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23.04.2012 00:04
 
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Umfrage: Piraten fordern kostenlosen ÖPNV - ein Zukunftsmodell für Karlsruhe? [93]

Karlsruhe (feb) - Die Piratenpartei ist auf dem Vormarsch. Im deutschlandweiten Trend lagen die Piraten in Umfragen erstmals prozentual über den Grünen. Neben freiem Internet und mehr Rechten für www-Nutzer plädiert die junge Partei auch für einen kostenlosen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Ministerpräsident Winfried Kretschmann bezeichnete die Piraten daraufhin als nicht oppositionswürdig. In unserer ka-news Umfrage wollen wir deshalb wissen: Piraten fordern kostenlosen ÖPNV - ein Zukunftsmodell für Karlsruhe?
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Piratenpartei
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Die Piraten wollen einen kostenlosen ÖPNV für Baden-Württemberg.
Foto: Jens Wolf

Bus oder Bahn fahren - und dafür kein Geld bezahlen. Das ist der Plan, den die Piraten in Baden-Württemberg gerne umsetzen würden. In Karlsruhe würde dann das lästige Anstehen für eine Dauerfahrkarte oder das stressige Ticketziehen am Automaten wegfallen.

Lange Forderung der Piraten: Kostenloser ÖPNV

"Mit Hilfe von drei großen Feldversuchen wollen wir feststellen, ob sich ein kostenfreier ÖPNV rechnet. Diese Untersuchungen sollen jeweils in einem Ballungszentrum, einem Mittelzentrum und einer Region des ländlichen Raums in Baden-Württemberg wissenschaftlich begleitet durchgeführt werden", kann der interessierte Leser im Wahlprogramm der Piraten in Baden-Württemberg nachlesen.

"Modellprojekte zu einem kostenlosen ÖPNV sind seit langem eine Forderung der Piratenpartei. Daher beteiligen wir uns auch am Tübinger Projekt Nulltarif im ÖPNV", so Martin Lange, Politischer Geschäftsführer im Landesverband Baden-Württemberg.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen wies den Vorschlag der Piraten zurück. Die Partei sei nicht oppositionsfähig. In unserer aktuellen ka-news-Umfrage wollen wir deshalb wissen: Piraten fordern kostenlosen ÖPNV - ein Zukunftsmodell für Karlsruhe?

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Kommentare [93]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (17 Beiträge) | 23.04.2012 00:22
    Kostenlos?
    Uns Piraten ist schon klar, dass das ganze nicht kostenlos umgesetzt werden kann. Deswegen passt der Begriff "fahrscheinlos" einfach besser.

    Die Einnahmen, die bisher aus dem individuellen Fahrscheinverkauf gedeckt werden, könnten in Zukunft in Form einer Haushaltspauschale z.B. zusammen mit den Müllgebühren eingezogen werden.

    Eine Beispiel-Rechnung für Bremen findet man hier:
    http://bremen.piratenpartei.de/Blog/2011-10-30/fahrscheinloser-oepnv-in-bremen--einmal-durchgerechnet/
  • (2889 Beiträge) | 23.04.2012 06:43
    Populistische Augenwischerei ist das,
    sonst gar nichts. Ich hol dir Kohle aus der rechten Tasche statt aus der linken.
    Egal wie man die Sache sieht, wer etwas benutzt sollte dafuer zahlen, basta.
    Diese Sozialismussch... hat nicht funktioniert und wird auch nicht funktionieren.
    Was kommt dann als naechstes? Freibier fuer Alle, d.h. eigentlich kein Freibier, die Abgaben dafuer werden auf die Wassgebuehren umgelegt.
    Wer kein Bier trinkt ist dann eben selber schuld und er muss warten bis die Piraten dann freien Rotwei fuer Alle durchsetzen. Der wird dann allerdings ueber die Stromrechnung umgelegt.
    Wie daemlich muss man eigentlich sein, um solche Keinhirnhasen zu waehlen.
  • (1529 Beiträge) | 23.04.2012 08:22
    Nulltarif - das wäre echter Fortschritt
    - schießen wir nicht schon jetzt für jeden Fahrschein Geld zu, weil das System (auch oder inzwischen gerade hier) nicht kostendeckend arbeitet? Weiß jemand zufälig wieviel das ist?

    - wäre freie Fahrt "1000 Mal" wirksamer Umweltschutz als "Feinstaubplaketten"

    - sämtliche Kosten für Fahrscheinautomaten, Kontrolleuere etc. könnten entfallen

    Rundrum: GEFÄLLT MIR
  • (5420 Beiträge) | 23.04.2012 12:48
    !
    Nicht auswendig, aber es geht aus den Geschäftsberichten von VBK, AVG und KVV hervor, die online stehen.
  • (1128 Beiträge) | 23.04.2012 21:05
    Ich fände es auch schick
    in der Zwischenzeit biste fast 10.- DM los für einmal KA und zurück. Wird bei dem Schnäppchen von U-Strab sicherlich in Zukunft auch nicht günstiger.
    Aber kommt sicherlich nicht so lange ich noch in KA wandle!
    Was nicht dasselbe bedeutet, wie es ein paar Politiker denken.
  • (8677 Beiträge) | 24.04.2012 01:13
    Vergleich
    >> in der Zwischenzeit biste fast 10.- DM los für einmal KA und zurück.

    Nun ja, wenn man bedenkt daß man anders die 10 Mark für Parkgebühren plus 3 Mark für den Liter Sprit los ist, ich denke das ist gleichteuer. Nur eben der Komfort ist im Auto viel höher, aber dafür zahlt ja auch der Autobesitzer indem er sich ein Auto kauft/finanziert/least, Versicherung bezahlt, KFZ-Steuern...

    Der Vergleich hinkt also schon. Man sollte lieber den ÖPNV weiter in die Fläche ausbauen damit man Pendlerströme aufnehmen kann, wäre mehr damit geholfen (für den Bürger) als den ÖPNV kostenlos zu machen. Spricht halt einiges dafür und dagegen, ich finde den Test anhand von Modellregionen gut, dann kann man abwägen welche Vorteile überwiegen...
  • (1128 Beiträge) | 24.04.2012 15:02
    Eigenes Auto ....
    UNISONO
    mir geht es um die Schere reele Kosten und Geld in der Tasche
    ...
    Glaub nicht, daß sich KA da als Modellregion freiwillig meldet
    ...
    Höchstens die EU würde das Finanzieren
  • (638 Beiträge) | 23.04.2012 13:37
    Augenwischerei ?
    was den ÖPNV angeht, find ich die Sache gar nicht so übel. Freibier
    muss nicht unbedingt sein, aber stabile Preise. Vielleicht sollte man die Milliardengewinne der Hedgefonds in den ÖPNV stecken, statt auf den Konten der Manager anzuhäufen. Ja der FDP Kubicki hat sogar auf dem Karlsruher Parteitag (Forchheim kennt keiner) gefordert nicht nur den Spitzensteuersatz auf 49% zu erhöhen, sondern auch die Banken "verkleinern,zerlegen und entmachten".Zu hören auf Phoenix am 21.04.12 so gegen 13.30h. Ist das nun Sozialismus ? Die Linken fordern das seit Jahr und Tag und werden dafür beschimpft.
    Wenn die Politik wollte, gäbe es schon Möglichkeiten den ÖPNV billiger oder gar umsonst zu machen.
  • (8677 Beiträge) | 24.04.2012 01:51
    Geld reinstecken
    Ich halte aber mehr davon, das Geld zu nehmen und das Netz auszubauen, neue Geleise zu verlegen, neue Busse zu besorgen, bessere Taktung...

    Wenn der Fahrgast etwas Geld für einen Fahrschein zahlt ist doch auch ok, ein Autofahrer muß auch tanken... Und sooo teuer sind die (im städtischen ÖPNV) jetzt auch nicht. Man könnte ja meinen die Häfte der Bevölkerung könnte sich das nicht leisten... Deswegen braucht auch jeder einen neuen Audi, Mercedes, BMW - weil er sich die sauteuren 70 Euro im Monat nicht leisten kann...

    PS: Auch wichtig, wie ich bereits angesprochen habe, der Fernverkehr: Tarife radikal vereinfachen, am besten Kilometerpreis (jeder kennt die ungefähren Entfernungen), der immer gleichbleibend ist, bei ICE und 1. Klasse etwas teurer als 2. Klasse etc., Kinder die Hälte... Leitwert so 10 Euro pro 100 km... DAS wäre mal Fortschritt... Würde auch den Binnenflugverkehr einschränken (=> Umwelt, Lärmschutz)...
  • (227 Beiträge) | 23.04.2012 08:30
    Umlegungen haben bekanntlich ihr Tücken!!!
    Mühlgebühren bezahlen meist die Vermieter oder die Wohnungsverwaltungen, nicht aber die Mieter. Wie soll eine Pauschale umgelegt werden, wenn man nicht die tatsächliche Zahl der Nutzer kennt? Müsste man da nicht eine Erhebung durchführen um festzustellen wieviele Bewohner eine Wohnung, Wohneinheit bzw. Haus hat? Würde dies nicht einer Datenspeicherung gleich kommen, die die PIRATEN ansonsten ablehnen?
    NEIN - die Forderung ist nicht schlecht - aber auch nicht neu, bereits vor 6 Jahren gab es die Forderung der "Bürger für Karlsruhe" eine kostenlose Ringbahn in Karlsruhe einzuführen!
  • (2392 Beiträge) | 23.04.2012 10:48
    Info an Schafrichter:
    Die Freien Wähler haben für Erhöhung der Tarife im ÖPNV gestimmt!
    Noch kein halbes Jahr her!
  • (227 Beiträge) | 23.04.2012 11:42
    Wohl vergessen, dass der gesamte Gemeinderat...
  • (2392 Beiträge) | 23.04.2012 17:00
    Lesen lernen!!!
    und das gleich doppelt, denn einerseits:
    -hab ich nie behauptet, daß die Freien Wähler allein dafür im Gemeinderat gestimmt haben!
    und zweiterseits:
    im verlinkten Artikel steht NICHT, daß der gesamte Gemeinderat dagegengestimmt hat!!
    Ich sag's ja immer: Wer lesen kann ist klar im Vorteil und blamiert sich nicht so oft!
  • (638 Beiträge) | 23.04.2012 13:25
    Freie Wähler
    die haben eben noch im alten System gedacht. Automaten kaufen, warten, Geld kassieren und verwalten kostet auch Geld. Diese Kosten sollten mal gegengerechnet werden. Ausserdem könnten die Parkgebühren die die Stadt einnimmt, für den ÖPNV verwendet werden. Aber nachzurechnen wäre auch , wenn wieder Schaffner/innen eingestzt werden würden, was könnte da an Stütze
    gegengerechnet werden ? Und es bräuchte keine Videoüberwachung.
    Auch wäre zu überlegen, ob es nicht billiger wäre mit dem Strabatunnel aufzuhören. Es könnten 15 Mio Folgekosten p.a. eingespart werden. Das wären etwa 43.000 Rentnerkarten p.a. oder
    54 Tassen Kaffee p.a. und Einwohner.
    Vielleicht werden da die OB Kandidaten mal mit diesen Fragen konfrontiert, statt mit der Rheinbrücken- Diskussion.
  • (4065 Beiträge) | 23.04.2012 12:10
    Das ist
    so nicht richtig:
    "Mühlgebühren bezahlen meist die Vermieter oder die Wohnungsverwaltungen, nicht aber die Mieter. "
    Die Mieter zahlen immer die Müllgebühren,die reicht der Vermieter über die Nebenkosten an die Mieter weiter.
    Und natürlich weiss das AfA,wo wieviele Leute wohnen,damit die die richtige Anzahl von Mülltonnen vor die Tür stellt. Das ist nicht das Problem um so auch noch diese Haushaltspauschale abzurechnen.
    Im Übrigen plant man auch in Tübingen,den Leuten den ÖPNV ohne was zu zahlen nutzen zu lassen,ebenfalls mit einer pauschalen Abgabe.Da schimpfen dann die Radfahrer,weil sie was zahlen sollen ohne es zu nutzen.
  • (398 Beiträge) | 23.04.2012 11:01
    Haushaltspauschale ?
    Nennt es doch einfach Steuererhöhung. Damit müssten auch Leute bezahlen, die den ÖPNV gar nicht nutzen können. Die Idee mit der Haushaltspauschalen ist gut gemeint ... und gut gemeint ist die Steigerung von voll daneben ...
  • (5493 Beiträge) | 23.04.2012 00:51
    Die Modellprojekte
    gibt es ja, nur nicht in Deutschland.

    Es sollte dabei nicht darum gehen, dass der Staat netter ist und noch irgendwo etwas spendiert, sondern es sollte in dieser Sache der Frage nachgegangen werden, was die öffentliche Hand günstiger kommt, wenn man alle Faktoren mit einbezieht. Das kann bei genauer Betrachtung in der einen Stadt so und in der anderen anders ausgehen. Dass das Pendel baden-württemberg-weit in die gleiche Richtung schlägt, kann ich mir kaum vorstellen.

    Man muss auch berücksichtigen, dass man mit so einer Maßnahme ggf. ganz andere Tendenzen in der Stadtentwicklung anstößt. Gebaut würde dann vermutlich vermehrt um Stadtbahnstationen herum, da das Schienennetz aber weitaus weniger dicht als das Straßennetz ist, hat man je nach Vorliebe eine erfreuliche oder unerfreuliche Tendenz mitgekauft, wenn man das macht.

    Die aus 7 bis 11 Zeilen bestehende "Durchrechnung" für Bremen hinter dem Link von NineBerry ist daher ein Anfang, aber als solcher eher erheiternd als erhellend.
  • (46 Beiträge) | 23.04.2012 01:24
    Vorteile gibt es auch für ÖPNV-Muffel
    Der oft geäußerte Kritikpunkt, dass der, der mit dem Auto fahren muss, nichts davon habe steht entgegen, dass sich damit die Verkehrssituation in der Stadt erheblich bessern wird:
    Wer jederzeit etwas außerhalb ohne Fahrschein in Bus und Bahn steigen kann, um den angestrebten Ort in der Innenstadt zu erreichen, der verstopft dann auch nicht im Stadtzentrum einen Parkplatz suchend die Straßen.
    Und die Parkplätze und Straßen in der Innenstadt stünden so wieder denen zur Verfügung, die sie tatsächlich brauchen - Handwerker, Lieferanten, Anwohner, Einkaufende mit schweren und sperrigen Waren, Behinderte und andere.
    So eine Aussicht dürfte selbst denen gefallen und 25 Euro/Monat wert sein, die derzeit nie oder selten den ÖPNV nutzen. Und auch die dürften den Komfort schätzen lernen, beim Bummeln mal eben in eine Bahn zu hopsen um eine Station weit die Beine auszuruhen.
    Zudem kommt die höhere Attraktivität der Innenstadt, Lärm- und Abgasreduktion und eine Verdichtung des Bus- und Bahnbetriebs
  • (2889 Beiträge) | 23.04.2012 06:55
    Einfach Klasse diese "Ideen".
    Wer streubt sich eigentlich immer und immer wieder die Fahrkosten zu tragen?
    Das sind nicht die Leute die einer geregelten Arbeit nachgehen und dafuer auch noch Steuern bezahlen, denn denen wuerd es nichts ausmachen die Euros fuer die Monatskarte abzudruecken.
    Nein, die Motzer sind die die entweder keine Arbeit haben oder keine wollen oder beides.
    Wem die Strassenbahn zu teuer ist, der kann ja gerne mit dem Fahrrad fahren, aber da kann man halt dann nicht in die, KOSTENLOSE, Bahn hopsen und die muede gearbeiteten Beine ausruhe.
    Ich bin fuer kostengerechte Fahrpreise, denn man darf nicht vergessen, dass der Steuerzahler heute schon etwa die Haelfte des Farhpreises drauflegt und die Idioten-Ubahn zahlen ja auch nicht die Fahrgaeste sondern die Gesamtheit der Steuerzahler und die Schnittmenge duerfte dabei relativ gering sein.
  • (5493 Beiträge) | 23.04.2012 08:05
    mit diesen Argumenten
    hast Du aber auch bald einer City-maut, die sich gewaschen hat.

    Mobilität zu ermöglichen ist durchaus eine Aufgabe des Staates. Die Frage ist, wie erreicht er das am günstigsten.

    Eine sehr günstige Möglichkeit wäre Straßenbau und Betrieb wie auch Schienenbau und Bahnbetrieb vollständig in private Hände zu begeben und so für jeden Kilometer, wirklich jeden, von der Autobahnmaut bis hinunter zu sogar Radwege- und Gehsteignutzung kostengerechte Bepreisung herzustellen.

    Ich vermute, das ist nicht das, was Du willst?

    Ich bezweifle auch, dass das der Volkswirstschaft gut täte. Schließlich ist Mobilität die Voraussetzung dafür, dass wir überhaupt zu Einkommenssteuerzahlern werden können. Also müsste der Staat in diesem Fall weitaus höhere Pendlerpauschalen gewähren und so die Taschen der Verkehrsinfrastrukturbetreiber füllen. Das wäre sicherlich nicht die für den Staat günstigste Variante.

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