Stehen Karlsruher Brücken auf Krücken?
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Karlsruhe (mda) - Marode Pfeiler, rostige Stahlträger und Betonschäden: Der Zustand vieler Brücke im Land ist kritisch, das ergab bereits ein ADAC-Brückentest vor drei Jahren. In welchem Zustand sind die Karlsruher Brücken heute? Besteht eine Gefahr für die Bürger?
Brücken sind extremen Witterungen ausgesetzt. Wind, Nässe, Frost und Tausalz nagen an den Bauwerken und fressen sich in die Fahrbahn. Eine beschädigte Brücke kann im Ernstfall zur Katastrophe führen. Daher müssen Brücken regelmäßig überprüft werden.
Keine Brücke einsturzgefährdet
In Karlsruhe gibt es 122 Straßenbrücken, die in den Zuständigkeitsbereich der Stadtverwaltung fallen. Elf Brücken sind nach Aussage der Stadt in einem mangelhaften Zustand. Noch als ausreichend wird der Zustand von 32 Brücken bewertet. Nur 64 Prozent der Karlsruher Brücken sind in einem ordentlichen Zustand.
Allerdings sei keine Brücke in Karlsruhe einsturzgefährdet. "Die Standsicherheit bei allen Karlsruher Brücken ist gewährleistet", versichert eine Sprecherin der Stadt Karlsruhe gegenüber ka-news. Durchschnittlich würden jährlich etwa eine Millionen Euro zur Sanierung und Instandsetzung von konstruktiven Bauwerken aufgewendet. In Sonderfällen könne diese Summe auch erhöht werden. Insgesamt befinden sich etwa 270 konstruktive Bauwerke im Zuständigkeitsbereich der Stadt Karlsruhe. Dazu zählen neben Straßenbrücken auch Unterführungen, Fußgängerbrücken, Stege und Tunnel.
Überprüfung alle drei Jahre
Brücken werden in Deutschland regelmäßig nach den Vorschriften der DIN 1067 geprüft. Alle drei Jahre findet eine Prüfung statt. Jeweils im Wechsel eine Hauptprüfung und eine einfache Prüfung.
Bei der aufwändigeren Hauptprüfung werden alle, auch schwer zugängliche Bauwerksteile von Verschmutzungen befreit, geöffnet und geprüft. Dabei wird auch schwere Technik wie Brückenuntersicht-Geräte oder Schwimmpontons eingesetzt. Die einfache Prüfung ist eine intensive Sichtprüfung und kann auch ohne speziellen Geräte durchgeführt werden. Aus besonderem Anlass, bei einem Lkw-Aufprall beispielsweise, werden Sonderprüfungen durchgeführt. In Karlsruhe führen Brückenprüfer des Tiefbauamts die Kontrollen durch.
ADAC fordert besseres Erhaltungsmanagement
"Eine regelmäßige Wartung und Instandsetzung der Brücken ist unabdingbar. Es muss verhindert werden, dass aus dem guten oder gerade noch ausreichenden Zustand einer Brücke ein mangelhafter wird. Dazu braucht es ein effektives Erhaltungsmanagement mit speziell qualifiziertem Personal und ausreichender finanzieller Unterstützung", fordert Philipp Kabsch, Leiter der Verkehrsabteilung des ADAC Nordbaden.
Mit Hilfe eines solchen Managementsystems soll der Zustand aller Brücken und Fahrbahnen erfasst und klassifiziert werden. Aufgrund dieser erhobenen und ständig aktualisierten Daten könne dann der optimale Zeitpunkt bestimmt werden, wann eine Brücke saniert werden müsse. Denn wird eine Brücke zu früh saniert, werde häufig gute Substanz verschenkt, wird der Bauträger zu spät tätig, dann verschlechtert sich der Zustand weiter und die Kosten steigen. Durch einen konkreten Sanierungsplan könnten Brücken bedarfsgerecht, kostengünstig und mit größtem volkswirtschaftliche Nutzen repariert werden, so Kabsch.
"Häufig werden Brücken dann saniert, wenn Geld da ist und nicht wenn es wirklich notwendig ist. Durch einen genauen Plan könnte man langfristiger planen und die Kosten für anstehende Sanierungen besser einkalkulieren und so die Ausgaben verringern", meint der Verkehrsexperte.
Es besteht Sanierungsbedarf
Auch die Stadt Karlsruhe hat eine Prioritätenliste für Brücken erstellt. Nach dieser sollen Brücken je nach Dringlichkeit und schwere der Mängel und Schäden saniert werden. Alle Mängel sollen so kurz-, mittel oder langfristig, je nach Notwendigkeit, behoben werden, erklärt die Stadtverwaltung.
Akuter Sanierungsbedarf bestand kürzlich bei der Brücke über die Alb, da die Dauerhaftigkeit des Stahlbetonüberbaus stark beeinträchtigt war. Durch Tausalzwasser war der Beton stellenweise angegriffen. Die Abdichtung des Überbaus wurde deshalb erneuert sowie optimierte Fahrbahnübergänge eingebaut. Zurzeit läuft dort noch die Baumaßnahme "Kühler Krug". Und im kommenden Jahr sollen die Geh- und Radwegbrücken über die Bahn und B10 östlich des Bahnhofs Grötzingen saniert werden, teilte die Stadt ka-news mit.
Wir wollen heute in unserer ka-news-Umfrage von Ihnen wissen: "Mangelhafte" Karlsruher Brücken - Sollte deren Sanierung oberste Priorität haben? Stimmen Sie ab!
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- (1273 Beiträge) | 06.09.2010 12:23Panikmachelasst man schön die Brücken in Ruhe oder wollt ihr die auch noch alle aufreissen und sperren. KA Bauamt sucks
- (2059 Beiträge) | 06.09.2010 14:23für was braucht man so viele Brücken?über viele frisch sanierte Fußgängebrücken geht keiner, hätte man gleich abreisen können... Rheinbrücke braucht man auch nicht, bleiben schon die ganzen Bauern mit ihren lächerlich getunten Autos aus KA weg......




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