"Teach First" Deutschland - erster "Fellow" in Karlsruhe
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Karlsruhe (myh) - "Teach First" startete 2009 in Deutschland. Die gemeinnützige Initiative will durch den zweijährigen Einsatz von herausragenden Hochschulabsolventen Schülern mit sozialen Problemen oder besonderem Förderungsbedarf helfen. Das Projekt ist nun auch in Karlsruhe aktiv.
Bereits in fünf Bundesländern sind pädagogische Assistenten, "Fellows" genannt, zur Unterstützung der Schule und Förderung der Schüler im Einsatz. Die "Teach First" Organistation Deutschland entwickelte sich nach dem Vorbild "Teach for America", welches sehr erfolgreich in den USA durchgesetzt wurde.
Höchste Qualifikationen für effektive Förderung
Die Hochschulabsolventen-Bewerber durchlaufen ein mehrstufiges Auswahlverfahren, ehe sie als "Fellow" einer Schule zugewiesen werden. Dabei sind Bewerber aller Fachrichtungen willkommen. Gleichzeitig äußern die Schulen Wünsche, für welche Bereiche sie einen "Fellow" einsetzen möchten. "Die Kooperation 'Fellow und Schule' muss stimmen", erklärt Sylvia Schäfer, Schulleiterin der Werner-von Siemens Schule.
"Dadurch, dass die Fellows im Vorraus ein dreimonatiges Qualifikationstraining zu absolvieren haben, sowie hohe soziale Kompetenzen, persönliche Eignung und einen herrvoragenden Studienabschuss mitbringen, können sie die Schüler effizient fördern", erklärt Esther Werth, "Teach First"-Ansprechpartnerin für Baden-Württemberg. Außerdem werden die Fellows während ihrer "Fellow-Zeit" durchgehend betreut und halten zum persönlichen Austausch Kontakt zu anderen "Fellows".
Kurzfristige und langfristige Ziele
Als kurzfristiges Ziel der Initiative "Teach First" steht die individuelle Förderung der Schüler im Vordergrund. So soll Bedürftigen in den Bereichen, wo Hilfe und Ratschlag notwendig sind, dei entsprechende Unterstützung zuteil werden. Der Anreiz für die teilnehmenden Hochschulabsolventen soll in einer Verbesserung ihrer Karriereaussichten bestehen. Als "Bildungsbotschafter, die sich als sozial Verantwortliche in der Gesellschaft für Bildung einsetzen", beschreibt Renate Raststätter die Projektteilnehmer.
Der erste - und bisher einzige - in Karlsruhe tätige "Fellow", ist Esther Hoffmann. Sie unterstützt seit dem diesjährigen Schuljahresbeginn im September die Werner-von-Siemens-Schule in der Karlsruher Nordweststadt. Hoffmann studierte Kulturwirtschaft in Passau und kümmert sich nun um ihre Aufgabe in der Schule. "Wir haben eine Garten- und eine Theater-AG, die ich betreue. Außerdem biete ich den Schülern konkrete Prüfungsvorbereitungen sowie Stunden zur Berufsorientierung an", zählt Esther Hoffmann auf.
Finanzierung und Ausweitung
Die Gehälter der Fellows werden öffentlicht finanziert. Dagegen werden die Ausgaben für Anwerbung, Auswahl, Training, Betreuung und Fortbildung der Fellows von Stiftungen, Privatpersonen und Unternehmen übernommen. Hauptförderer der Inintative sind etwa die Deutsche Post, die Robert Bosch Stiftung oder die deutsche Lufthansa AG. "Eine Ausweitung des Programms durch weitere Bundesländer, Unternehmen, Stiftungen und anderen gesellschaftlichen Akteuren wird angestrebt", so "Teach First".
Mehr zu: Teach First Fellows Werner-von-Siemens Schule Karlsruhe
- (1271 Beiträge) | 13.12.2010 12:29Hochschulabsolventen,die herausragen, haben keine Zeit für sowas. Es sei denn, es sind Absolventen aus Studienfächern, die die Welt nicht braucht. Solche Leute können freilich so nen Hartz4-Ersatz machen...
- (201 Beiträge) | 13.12.2010 13:21Ist es auch möglich,daß solche Programme ohne dieses unsägliche "Denglisch" auskommen? Ich hab´ den Bericht jetzt nicht weitergelesen weil mir "Teach First" und "Fellow" schon wieder zuviel war. Aber wahrscheinlich zeigt das nur meine Nicht-Bildung.
Sei´s drum...
- (2845 Beiträge) | 13.12.2010 16:11Stimmthätte man sich nicht ein paar deutsche Bezeichnungen einfallen lassen können?




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