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19.09.2012 13:53
 
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Steuerzahlerbund moniert: Karlsruher Fahrradzähler ist "Steuersünde" [28]

Berlin/Karlsruhe (dpa/trs) - Trotz leerer Kassen leisten sich Land und Kommunen im Südwesten laut Steuerzahlerbund teure Luxusanschaffungen und Flops. In der neuen Ausgabe seines Schwarzbuchs bemängelt er nicht nur neun herausragende Geldverschwendungen im Ländle, sondern auch den Karlsruher Fahrradzähler oder die vom Land geförderte Tabakforschung in Rheinstetten-Forchheim.
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Fahrradzähler 2
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Das "nicht ganz billige Geschenk" des Umweltministeriums soll den Fahrradverkehr auf der Cityroute-Süd zählen. Aber auch Motor-Roller lassen die Zahl steigen.
Foto: (ka-news)

Als "Tragödie voller Pannen" prangert der Verein im 40. Schwarzbuch etwa die Sanierung des Staatstheaters Stuttgart an. Wegen Nachbesserungen und fehlender Eintrittsgelder würden voraussichtlich rund neun Millionen Euro Kosten auf die Steuerzahler zukommen.

Das Schwarzbuch wurde am Mittwoch in Berlin vorgestellt. Zu den weiteren Steuersünden gehört laut Verein auch der Karlsruher Fahrradzähler in der Erbprinzenstraße. Verkehrsminister Winfried Hermann hatte die Zählsäule im April an die Stadt Karlsruhe übergeben, nachdem diese als "fahrradfreundliche Kommune" ausgezeichnet worden war. Der Zähler hatte 20.000 Euro gekostet.

Außerdem wird angeprangert, dass die Tabakforschung in Rheinstetten-Forchheim vom Land finanziert wird. Obwohl sich die Tabakindustrie weitgehend aus Baden-Württemberg zurückgezogen habe, investiere das Land jährlich mehr als 400.000 Euro.

"Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum züchtet Tabaksorten, erzeugt Vorstufensaatgut, untersucht Rohtabak und führt Anbauversuche durch. 3,5 Personalstellen werden für diesen Zweck aufrechterhalten", heißt es auf der Internetseite des Steuerzahlerbundes. Das koste Steuergeld. Der Verein weist deshalb darauf hin, dass der Landesrechnungshof in seiner Denkschrift 2012 empfohlen habe, die Aktivitäten zur Tabakzüchtung zu beenden.

Siehe auch:

Na sowas! Teurer Fahrradzähler in Karlsruhe zählt falsch

Halbe Million geknackt: Karlsruher Radzähler erreicht 500.000er Marke

"Vorradler" Karlsruhe: Minister Hermann weiht Fahrradzähler am Ettlinger Tor ein

Mehr zu: Steuern Steuerzahlerbund



Kommentare [28]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (2503 Beiträge) | 20.09.2012 13:52
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    Zu dem Thema
    fällt mir eigentlich nur ein, dass man lieber nal auf die Großprojekte schauen sollte, denn so lange sich Politiker solche Kanten wie den Berliner Flughafen oder den Nürburgring leisten können, ohne Konsequenzen ziehen zu müssen, so lange brauchen wir uns net über einen "geschenkten" Fahrradzähler aufregen.
  • (28713 Beiträge) | 20.09.2012 14:07
    Bewerten: (0)
    Niemand
    hat die Absicht einen Flughafen zu eröffnen...

    Scherz beiseite: Der Berliner Flughafen ist, bzw. war ja eigentlich kein Pleiteprojekt. Dass das Ding nix wird hat wohl weniger die Politik als mehr die Planung zu verantworten.
    Nürburgring ist albern, das stimmt.
  • (297 Beiträge) | 20.09.2012 12:48
    Bewerten: (0)
    klar..
    es stand ja vor wenigen Tagen erst in der Presse, dass in KA jede vierte Fahrt mitlerweile mit dem Rad unternommen wird. Der Radverkehrsanteil beträgt 23 % und man ist dem bis 2015 gesetzten Ziel sogar zwei Jahre voraus.

    Dass der Vorschlag, Schüler mit der Zählung zu beauftragen, unrealistisch ist, weisst du selbst.

    Ich habe mir mal am Zähler vor Ort die Mühe gemacht und habe eine Stunde lang genau geschaut, ob das Ding korrekt zählt. Die Fehlertoleranz liegt genau innerhalb der angegebenen 5 %.

    Die Stadt hat das Ding übrigens für ihre Verdienste um die Radverkehrsförderung erhalten. Und besser wir in Ka haben es bekommen, als die Stuttgarter..
  • (297 Beiträge) | 20.09.2012 11:55
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    alle fünf Jahre
    führt die Bundesanstalt für Straßenwesen eine Verkehrszählung auf den Autobahnen statt. Dies führt auch zu Ergebnissen, die man von Seiten des Bundes der Steuerzahler kritisieren könnte, denn man wusste schon vorher, daß die A100 in Berlin und die A3 bei Köln die am stärksten befahrenen Autobahnen in Deutschland sind.

    Beim Rad in Karlsruhe geht es darum, das vom Gemeinderat gesetzte Ziel, den Radverkehrsanteil zu erhöhen, auch mit haltbaren, belastbaren Zahlen belegen zu können. Verkehrszählungen liefern auch die Daten für Verkehrsplanung.

    Insofern ist der Zähler keineswegs Schwachsinn oder ein Idiotenpfosten. Vielmehr sollte man, bevor man tumb daherschmäht, auch mal versuchen, sein verbliebenes Resthirn zu aktivieren.

    Das gilt nicht nur für einige Kommentare hier, sondern auch für den Bund der Steuerzahler, deren Protagonisten allem Anschein nach keine Radler sind.
  • (330 Beiträge) | 20.09.2012 12:11
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    Aha....
    ...Du kannst also von einem Standort sagen ob die Ziele erreicht sind oder nicht? Nimm 2 Schulklassen pro Jahr mit der Aufgabenstellung an 6 Tagen im Jahr an 6 Punkten in der Stadt von morgens 6 bis abends 22 Uhr die Fahrradfahrer zu zählen und zu befragen....und jede Klasse bekommt 300 € für die Klassenkasse. In 40 Jahren die gleichen Kosten, aber ein definitiv aufschlussreicheres Ergebnis als ein Idioten-Pfosten der Motorräder, Fahrräder, Roller und sogar Fussgänger zählt, wie man hört.
  • (91 Beiträge) | 20.09.2012 11:17
    Bewerten: (0)
    Alle Jahre wieder...
    kommt der BdSTZ mit seinem Schwarzbuch. Da finden sich dann allerlei Behördenstreiche darin von hirnlos in den Sand gesetzten Projekten und Fehlplanungnen bis zu zweifelhaften Gags wie dem Fahrradzähler. Abschließend wird mal aus dem bauch heraus geschätzt, dass 5% der Steuergelder verschwendet werden und man bekommt eine schöne Milliardensumme.

    Für sich allein bringt das aber gar nichts. Wo bleibt mal eine Vergleich mit einem Privathaushalt, weggeworfene Lebensmittel, Kleiderfehlkäufe, unnützes Werkzeug vom Discounter, oder mit der Privatwirtschaft. Hier wird ja per se ein großer Teil der Investitionen in den Sand gesetzt, weil die Konkurrenz dasgleich besser macht, aber Steuereinnahmen verringern sich so
  • (330 Beiträge) | 20.09.2012 11:03
    Bewerten: (0)
    Ein weiteres Glanzstück...
    ...der grün-roten Landesregierung! Die Neuverschuldung liegt bei 3,3 Mrd., es werden 2000 Lehrerstellen gestrichen, aber Geld für diese schwachsinnigen Idioten-Pfosten ist da! Und wenn es beim nächsten Mal mit grün-rot nicht reicht dann wird noch "die Linke" ins Boot geholt...das wird ein Spass!
  • (1999 Beiträge) | 20.09.2012 09:53
    Bewerten: (0)
    Noch nicht gewusst?
    Der Steuerzahlerbund kann da kritisieren, was er will. Unsere Politiker haben ein dickes Fell und werden weiterhin das Geld mit vollen Händen ausgeben. Ist ja schließlich nicht ihr Geld.
  • (2945 Beiträge) | 20.09.2012 10:52
    Bewerten: (0)
    So ist es!
    ..und die Reichen dieser Welt leben nicht von unserer Achtung sondern von unserem Geld!
    Floh de Cologne
  • (110 Beiträge) | 20.09.2012 08:54
    Bewerten: (0)
    Ich find ihn super
    Der "Idiotenpfosten" zählt mich, wenn ich mit meinem Roller dran vorbeifahre als sauberen und umweltbewussten Radfahrer!!! Ist alles nur verarsche! Genau wie alles Andere! Wann blicken die Grünen es endlich, das wir Deutschen die Welt nicht retten können!!! Wir fahren saubere Autos, Isolieren unsere Häuser, stellen um auf sauberen Strom, haben FCKW völlig abgesetzt und der Rest der Welt macht weiter wie bisher! Aber Hauptsache wir haben ein gutes Gewissen und der Staat seine Steuereinnahmen, um es dann wieder für (siehe schwarzes Buch) aus zu geben!
  • (1342 Beiträge) | 20.09.2012 09:55
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    Ausgleich
    Dafür werde ich nicht gezählt, wenn ich mit Fahrrad und Fahrradanhänger daran vorbeifahrer. Das gleicht sich in Summe einigermaßen aus.

    Ist dir schon mal die Idee gekommen, dass wir unsere Umwelt-Technologien ins Ausland verkaufen können? Aber klar - es ist natürlich besser, wenn der Nachbar sein Altöl in den Fischteich schüttet, es ihm nachzumachen, anstatt das Öl umweltschonend zu entsorgen.

    Und was mir spontan zu den "sauberen" Autos einfällt. Der Kat für Neuwagen wurde etwa 1984 Pflicht. Da saßen die Grünen allenfalls im Hessischen Landtag, hatten aber noch nirgends Regierungsverantwortung. Ich glaube, die Grünen würden sich freuen, wenn sie sich all diese Erungenschaften zu 100% auf ihre Fahnen schreiben könnten. grinsen
  • (28713 Beiträge) | 20.09.2012 13:33
    Bewerten: (0)
    Das war
    später als 1984. Unser leider inzwischen verkaufter W107 war Baujahr 1986 und wurde wahlweise mit Kat, ohne Kat oder in der sogenannten Rückrüstausführung (zum späteren einfachen Nachrüsten) angeboten.
  • (335 Beiträge) | 20.09.2012 08:19
    Bewerten: (0)
    Der Bund der Steuerzahler
    spricht ja eh nicht für die normalen Bürger. Wer ist denn da schon Mitglied vom Otto-Normal-Verbraucher?

    Da sind ja nur die oberen 10000, die sowieso schon kaum Steuern zahlen, weil die Ihr Geld lieber in die Schweiz schaffen und dann nur 15% abdrücken müssen. . .
  • (2945 Beiträge) | 20.09.2012 08:54
    Bewerten: (0)
    Wenn
    man HartzIV kriegt oder Taschengeld stimmt das wohl aber ich bin Arbeiter und zahl kräftig Steuern, bin ich jetzt einer der oberen 10000 ?

    Wenn man HartzIV kassiert und sowas schreibt ist das ganz schön traurig also nehm ich mal zur Gnade an das du Taschengeld kriegst.

    Wenn jeder Beamte dafür zur Rechenschaft gezogen werden könnte was er verzapft würde wohl weniger gemacht aber auf jeden Fall sinnvolleres.
  • (297 Beiträge) | 20.09.2012 07:28
    Bewerten: (0)
    weil..
    es in KA mal sechs Bürgermeister gab und vor Jahren auf fünf reduziert wurde.

    Auf Geschenke hat man halt schlecht Einfluss..da nimmt man am Geburtstag mit einem Lächeln auch die dritte grüne Krawatte entgegen.

    Spaßohne - ich find den Zähler nicht unsinnig, da er verläßliche Zahlen über die Radlerzahl liefert. Un die zeigen, dass es mehr und mehr werden. Insofern ist der Zähler keine Steuerverschwendung, weil er ein kleines bißchen die Radler animiert, noch mehr zu radeln.
  • (350 Beiträge) | 20.09.2012 07:34
    Bewerten: (0)
    Nutzen
    Hallo,
    und welchen Sinn haben die Zahlen? Man kann viel zählen und nichts machen. Nur wenn aus den gesammelten Daten auch was produktives rauskommt macht hat das Hand und Fuß. Wird aber nur einmal im Jahr die Gesamtmenge der Radler ausgewertet und ins Internet gestellt ist das Geld rausgeschmissen wie mit vielen Daten die gesammt werden und in der großen Datenflut irgendwaohin gespült werden.
  • (302 Beiträge) | 19.09.2012 20:16
    Bewerten: (0)
    Etwas Interessantes fehlt im obigen Bericht
    in Mannheim wurde die Schaffumg einer fünften Beigeordneten/Bürgermeisterstelle gerügt.
    Mannheim hat deutlich mehr Einwohner als Karlsruhe, warum wird oder wurde eigentlich nie die Wiederbesetzung der fünften Stelle in Karlsruhe gerügt?
  • (2331 Beiträge) | 20.09.2012 08:48
    Bewerten: (0)
    ?
    Mannheim hat 313.000 Einwohner, Karlsruhe 295.000. Unter "deutlich" mehr verstehe ich 'was anderes als schlappe 5%.
  • (2745 Beiträge) | 19.09.2012 18:36
    Bewerten: (0)
    Also so richtig überrascht ist man ja nicht
    über den "steuersündigen" Fahrradzähler.
    Da hätten sie es machen sollen, wie in der Herrenalber Straße zur Rechtfertigung des neu angelegten lebensgefährlichen Fahrradweges.

    3 Stunden jemand hingestellt und auf eine hohe Zahl von Radlern hochgerechnet. Die fahren aber dort "so zahlreich" ,das wir Anwohner garnicht mehr nachkommen mitzuzählen. So ein "Zähler" anstelle des Automaten wäre allemal billiger gewesen.

    grinsen
  • (6441 Beiträge) | 19.09.2012 19:21
    Bewerten: (0)
    !
    Mit einer Dauerzählstelle wie der in der Erbprinzenstraße könnte man aus Stichproben viel besser hochrechnen, weil eine Dauerzählstelle bspw. die wetterbedingten Schwankungen im Radverkehr wunderbar erfasst. Mal ein einzelner Radler zu viel oder zu wenig ist statistisch unerheblich.

    Im übrigen:
    Dauerzählstellen für den Autoverkehr gibt's en masse, da hat sich auch noch kein Steuerzahlerbund drüber beschwert. Also ist es nur recht und billig, wenn es auch welche für den Radverkehr gibt. Zumind. für Rheinland-Pfalz kann man die Ergebnisse der Automessstellen online tw. nachlesen ...
    ... mit überraschenden Ergbenissen: Verkehr auf der Rheinbrücke stagniert anstatt zu wachsen, wie es die Brückenfans gerne hätten ...

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