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Pfinztal-Söllingen Unglücksstelle: Bahnübergang in Söllingen wird in wenigen Jahren geschlossen

Vor einigen Wochen glich der Bahnübergang in Söllingen noch einem Schlachtfeld. Eine Regionalbahn kollidierte mit einem Schwertransporter, der auf dem Bahnübergang hängen blieb. Wie durch ein Wunder, wurden bei dem Zugunglück nur wenige Menschen leicht verletzt. Nun wurde mit dem Bau einer neuen Eisenbahnüberführung im Rahmen der neuen Nordumgehung begonnen. Kürzlich war Spatenstich. Der Unglücks-Bahnübergang an der Bahnhofstraße kann daraufhin geschlossen werden. Die Ermittlungen der Polizei zum Unfallgeschehen laufen indes weiter auf Hochtouren.

Dieser Umbau sei schon lange geplant und kein Schnellschuss aufgrund des Unfalles, erklärte ein Sprecher der Bahn gegenüber ka-news. "Die zeitliche Überschneidung mit dem Unfall ist Zufall. Seit mehreren Jahren sind die Arbeiten geplant und ausgeschrieben."

Bahnübergang Bahnhofstraße wird geschlossen

Am Freitag, 4. Mai, haben Regierungspräsident Rudolf Kühner, Markus Baßler von der DB Netz AG und Bürgermeisterin Nicola Bodner beim offiziellen Spatenstich den Startschuss für den Neubau der Eisenbahnüberführung über die Nordumgehung in Pfinztal-Söllingen, auf Höhe der Haltestelle Reetzstraße, gegeben. Die Deutsche Bahn erstellt auf der Strecke zwischen Karlsruhe und Mühlacker, im Zuge der Beseitigung des Bahnüberganges in Pfinztal-Söllingen, eine dreigleisige Eisenbahnüberführung mit einem Investitionsvolumen von rund 14 Millionen Euro, so die Bahn in einer Pressemeldung mit.

Die Bauarbeiten für die darunter liegende neue Straßenunterführung führe nachfolgend die Gemeinde Pfinztal durch. Im Anschluss ist in der Nähe des Haltepunktes Söllingen, unweit des heutigen Bahnübergangs Bahnhofstraße, der Bau einer weiteren Eisenbahnüberführung für Pkw mit Fuß- und Radweg durch die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) geplant. Danach könne der heute noch vorhandene Bahnübergang an der Bahnhofstraße geschlossen werden. Erste bauvorbereitende Arbeiten haben mit der Herstellung der Baugrube bereits begonnen.

CDU Pfinztal freut sich über Umbau

Die CDU Pfinztal forderte bereits kurz nach dem Unfall mit dem Schwertranspoter den schnellen Umbau des Bahnübergangs. Wie der Ortsverein dazu in einer Pressemeldung erklärte, kämpften die Christdemokraten bereits seit Jahrzehnten für die Beseitigung dieses Gefahrenpunktes.

"Spätestens seit dem tödlichen Unfall mit einer Passantin wurde dies in den vergangenen Jahren bei Verkehrsschauen von Verkehrsbehörden, Bahn und Polizei deutlich hervorgehoben", so der Vorsitzende Frank Hörter. So würden Gleise an nicht dafür vorgesehenen Stellen überquert, oder es werde am Bahnübergang bei schon rot zeigendem Lichtzeichen oder sich senkenden Schranken noch gefahren oder gelaufen. Durch den jetzt beginnenden Umbau könnten weitere Unfälle verhindert werden, so Hörter.

Unterdessen laufen die Ermittlungen bei der Verkehrspolizei Pforzheim bezüglich der Unfallursache auf Hochtouren, wie eine Sprecherin im Gespräch mit ka-news sagte. Die Polizei ermittele noch in alle Richtungen, wie es bei einem Unfall dieser Größenordnung üblich sei.

Dieser Artikel wurde um 11 Uhr überarbeitet und ergänzt.

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