Umfrageergebnis: "Tschüss"-Verbot völliger Unsinn
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Karlsruhe (kth) - In der Passauer Schule St. Nikola hat man den Worten 'Hallo' und 'Tschüss' den Krieg erklärt. Über ein "Grüß Gott" und ein freundliches "Auf Wiedersehen" würde man sich allerdings jederzeit freuen, heißt es in einem Aushang der Schule. Wäre diese neue Regelung auch etwas für die baden-württembergischen Schulen? Wir haben nach Ihrer Meinung gefragt.
Das bayrische Kultusministerium unterstützt das Vorhaben von Rektorin Petra Seibert. Wie Ludwig Unger, Sprecher des Ministeriums, mitteilte, seien die Worte 'Grüß Gott' stets ein positives Signal der Wertschätzung, 'Hallo' und 'Tschüss' hingegen traditionell unbeliebt.
Dass die Regelung totaler Unsinn ist, finden 75,38 Prozent der Befragten. Es sei jedem selbst zu überlassen wen er wie grüße. ka-news-Nutzer hetfield ist der Meinung, dass Schule zwar einen erzieherischen Auftrag habe, dieser aber seine Grenzen hat. "Solche Dinge wie grundsätzliche Umgangsformen sollte ein Kind eigentlich zu Hause lernen", bemerkt er.
Regeln ja - aber nicht so
"Hallo finde ich ok", meint hajmo. Zur Aussage des Ministeriums, dass die beruflichen Chancen bei falscher Anrede sinken würden, hat er eine klare Meinung: "Ausgespielt hat nur jemand mit Piercings im Gesicht oder sichtbaren Tattoos. An der Sprache kann mit einem Azubi schließlich gearbeitet werden." Dieser Auffassung schließen sich 14,36 Prozent der Umfrageteilnehmer an. "Es muss schon Regeln geben - aber mit einem 'Tschüss'-Verbot erreicht man gar nichts", sind sie sich sicher.
8,55 Prozent finden ein derartiges Verbot hingegen gut: "Die Menschen sollen ein besseres Deutsch sprechen - früh übt sich". Keine Meinung zu diesem Thema haben 1,71 Prozent.
Yeti oder Zittermaus?
Die Nacht hat in Deutschland zum Teil Temperaturen um die minus 25 Grad gebracht - Rekordwerte waren aber nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes nicht dabei. In Karlsruhe rutschte das Thermometer auf zwölf Grad unter Null. Wie kommen die Sie mit der Bibber-Kälte klar?
Mehr zu: Umfrageergebnis Schule Sprache
- (2841 Beiträge) | 08.02.2012 15:40Washaben eigentlich Begrüssungen von Schülern untereinander mit den sonstigen Umgangsformen oder gar einem zukünftigen Job zu tun?
Als ich noch zur Schule ging,und das ist schon eine Weile her,sagten wir Schüler untereinander auch nicht "Guten Tag" und "Auf Wiedersehen" sondern auch Hallo und Tschüss.
Trotzdem bekam keiner später deswegen Probleme im Berufsleben oder beherrschte nicht auch die formelleren Umgangsformen. - (1102 Beiträge) | 08.02.2012 16:13Also......unser Kevin hat sehr wohl Probleme. Der kleine Racker sagt nämlich auch immer hallo und tschüss.
- (475 Beiträge) | 08.02.2012 22:01oO...'Guten Tag' bitte und nicht 'Grüß Gott'. 'Grüß Gott' stufe ich als noch schlimmer ein als 'Hallo'. Wehe man erwischt nen Kampf-Atheisten...
'Hallo' und 'Tschüss' sind übliche Umgangsformen unter Kindern und Freunden. Und 'Guten Tag' und 'Auf Wiedersehen' lernen die Kinder dann im richtigen Alter von den Eltern... - (48 Beiträge) | 09.02.2012 00:14Ok.....'Tschüss' stammt vom altmodischen 'atschüs' oder auch 'adjüs'. Das wiederum kommt vom lateinischen 'ad deum', was wiederum die Urform von 'adieu' oder 'adios' oder auch 'ade' ist. Das ganze bedeutet soviel wie "bei Gott" und wird frei wohl mit so etwas, wie "Geh mit Gott" übersetzt. Wo ist also das Problem? Erst bei "Yo, digga, wazzup?" würde ich mir Sorgen machen...
- (49 Beiträge) | 09.02.2012 20:43*kopfschüttel*"Guten Tag" und "Auf Wiedersehen" aber niemals "Grüß Gott"! Die Bayern haben halt ein anderes Weltbild. Was ist denn mit Servus?




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