46  

Karlsruhe Überforderte Lehrer: Karlsruher CDU kritisiert Gemeinschaftsschulen

Gemeinschaftsschulen würden viel stärker gefördert als andere Schularten und seien noch nicht ausgereift, so das Fazit der CDU. Die Landtagsabgeordneten Bettina Meier-Augenstein und Katrin Schütz sowie die CDU-Gemeinderatsfraktion üben in einer Pressemitteilung scharfe Kritik an dem von Grün-Rot vorangetriebenen Schulmodell.

"Die Leidtragenden der Gemeinschaftsschule sind die bildungsschwächeren Kinder. Das steht ganz im Widerspruch zu dem, was Grün-Rot immer behauptet hat. Nur die ohnehin stärkeren Schüler profitieren von einer freien, lockeren Unterrichtsgestaltung. Die Kluft zwischen besseren und schlechteren Schülern wird durch die Gemeinschaftsschule nur vergrößert. Lehrer beklagen zudem chaotische Zustände bei der Selbsteinschätzung der Schüler", erklärt die Landtagsabgeordnete Katrin Schütz anlässlich eines Vortrags über die Gemeinschaftsschule des Vorsitzenden des Philologenverbandes Baden Württemberg, Bernd Saur, in Karlsruhe.

"Qualität muss dringend nachjustiert werden"

Bettina Meier-Augenstein MdL, Katrin Schütz MdL sowie die CDU-Fraktion zeigten sich aufgrund der vielen berichteten Probleme besorgt. "Viele Gemeinschaftsschullehrer sind sehr unzufrieden. Sie haben keinen ausgereiften Lehrplan zur Verfügung, der ihnen als Leitfaden dafür dient, Kinder mit den unterschiedlichsten Begabungen in einer Klasse gleichzeitig zu unterrichten. Zudem muss die Unterrichtsvorbereitung unverhältnismäßig hoch sein, da fachfremde Fächer aufgrund des Lehrermangels unterrichtet werden müssen", betont Augenstein.

Für die CDU sei es enorm ärgerlich, dass eine Schulart zum Nachteil bestehender Schularten unverhältnismäßig gut vom Land bezuschusst werde und am Ende das Ergebnis so unbefriedigend sei. "Bei den Gemeinschaftsschulen muss in der Qualität dringend nachjustiert werden. Das darf aber nicht weiterhin mit ungleich hohen Mitteln zuungunsten anderer Schularten geschehen. Letztlich entscheiden die Eltern welche Schulart die richtige für ihr Kind ist. Diesen Wunsch wollen wir durch gerechte Bezuschussung aller Schularten respektieren", so Stadtrat Detlef Hofmann, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (46)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!