Umfrage: Ist die Kritik an Westerwelles Reisen berechtigt?
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Karlsruhe (fse) - Die Dienstreisen von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) stießen in der letzten Zeit auf scharfe Kritik aus den politischen Reihen. Westerwelle soll, so der Vorwurf, befreundete Geschäftsleute mit auf seine Reisen nach Südamerika genommen haben. Unter den Mitreisenden war wohl auch sein Lebengefährte Michael Mronz.

Für Westerwelle kommt die Kritik derzeit von allen Seiten. Die Vorwürfe, er vermittle parteinahen Wirtschaftsvertretern auf seinen Dienstreisen wichtige Kontakte, verdichten sich. So soll in der Delegation, die ihn auf seiner letzten Asienreise begleitet hat, auch der Mitinhaber einer Beraterfirma gewesen sein, an der sein Bruder Kai Westerwelle beteiligt ist.
Neben den Reisevorwürfen kritisieren zahlreiche Politiker, Westerwelle begünstige mit seiner Politik führende Köpfe der Privatwirtschaft, die seiner Partei nahestehen. Der Außenminister streitet die Anschuldigungen derzeit vehement ab und bestreitet jegliche unlautere Verquickungen von Politik und Wirtschaft.
Unterstützung erhält er dabei vom FDP-Generalsekretär Christian Lindner. Dieser wirft der Presse einseitige und zum Teil sogar falsche Berichterstattung vor. Gegenüber dem "ZDF-Morgenmagazin" sagte Lindner: "Wir müssen aufpassen, dass die Demokratie insgesamt nicht Schaden nimmt durch solche Vorwürfe, die da konstruiert werden".
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt: Finden Sie es in Ordnung, wenn Westerwelle auf seinen Reisen Wirtschaftsvertreter mitnimmt, zu denen er auch privat Kontakt hat? Oder ist für Sie das Verhalten des Außenministers einfach nur ein Desaster?
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