Umfrageergebnis: Jugend-Slang ist ok - aber bitte nicht mit Lehrern
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Karlsruhe (sas/lis) - Was sich für viele Menschen völlig daneben und unverständlich anhört, ist für Jugendliche Alltagssprache. Und dass diese durchaus ernstzunehmen ist, zeigt sich daran, dass Sprachforscher sie mittlerweile zu ihrem Forschungsgegenstand auserkoren haben. Deshalb hatten wir in unserer Umfrage am Montag die ka-news-Leser gefragt, was sie von Jugendsprachen halten. Ist der Schulhof-Slang ein Zeichen der Kreativität oder des Verfalls der deutschen Sprache?
Über die Hälfte der Umfrageteilnehmer (55,48 Prozent) sind der Meinung, dass die Jugendlichen untereinander reden können wie sie wollen. "Aber im Kontakt mit Lehrern oder Eltern sollten die Jugendlichen wissen, wie man sich richtig ausdrückt", finden sie. 24,58 Prozent dagegen haben kein Verständnis für den Jugend-Slang: "Die deutsche Sprache verkommt immer mehr!"
Über die Hälfte finden Jugendsprache in Ordnung
18,60 Prozent der Teilnehmer finden, dass es das Phänomen des Jugend-Slangs in jeder Generation gebe. "Die Sprache entwickelt sich auf kreative Weise immer weiter. Jugendliche sollen ruhig ihre eigene Sprache haben." 1,34 Prozent hatten kein Interesse an der Jugendsprache.
Der Großteil der ka-news-Leser zeigte im Forum Verständnis für die Jugendsprache und verglichen sie mit den Dialekten. "Im Grunde sind ja Dialekte auch nichts anderes als Abwandlungen von der Standardsprache, die sich dann lokal durchgesetzt haben. Irgendjemand hat halt mal 'des' statt 'das' gesagt und die Jugend fand das total klasse und hat's beibehalten, weitergegeben und so weiter", erklärte Kommentator frischluftschneise.
Sprache entwickelt sich - ein ganz normaler Vorgang
Dass sich Sprache entwickle, sei ein ganz normaler Vorgang, ist sich Kommentatorin ALFPFIN sicher. "Wir sprechen ja auch nicht mehr Mittelhochdeutsch - bis zum Indogermanischen brauchen wir gar nicht zurückgehen. Ich denke, wenn wir uns heute mit unseren Urgroßeltern oder der Generation davor unterhalten müssten, würden wir auch die Ohren spitzen und öfter mal sagen 'wie bitte?'"
Kommentator DreiFragezeichen sieht in der Jugendsprache sogar eine Form der Bereicherung: "Die Wortkreationen der 'Jugendsprache' sollen ja ein bewusstes Abgrenzen von der Sprache der älteren Generationen sein. Wenn man aus dem heutigen 'Hochdeutsch-Wortschatz' alles streichen würde, was die letzten Jahrzehnte aus den Jugendslangs übernommen wurde, würde sich das ganz schön blöd anhören."
Zu viele Anglizismen und zu viel Genuschel
Einen anderen Aspekt spricht GermaicanSpice an. "Ich finde es schade, dass immer mehr englische (amerikanische) Wörter zu der deutschen Sprache beigenommen werden. Das verdirbt die ganze schöne deutsche Sprache", bedauert sie. runsiter fühlt sich genervt von der Art und Weise, wie die Jugendsprache gesprochen wird: "Was wirklich nervt, ist dieses undeutliche Genuschele und mundfaule Aussprache breitestem, vor Kraftausdrücken strotzenden Dialektes."
Auf die Nerven geht so manchem Karlsruher auch die Diskussion um das Wildparkstadion. Gibt es ein Neues, wird das Alte umgebaut oder bleibt doch alles beim Alten? Eine bauliche Maßnahme, die das Stadion auf jeden Fall in der Sommerpause erwartet, ist die Modernisierung des "Fanblocks" und des Kurvenblocks A4 mit 69 neuen Wellenbrecher - eine gute Investition oder rausgeschmissenes Geld? Stimmen Sie ab in unserer heutigen Umfrage.




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