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Streit um Heroin-Therapie: Ist die AWO-Rettung gewährleistet? [0]

Karlsruhe (ps/fbg/ram) - Nachdem der Bundestag die Abgabe von Diamorphin gesetzlich erlaubte, wollen Karlsruher Landtagsabgeordnete sich an einer gemeinsamen Initiative zum Erhalt der Karlsruher Arbeiterwohlfahrt (AWO)-Ambulanz beteiligen. Außerdem verabschiedete gestern der Gemeinderat eine Resolution zum selben Thema.

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Karlsruher Heroin-Projekt
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Foto: ps
Karlsruher Heroin-Projekt

Seit vielen Jahren gehört der Karlsruher Gemeinderat zu den Befürwortern des Diamorphinprojektes (lesen Sie auch: "Diamorphin-Therapie: Karlsruher Fraktionen sind erleichtert"). Gestern Abend verabschiedeten die Stadträte einstimmig eine Resolution zur Fortführung der Therapie. In ihr ruft der Gemeinderat die Landesregierung auf, "die Fortführung und den langfristigen Erhalt der diamorphingestützten Substitution in Karlsruhe zu gewährleisten". Damit möchte man verhindern, dass der Landtag die Bedingungen für Behandlungszentren so hoch setzt, dass die AWO-Karlsruhe nicht mehr mithalten kann. In der Landesregierung wird derzeit darüber nachgedacht, die Therapie mit Diamorphin nur noch an psychiatrischen Landeskrankenhäusern durchzuführen. Somit würde das Karlsruher Angebot der AWO nicht mehr den Anforderungen entsprechen.

"Grohs Alleingänge helfen Karlsruhe nicht weiter"

In einem offenen Brief bitten die Karlsruher Landtagsabgeordneten Katrin Schütz (CDU), Renate Rastätter (Grüne), Gisela Splett (Grüne) und Johannes Stober (SPD) nun Sozialministerin Monika Stolz, die weitere Arbeit der AWO Karlsruhe mit ihrem Angebot zur Betreuung Heroin-Abhängiger zu gewährleisten. In dem Brief heißt es weiter, die Patienten würden schon lange in Angst leben, dass durch politische Entscheidungen ihre Behandlung beendet werde.

Johannes Stober zeigte sich in einer Pressemitteilung zudem verwundert darüber, dass Manfred Groh (CDU) nicht an der Initiative teilnehmen wolle. "Grohs Alleingänge helfen Karlsruhe nicht weiter", so Stober. Groh hatte in einem Presseschreiben erklärt, er sei überzeugt , dass die AWO in Kooperation mit dem Zentrum für Psychiatrie Wiesbaden die geforderten fachlichen Voraussetzungen erfüllen werde, damit dieses Karlsruher Heroin-Projekt gewährleistet bleibe. Aufgrund dessen bedürfe es keiner weiteren Abstimmungen zwischen den Fraktionen, "schon gar nicht mit der SPD".

Nach Informationen von Johannes Stober habe Monika Stolz noch keine Garantieerklärung für die AWO-Ambulanz abgegeben. Obwohl auch er optimistisch sei, solle Groh nicht "so tun, als ob die Kuh schon vom Eis ist".

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