Uni statt Stadion: Diskussion um Wildpark neu entbrannt
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Karlsruhe (tsp/mia) -
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Schon der Um- oder Neubau des Wildparks war im Gemeinderat und Wildpark heiß diskutiert worden. Nach gegenseitigen Schuldzuweisungen, wer den Baubeginn hinauszögere und für die höheren Kosten verantwortlich sei (ka-news berichtete), zieht sich die Entscheidung über die Baumaßnahmen noch immer hin.
64 oder doch 71 Millionen Euro?
Die kleine Lösung für den Umbau, die keine Parkplätze für Logen und Business-Seats vorsieht, und die große Lösung, die den Bau von VIP-Parkplätzen dagegen einplant, sind für Wellenreuther nicht genug. In einem Brief an Oberbürgermeister Heinz Fenrich und an den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger nennt der Abgeordnete die Gründe, die zu einem erneuten Überdenken des Stadionbaus anregen sollen. Eine große Rolle spiele hierbei auch, dass der Wildpark in einem Landschaftsschutzgebiet liege, daher sei ein neuer Standort mit Autobahnanschluss die bessere Lösung, so Wellenreuther.
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Zwei neue Standorte stehen zur Wahl
Bereits im April diesen Jahres hatte der Brettener Oberbürgermeister Paul Metzger die Vorteile seiner Lösung für einen neuen Standort, das "Gleisdreieck" an der Durlacher Allee, veröffentlicht (ka-news berichtete). Er war allerdings im Gemeinderat auf taube Ohren gestoßen, da man mitten in den Verhandlungen um den Umbau stecke und ein neuer Standort nicht in Frage käme. Auf diesen Vorschlag kommt Wellenreuther allerdings nicht zurück.
Nach zahlreichen Überprüfungen hätten nur zwei Orte Chancen, das neue Spielfeld des KSC zu werden. Es gäbe aber auch hier einige Probleme bei der Umsetzung. Bei der ESG Frankonia an der Durlacher Allee seien die Eigentumsverhältnisse schwierig und an der "unteren Hub" im Nordwesten Durlachs würde der Umweltschutz ein weiteres Problem darstellen.
"Es gibt keine wirklichen Alternativen"
"Ein völliger Neubau einer zeitgemäßen Fußballarena für den KSC ist auch für Karlsruhe sinnvoll. Gleichzeitig werden Probleme wie in Stuttgart vermieden, wo die Umbaumaßnahmen den laufenden Betrieb stören und andere Sportarten an den Rand gedrängt werden", so der nordbadische Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU).
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Universität im Wildpark ist ein alter Zopf
"Das Interesse der Universität ist nichts neues" so Obert, "wegen dem Landschaftsschutz ist aber eine andere Nutzung des Geländes nicht zulässig. Nur eine Sportanlage wäre sinnvoll, aber ich bezweifle einen derartigen Bedarf der Universität." Ähnlich sieht dies auch der Landtagsabgeordnete Johannes Stober (SPD). "Der Vorschlag, der Erweiterung der Universität in Richtung Norden ist nicht schlecht, aber schon ziemlich alt", äußerte sich Stober, der vor einem Jahr in einer kleinen Anfrage an die Landesregierung eine entsprechende Initiative ergriffen hatte.
Dagegen fordert Stadtrat Dr. Eberhard Fischer (KAL), in der kommenden Gemeinderatssitzung nicht über den Umbau zu entscheiden, sondern eine Denkpause bis nach der Sommerpause einzulegen sowie eine Neubewertung des Standorts Bahn-Areal südwestlich der ESG Frankonia anzugehen.




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