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25.10.2011 17:49
 
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VBK: Neue Trams schlängeln sich in zwei Jahren durch die Stadt [32]

Karlsruhe (mil) - Die Karlsruher Verkehrsbetriebe rüsten auf: Erst sollen Anfang 2012 rund 30 Stadtbahnen aus Wien geliefert werden - in rund zwei Jahren wird die Straßenbahn-Flotte dann noch einmal ausgebaut. 25 neue Niederflur-Stadtbahnwagen werden sich dann über die Karlsruher Gleise schlängeln. Am Dienstag unterzeichneten die Verantwortlichen den Vertrag über die Lieferung der Fahrzeuge.
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Neue Niederflurwagen VBK
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Foto: ps

Ein Fahrzeug soll dann pro Monat ausgeliefert werden, teilte Walter Casazza, Geschäftsführer der Karlsruher Verkehrsbetriebe (VBK), bei der Vertragsunterzeichnung mit. Rund 75 Millionen Euro kosten die neuen Wagen - der Stückpreis liegt knapp unter drei Millionen. Und - natürlich - werden sie im Zuge der Kombilösung auch tunneltauglich sein, betonte der VBK-Chef. Die Investition soll sich lohnen: Die nächsten 30 Jahre bauen die Verkehrsbetriebe auf die Neuanschaffungen.

Land fördert neue Fahrzeuge nicht

"Wir hätten uns natürlich gewünscht, dass sich das Land mit einer Förderung beteiligen würde", bedauerte Erste Bürgermeisterin und Vorsitzende des VBK-Aufsichtsrats Margret Mergen. Ihrer Meinung nach entzaubere die Landesregierung dadurch auch ihren eigenen Anspruch an den ÖPNV. "Die Regierung von CDU und FDP hat sich selbst sieben Jahre nicht darum gekümmert", erläuterte hingegen kürzlich ein Sprecher des baden-württembergischen Verkehrsministeriums auf ka-news-Nachfrage. Im Nachtragshaushalt habe die neue Regierung für 2011 keine Spielräume für Zuschüsse gesehen.

Mindestens zwei der 30 Bahnen werden davon für die neue Strecke der Südostbahn benötigt, die 2012 die Südstadt, das neue Stadtquartier im Osten der Südstadt und die Oststadt miteinander verbinden soll. "Der Großteil der neuen Wagen dient jedoch als Ersatzbeschaffung", erläuterte Casazza. Ein Vorteil sei gleichzeitig, dass auch die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) bei Bedarf auf die neuen Niederflurwagen für die Stadtbahnlinien S1 oder S2 zurückgreifen könne.

Der Aufsichtsrat der Verkehrsbetriebe Karlsruhe hatte dem Kauf der achtachsigen Niederflur-Stadtbahnwagen in seiner Sitzung am 20. September zugestimmt. Lieferanten sind das Düsseldorfer Unternehmen Vossloh Kiepe und sein spanisches Schwesterunternehmen, der Schienenfahrzeug-Hersteller Vossloh Rail Vehicles.

Klimatisiert und barrierefrei

Fast 40 Meter lang und drei Meter breit werden die bestellten Bahnen sein, erreichen sollen sie eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern. Platz finden können in den einzelnen Bahnen dann über 220 Fahrgäste - davon stehen etwa 104 Sitzgelegenheit zur Verfügung. Dazu wurde die so genannte "Cantilever"-Bestuhlung gewählt - indem die Sitze frei tragend an den Seitenwänden befestigt sind, kann der Innenraum flexibler genutzt und auch einfacher gereinigt werden, erklärte der VBK-Chef. Ein weiteres Plus - besonders im Sommer: Die Bahnen werden klimatisiert sein und Multifunktionsbereiche besitzen, die für Kinderwagen, Gehhilfen oder Rollstühle genutzt werden können.

Durch eine Luftfederung richte sich die Einstiegshöhe an den barrierefrei ausgebauten Haltestellen aus, wie Mergen erläuterte. Außerdem sorge sie für eine erschüttungsfreie Fahrt. Indem beim Bremsen zurückgewonnene Energie ins Netz zurückgespeist wird, seien die bestellten Fahrzeuge außerdem besonders umweltschonend.

Artikel-Archiv:

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Kommentare [32]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (1569 Beiträge) | 25.10.2011 18:42
    Barriefrei?
    Wenn man, wie geplant, erstmal irgendwie 20m unter der Erde ist ;-(

    Quitschen und rattern die genauso laut wie die alten?
    Wurde bei den neuen in irgend einer Form auf Schonung anderer Verkehrsteilnehmer wie Fußgängern bei Kollisionen geachtet?
    Oder Hauptsache schön, edel und teuer?

    Komisch erst die selbst die Förderung kaputt machen und dann bei den "neuen" darüber beschweren?
    Na wer sich an die eigenen Wahlversprechen schon Wochen später nicht mehr erinnert ("Bürgerentscheid Tunnel"), was soll man da vom Langzeitgedächtnis erwarten zwinkern
  • (3166 Beiträge) | 25.10.2011 19:06
    Genau so soll unsere Straßenbahn sein:
    "schön, edel, teuer"!

    Das Gegenteil wäre Murcks.
  • (1569 Beiträge) | 25.10.2011 19:25
    Wie wärs mit
    PREISWERT, EFFIZIENT, LEISE und ENERGIESPAREND???

    Für 2,50 fahre ich nicht über 20 Haltestellen und 30min "um die Ecke".
    Für'n EURo über 5 Haltestellen in 10min für die selbe Strecke auch Holzklasse!

    Zum Glück gibts noch genug Steuerzahler für "teuer und edel" ohne wenn und aber!
    Da kotzt sich nachts wenigstens mit Stil zwinkern
  • (3946 Beiträge) | 25.10.2011 19:40
    ich weiss zwar
    nicht ob das so ist oder sarkastisch gemeint, aber ich persönlich stimme voll dem zu )nicht sarkastisch).
  • (5444 Beiträge) | 25.10.2011 18:51
    Bestuhlung nicht von Vogel?
    raus aus der Stadt mit dem Geld!

    oder wie ist das zu verstehen?
  • (180 Beiträge) | 25.10.2011 19:43
    Tunneltauglich
    Im ersten Abschnitt steht's, weshalb neue Bahnen bestellt werden müssen: Es geht um die Tunneltauglichkeit.

    Alle anderen genannten Eigenschaften sind ein alter Hut: Luftfederung; Energierückspeisung beim Bremsen; 80 km/h Höchstgeschwindigkeit haben fast alle Bestandsfahrzeuge.

    Die Klimaanlage ist eine sinnlose Energieschleuder: Wenn in der Stadt alle 2 Minuten sämtliche Türen geöffnet werden, muß man den Innenraum nicht klimatisieren. Dann lieber Fenster zum Öffnen... ach nein, muß ja tunnentauglich sein.

    Wurden die 75 Mio EUR Anschaffungskosten bei den Gesamtkosten der Kombilösung bisher erwähnt? Ich kann mich nicht entsinnen...
  • (205 Beiträge) | 25.10.2011 22:18
    Also
    Jein, die Kombilösung mag da auch mit drinstecken, aber man benötigt auch genügend Bahnen für andere Zwecke. Die Bahnen als Neubauten tunneltauglich zu machen, wird jetzt auch nicht so viel ausmachen, die große Posten liegt da in der Nachrüstung vom Bestandsfuhrpark, und falls man durch das neue Liniennetz irgendwann mal mehr Fahrzeuge brauchen wird. Dort hat man richtige Folgekosten der Kombilösung.
    Ansonsten, 8 Bahnen (+ 1 Bahn Reserve) braucht man für die Linie 5 (die auch in Zukunft nicht durch den Tunnel fährt). 3 Stück noch für die Südostbahn, sind schon 12 Bahnen verplant. Die Verlängerung in Knielingen könnte mittelfristig auch noch kommen, mehr Niederflur auf der S2 wäre auch schön, und die Fahrzeugreserve ist momentan auch etwas knapp bemessen.
    Das die angepriesenen Fähigkeiten (Luftfederung etc.) eigentlich Standardausstattung sind, stimme ich dir allerdings zu.
  • (5487 Beiträge) | 26.10.2011 07:55
    !
    Der vorzeitige Ersatz der Hochflurer auf S1/S11 und S2 durch die besagten Bahnen (und insbesondere der jüngeren Hochflurer auf S4, S5 etc. durch die neuen Mittelflurer) ist sicherlich durch die U-Strab bedingt.
  • (205 Beiträge) | 26.10.2011 17:07
    ...
    Wobei nach dem was ich gehört habe, sich bei den Einsystem-Stadtbahn-6-Achsern eine Sanierung nicht mehr lohnen würde, weil die bald schon 30 Jahre alt werden, und der Wagenkasten nicht mehr in allerbestem Zustand (Korrosion etc.) ist. Die würde man also in nächster Zeit also sowieso ersetzen müssen. Bei den Achtachsern ist man dagegen wohl noch am überlegen, da könnte der Tunnel evtl. tatsächlich ausschlaggebend sein, ob sich eine Generalsanierung noch lohnt, oder nicht. Und die Zweisystembahnen habe für ihr Alter auch ziemlich hohe Laufleistungen, und dazu alle oben angesprochenen Fahrzeuge nicht barrierefrei.
    Aber klar, ganz "unschuldig" ist der Tunnel auch nicht; es ging mir mehr um die Behauptung, die aktuelle Bestellung wäre nur wegen dem Tunnel.
  • (5487 Beiträge) | 26.10.2011 18:01
    !
    Siehe auch unten.
    Ja, die Barrierefreiheit ist ein Mangel, anderswo mit "Sänften" gelöst, hätte man früher machen können, jetzt zu spät.
    Ich hätte als Idee ja noch einen alten Gleichstrompfalzbahnausbau auf Lager, wo man die alten noch eine Weile tunnelfrei fahren könnte zwinkern
  • (819 Beiträge) | 25.10.2011 19:49
    Und was bringt die Klimaanlage!
    Alle 400 bis 500 m gehen die Türen auf, dann muß dann kalte oder warme Luft zugeführt werden-Ich halte das nicht gerade für gesundheitsfördernd! Und wo befindet sich das Fahrradabteil, wahrscheinlich unterm Sitz?
  • (1569 Beiträge) | 25.10.2011 20:16
    Na Hauptsache Dr. W.C. gefällts
    und man kriegt die Dinger durch den Tunnel. DAS ist doch wohl das Wichtigste.
    Wie toll, sogar Stromrückgewinnung beim Bremsen der Züge. Klasse Feature zwinkern aber keine Zeile wert, denn gibts das in den letzten 10, sagen wir 20 Jahren noch anders???? Die Energiepreise amortiesieren das eh ruck-zuck!
  • (112 Beiträge) | 25.10.2011 20:29
    Winter
    Das ist im Winter aber nicht anders, wenn die Züge beheizt werden - mit jedem Öffnen der Türen kommt dann wieder kalte Luft in die Züge.
    Wichtig wäre es da mal, wenn sich die Spezies der "Straba-Alle-Türen-Öffner" mal etwas zurücknehmen würde. Ich finde es einfach unnötig, wenn manche Fahrer an jeder Haltestelle alle Türen öffnen, auch wenn nur sehr wenige Fahrgäste zusteigen möchten. Wenn man dies mal unterlassen würde, könnte man auch einiges an Energie sparen, indem nicht jedes Mal so viel kalte Luft in die Bahnen kommen würde.
  • (180 Beiträge) | 25.10.2011 20:54
    Türen öffnen
    ...und schon beschwert sich der nächste Querulant, äh, geschätzte Fahrgast, daß er die Tür nicht automatisch geöffnet bekommt, sonden den Knopf drücken muß.

    Alle, die den Straba-Fahrern Verhaltensänderungen vorschreiben wollen, sollten mal selber 10 Schichten durch die Stadt fahren. 10 Schichten genügen, und man wird zum Menschenhasser.
  • (48 Beiträge) | 26.10.2011 06:05
    Wenn man...
    ... nach 10 Mal Arbeit im gewählten Beruf zum Menschenhasser wird, sollte man schleunigst seine Berufswahl überdenken!
  • (368 Beiträge) | 26.10.2011 08:55
    junge junge
    wenn Du als Strassenbahnfahrer nach 10Schichten zum Menschenhasser geworden bist, dann tun mir Deine Familie und Freunde leid. Dann lasse die Arbeit besser sein. Es gibt bestimmt ausreichend andere Menschen die diese Arbeit gerne machen würden: sie haben Spaß am Umgang mit Menschen, schaffen es auch in Stresssituationen freundlich zu bleiben. Gleichzeitig gibts einen sicheren Arbeitsplatz, Schutz vor Regen und Wind, Weihnachtsgeld usw. Und die Entlohnung ist nicht so schlecht.
    Da darf sich doch mal der teuer zahlende, hoch geschätzte (da gleichzeitig auch Kunde!) FahrGAST über Verspätungen, Kotze in der Bahn und unfreundliche Fahrer beschweren.....
  • (20219 Beiträge) | 25.10.2011 23:01
    Ein Rad
    ist zum Fahren da, nicht um es in der Bahn spazierenzufahren.
  • (183 Beiträge) | 26.10.2011 03:36
    hetfield
  • (372 Beiträge) | 26.10.2011 21:21
    Genau!
    Deshalb schaffen wir auch Abschleppwagen ab. Und Autotransport-Lkw. Schließlich sind Autos zum Fahren da, nicht zum herumgefahren werden.

    Wozu überhaupt Autos? Menschen sind zum Laufen da, nicht zum herumgefahren werden.
  • (63 Beiträge) | 26.10.2011 06:38
    Fahrräder
    sind zumselberfFahren da und nicht zum in der Bahn spazierenzufahren.

    Ist ab Tunnel sowieso (Hoffentlich) untersagt diese im Tunnel zu befördern.

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