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29.06.2012 10:39
 
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Umfrageergebnis: Gema-Reform ist hanebüchen [0]

Der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA), Harald Heker.

Karlsruhe (ae) - Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) ist derzeit in aller Munde. Mit ihrem neuen Preismodell rückt die Urheber-Gesellschaft in die öffentliche Kritik. Viele Clubbesitzer fürchten durch Abgabe-Steigerungen das Aus. In der letzten nicht repräsentativen ka-news-Umfrage stimmten unsere Leser über das neue Preismodell ab.
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Hintergrund: Die Gema plant ab 2013 einheitliche Gebühren. Statt elf soll es nur noch zwei Tarife geben - einen Mindestsatz für Veranstaltungen mit 2 Euro Eintritt oder weniger und eine Gebühr von einheitlich zehn Prozent der Eintrittsgelder für alle anderen. Etliche kleine und mittlere Veranstalter würden von der Reform entlastet, größere mit mehr Fläche und höherem Eintritt hingegen mehr belastet, so die Gema. Bislang gilt für Discotheken ein Pauschalbetrag an Gema-Gebühren.

"Völlig willkürliche Festsetzung"

"Hanebüchen!", findet eine Zweidrittel-Mehrheit der Umfrageteilnehmer das neue Preismodell der Gema. "Das gefährdet die ganze Disco-Landschaft", so 76,05 Prozent. "Diese Abgaben, die dieses Monopolunternehmen einkassiert, und ihre völlig willkürliche Festsetzung der Modalitäten zu Betrag, Anlass und Zahlungsverpflichtetem, gefährden weit mehr als nur Discotheken. Ebenso heftig sind diese Auswirkungen auf den gesamten Rest der Gastronomie und sogar auf Vereine und Privatpersonen - sobald irgendwo in der Öffentlichkeit Musik erschallt kommt die Gema und hält die Hand auf", findet ka-news-Umfrageteilnehmer Ulan.

9,06 Prozent finden den Ansatz nicht schlecht - er sei allerdings nicht genug durchdacht. 6,47 Prozent der Umfrageteilnehmer sind indes der Meinung, dass das neue Preismodell der Gema gerecht sei. "So wird die Abgabe an die Gema endlich fair verteilt und kleinere Cubs werden entlastet", sagen sie. Kein Interesse an dem Thema haben 8,42 Prozent der Befragten.

Praxisgebühr bleibt: Richtig oder großer Fehler?

Der Vorstoß Hamburgs für eine Abschaffung der Praxisgebühr ist gescheitert. Er fand am Donnerstag bei der Gesundheitsministerkonferenz der Länder in Saarbrücken nicht die nötige Zustimmung. Der Antrag wurde von zehn Ländern unterstützt. Bayern, Sachsen, Niedersachsen, Berlin und das Saarland lehnten ihn ab. In der aktuellen Umfrage wollen wir von den ka-news-Lesern wissen, was sie von der Entscheidung halten: Praxisgebühr bleibt - Richtig oder großer Fehler?

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