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Karlsruhe Veggie-Tag im Städtischen Klinikum: "Den Mitarbeitern schmeckt's"

Grünes Thaicurry mit Fenchel und Reis, dazu Kürbissuppe und Vanillepudding: In der Mitarbeiter-Kantine des Städtischen Klinikums Karlsruhe ist seit Anfang des Jahres immer donnerstags Veggie-Tag. Pünktlich zum Welt-Vegan-Tag machte sich Bürgermeister Klaus Stapf am Donnerstag ein Bild vom fleischlosen Mittags-Angebot des Krankenhauses. Gesund, klimafreundlich, lecker: Seiner Meinung nach hat das Konzept Zukunft für sämtliche Karlsruher Mensen.

"Puuh, zum Glück ist Veggie-Tag", sagt der Eisbär auf einer Postkarte der "Donnerstag ist Veggie-Tag"-Initiative, die im Speisesaal des Städtischen Klinikums Karlsruhe ausliegt. Das Arktistier wischt sich den Schweiß von der Stirn, denn, so heißt es weiter: "Tierhaltung ist gegenwärtig zu einem Fünftel für die Klimaerwärmung und das Schmelzen der Polkappen verantwortlich."

"Weniger Fleisch, damit dem Eisbär die Eisscholle bleibt"

Der Veggie-Tag helfe jedoch nicht nur dem Planeten und dem Eisbären - auch die eigene Gesundheit werde durch den regelmäßigen Verzicht auf Fleisch angekurbelt, das bestätigt Bürgermeister Klaus Stapf am Donnerstag beim Mittagessen im Städtischen Klinikum. Hier steht der "kleine Freitag" schon seit Anfang des Jahres im Zeichen des Vegetarismus: Während sonst zwei Gerichte mit Fleisch und eines ohne auf der Speisekarte der Mitarbeiterkantine stehen, dreht sich das Verhältnis damit einmal die Woche um: Mehr Brokkoli, weniger Schnitzel.

Dieses Konzept sei laut dem Bürgermeister schon in mehreren Karlsruher Unternehmens-Kantinen etabliert. "Mit dem Veggie-Day wollen wir beweisen, dass man sowohl mit als auch ohne Fleisch gut kochen und essen kann", so Stapf, der seit einiger Zeit mit der Inititaive "Donnerstag ist Veggie-Tag" zusammenarbeitet. Davon überzeugen will man nun auch vermehrt Mitarbeiter von städtischen Einrichtungen - beispielsweise bei den Stadtwerken sei die Einführung des Veggie-Days denkbar. "Beim Amt für Abfallwirtschaft findet die Idee vermutlich keinen Anklang", gibt Stapf schmunzelnd zu - "die Angestellten brauchen so viel Power, dass sie schon zum Frühstück Spaghetti Bolognese vertragen könnten."

Städtisches Klinikum: 50 Prozent der Mitarbeiter verzichten donnerstags auf Fleisch

So nicht bei den Ärzten und Krankenschwestern: Von den 350 Essen, die täglich über die Theke gehen, seien am Donnerstag mittlerweile 50 Prozent vegetarisch. "Das Angebot wird hier sehr gut angenommen - viele freuen sich darauf, Neues zu probieren und eventuell sogar nachzukochen", so Saskia Heilmann vom Klinikum. Angedacht sei sogar ein zweiter vegetarischer Tag in der Woche. Egal was auf dem Teller ist, jedes Gericht koste gleich viel, nämlich 3,50 Euro - "das soll auch so bleiben", sagt Markus Heming, Geschäftsführer des Städtischen Klinikums.

Bei allen positiven Nebenwirkungen, die der Veggie-Tag laut den Initiatoren mit sich bringe, ist der Programmpunkt der Grünen gerade im Rahmen der Bundestagswahl deutschlandweit in die Kritik geraten. Stapf beurteilt das als "Kommunikationsfehler": "Mit Verboten erreicht man gar nichts - die Leute müssen viel eher zum Nachdenken angeregt und Schritt für Schritt von einer fleischreduzierten Ernährung überzeugt werden." Ein kleiner Erfolg im Kampf gegen den Fleischkonsum sei aber, dass das Thema in die Diskussion geraten ist. Stapf selbst gibt an, kein Vegetarier zu sein, empfiehlt am Donnerstag jedoch, mindestens einmal am Tag etwas Gesundes zu essen - ob Apfel oder Vollkornbrot, das sei egal.

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  •   Herbert-119
    (1164 Beiträge)

    02.11.2013 21:07
    "Weniger Fleisch, damit dem Eisbär die Eisscholle bleibt"
    diese ewigen Klimalügner gehen mir auf den Eisschollen Seier

    http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/wenn-sie-immer-noch-an-klimaaenderung-glauben-lesen-sie-dies/

    Dem Klima ist es egal was wir essen.
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  •   Hassowa
    (829 Beiträge)

    02.11.2013 08:10
    Den Mitarbeitern schmeckts ????
    Und das in der Kantine des Städt. Klimikums? Kaum zu glauben. Alleine an dieser Behauptung erkennt man, dass es sich im Propaganda handeln muss. Dass der grüne Bevormundungshumbug nun im Klinikum umgesetzt wurde, hat nur mit den dort angeschobenen Sparmaßnahmen zu tun, denn Hasenfutter ist nun mal billiger als Wiener Schnitzel. Wer auf derartigen Klamauk reinfällt, ist selber schuld. Ich werde jedenfalls auch und gerade am "Veggieday" nicht auf mein Schnitzel verzichten.
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  •   CurlChaos
    (674 Beiträge)

    01.11.2013 13:38
    OMG
    die sind alle tot! Mausetot! Der Veggie-Day bringt die um! Den hätten die nie einführen dürfen! Wie soll der Mensch nur einen Tag ohne Fleisch überleben können? Fleisch ... FLEISCH *lechz* ... am besten blutig und triefend. Frisch geschlachtet, oder noch besser direkt vom lebenden Tier abgeknabbert. Fleisch braucht jedes dominierende Tier, je mehr Fleisch, desto mächtiger.

    Na ein Glück bin ich ein Mensch und kein Tier, und falle nicht ohne tägliches Fleisch gleich tot um.
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  •   runsiter
    (11979 Beiträge)

    01.11.2013 17:27
    Dir fehlt ganz offensichtlich
    mal wieder ein richtig großes und saftiges T-Bone-Steak. Die Mangelerscheinungen können schon heftig sein, gell?
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  •   Nachteule
    (354 Beiträge)

    01.11.2013 13:05
    Bitte keine Mainstreamdiktatur!
    Wenn die Kueche des Klinikums an den uebrigen Tagen mehr Muehe fuers vegetarische Essen aufwenden wuerde und es auch schmecken wuerde braeuchte es keinen Veggie-Tag! Bitte fragt mal die Mitarbeiter nach ihren Wuenschen. Ich fuer meinen Teil moechte von Zwangsbeglueckung verschont bleiben. Zum Glueck gibt es nebenan in der Cafeteria immer Fleischkaese, Schnitzel etc. Ich lasse mir keinen Mainstream aufzwingen. Das schlechte Wahlergebnis der Gruenen war erst der Anfang.
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  •   ralf
    (3513 Beiträge)

    31.10.2013 23:18
    Man wird schon feststellen können, ob es schmeckt
    Gerichte, welchen den Mitarbeitern nicht schmecken, werden von den Mitarbeitern wohl zumindest kein zweites Mal ausgesucht.
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  •   joka
    (9833 Beiträge)

    31.10.2013 18:38
    Den Mitarbeitern schmeckt's
    Gibts dafür eine repräsentative Umfrage unter den Betroffenen oder wird da nur wieder Mainstream kolportiert?
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  •   runsiter
    (11979 Beiträge)

    31.10.2013 18:37
    Und immer noch
    tun die Grünen so, als ob sie vegetarisches Essen in Kantinen erfunden hätten. Nur die Grünen wissen, was für alle gut ist. Folgerichtig muss der dumme Allesreinstopfer mit sanfter Gewalt belehrt und bekehrt werden.

    Von Erneuerung ist bei den Grünen keine Spur zu erkennen. Immer noch dieses oberlehrerhafte Auftreten.

    Das macht sie mir zutiefst unsympathisch.
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  •   ralf
    (3513 Beiträge)

    31.10.2013 23:23
    Zwang?
    Auch heutzutage findet man vielerorts keine vegetarischen oder gar veganen Hauptmahlzeiten vor, während ja scheinbar beim Klinikum auch am Veggie-Tag noch Fleischgerichte gibt.

    Da frage ich mich doch, wem nun was aufgezwungen wird.
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  • 0
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    31.10.2013 23:51
    Also zumindest
    in grösseren Unternehmen, die mindestens drei Gerichte anbieten ist eines davon vegetarisch. Und zwar jeden Tag. Also was soll das Gejammer? Man hat doch die Wahl.
    Jemandem aufzuzwingen an einem bestimmten Tag keine Wahl zu haben, das ist Bevormundung.

    Einen Veggie day braucht keine Sau, im wahrsten Sinne des Wortes.
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