2016 18:24
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    Nachpflanzen!
    Was mich in dem Zusammenhang besonders stört ist, dass schon vor zwei Jahren einige Pappeln gefällt wurden und dafür bislang kein Ersatz gepflanzt wurde. Wenn man schon weiß, dass nach und nach viele gefällt werden müssen, dann muss man auch zügig mit dem Anpflanzen von neuen Schattenspendern beginnen. Ansonsten wundert man sich in ei paar Jahren warum selbst an den heißen Sommertagen kaum noch Gäste nach Rappenwört kommen.
  • (1 Beiträge) | 21.02.2016 20:29
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    Pappeln die richtige Sorte?
    Wenn Pappeln alle 25 Jahre gefälkt werden müssen, warum wird nicht eine Sorte gepflanzt, die länger stehen bleiben kann?
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