Karlsruhe Tunnel in Karl-Friedrich-Straße: Bergmännischer Vortrieb ab Sonntag

Für den Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße ist am Dienstag mit dem Anschlagfest der Startschuss gefallen - und der Vortrieb rund um die Uhr läuft bereits auf vollen Touren. Noch bis zum Wochenende wird die Schlitzwand abgebrochen, die den Nordkopf der Haltestelle Ettlinger Tor vom dahinter liegenden, mit Zementinjektionen verfestigten Erdreich unter der Karl-Friedrich-Straße trennt.

An diesem Sonntag graben die Mineure dann in bergmännischer Bauweise den Tunnel in Richtung Marktplatz. Gleichzeitig werden aber die Injektionen von Weichgel und Feststoff im Bereich der Trompete - jenem Tunnelteil unter dem Kreuzungsbereich Karl-Friedrich- und Hebelstraße, in dem sich die zweigleisige Tunnelstrecke unter der Karl-Friedrich-Straße auf drei Gleise in der Haltestelle Marktplatz erweitert - ebenfalls rund um die Uhr fortgesetzt.

Die Injektionen südlich des Rondellplatzes sind dagegen abgeschlossen, so dass dort - falls die Witterung es zulässt - ab übernächster Woche die Straßenoberfläche wieder hergestellt werden kann. Auch im Kombi-Bauwerk, das den Stadtbahntunnel des Südabzweigs und den Autotunnel Kriegsstraße aufnehmen wird, gehen die Arbeiten weiter: Nach dem Abschluss der Verankerung der Sohle beginnt dort jetzt die Qualitätssicherung. Im Südkopf der Haltestelle Ettlinger Tor laufen Bewehrungs- und Schalungsarbeiten zur Herstellung der endgültigen Sohle.

Im südlich sich daran anschließenden Tunnelabschnitt zwischen Kriegsstraße und der Kreuzung der Ettlinger mit der Baumeister und Hermann-Billing-Straße wird die Sohlenabschnitte fortgesetzt. Im Tunnelabschnitt von der Kreuzung bis zur Haltestelle Kongresszentrum werden weiterhin die Schlitzwände verankert. Die Asphaltarbeiten zur Verlegung der Fahrbahn auf die Haltestelle des Kongresszentrums mussten aufgrund des Dauerfrostes um eine Woche verschoben werden, so dass die Verkehrsumlegung nunmehr für Ende nächster Woche geplant ist. Im sich südlich der Haltestelle anschließenden Tunnelabschnitt geht nach dem Abschluss der Verankerung in der obersten Lage der Aushub in der nächsten Woche weiter, bevor in der übernächsten Woche in der zweiten, tieferen Lage die Anker gesetzt werden.

An der Rampe bis zur Augartenstraße werden die Wände betoniert. Auf der West-Ost-Achse der Kombilösung wurden am Mühlburger Tor die Spundwände südlich der Rampe gezogen. Ab der nächsten Woche werden die Wände des Anfangs der Rampe – also in Höhe der Lessingstraße – gebaut. Außerdem beginnen die Tiefbauarbeiten für das südliche Umfahrungsgleis. Im Tunnelabschnitt zwischen Rampe und dem Ende des mit der Tunnelvortriebsmaschine hergestellten Tunnels werden die endgültigen Sohlen hergestellt und die Spritzbetonarbeiten an den Schlitzwänden fortgesetzt. An der Haltestelle Kronenplatz unter dem Berliner Platz sind die Arbeiter noch mit dem Aufbau der Schotts beschäftigt, die die Haltestelle gegen die Tunnelröhre abdichten. Am Europaplatz und am Marktplatz läuft der Erdaushub unter den Deckeln der Haltestellen.

In der nördlich der Kaiserstraße gelegenen Lammstraße werden – falls es die Witterung zulässt - die Leitungsarbeiten wiederaufgenommen. Danach erhalten die Keller der Häuser wieder ihre Lichtschächte. Am Zugang in der südlichen Lammstraße wurde der erste von vier Sohlenabschnitten betoniert. Während in der künftigen unterirdischen Haltestelle Durlacher Tor die endgültige Sohle hergestellt wird, erhält der Tunnelabschnitt zwischen Haltestelle und der Rampe in der Durlacher Allee durch die laufende Betonage Zug um Zug auch seine Decke.

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