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Karlsruhe Sperrmüll als Waffe: Tobendes Trio macht Krawall in Karlsruher Oststadt

Drei junge Randalierer haben in Karlsruhe mehrere Menschen verprügelt und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Beamten brachten das 13-jährige, strafunmündige Mädchen aus Karlsruhe und zwei Brüder im Alter von 15 und 20 Jahren aus dem benachbarten Linkenheim-Hochstetten anschließend zu ihren Eltern, wie die Polizei am Mittwoch berichtet.

Die Polizei hat in der Nacht zum Aschermittwoch nach mehreren Sachbeschädigungen und Körperverletzungen in der Karlsruher Oststadt ein äußerst aggressives Trio vorläufig festnehmen können.

Trio wirft mobiles Toilettenhäuschen umher

Die jugendlichen Täter - zwei aus Linkenheim-Hochstetten stammende Brüder im Alter von 15 und 20 Jahren in Begleitung einer 13-Jährigen aus der Karlsruher Südstadt - waren kurz vor Mitternacht in der Ostendstraße von Zeugen beim Umwerfen eines mobilen Toilettenhäuschens beobachtet worden.

Während sich der Toiletteninhalt auf die Straße ergoss, warfen die Täter dort noch mehrere Fahrräder um und traten auf die Zweiräder ein. Nachdem das Trio von geschädigten Radbesitzern wie auch Zeugen auf ihr Handeln angesprochen worden waren, reagierten die jungen Leute sofort aggressiv. Unvermittelt erhielt zunächst ein 23-jähriger Mann von dem 15-Jährigen einen Faustschlag ins Gesicht.

Sperrmüll dient als Waffe

Die Jugendlichen entfernten sich, wurden aber mit etwas Abstand von den Zeugen wie auch Geschädigten verfolgt. Unterdessen nahm sich der 20-jährige Täter aus bereitgestelltem Sperrmüll ein Stuhlbein, ging auf einen 41-jährigen Verfolger zu und schlug ihm mit dem massiven Kantholz gegen Gesicht und Oberkörper. Als dessen Freund zu Hilfe eilte, erhielt auch der 23-Jährige mit dem Holzstück Schläge in Richtung seines Kopfes, die er jedoch abwehren konnte. Nun griff der 15-jährige Mittäter wieder ins Geschehen ein, stieß den 23-Jährigen zu Boden und traktierte sein Opfer unter tatkräftiger Unterstützung der strafunmündigen Komplizin mit Fußtritten.

Auch ein ebenfalls der Verfolgergruppe angehörender 21-Jähriger erhielt noch einen Schlag ins Gesicht. Anschließend flüchteten die drei Angreifer in Richtung Spielplatz Ostend-/Frühlingstraße, wo sie nach Alarmierung der Polizei letztlich von Beamten der Polizeidiensthundestaffel gestellt wurden. Glücklicherweise trugen die drei von Schlägen betroffenen Verfolger allesamt nur leichtere Blessuren davon. Vorsorglich kamen aber die zwei mit dem Holzknüppel traktierten Verletzten im Alter von 23 und 41 Jahren unter Einsatz eines DRK-Rettungsteams zur Erstversorgung in ein Krankenhaus.

Jugendliche waren alkoholisiert

Ersten Erhebungen zufolge waren der 15-Jährige mit einem Promille und sein 20-jähriger Bruder, der im Übrigen erst vergangenen Oktober aus der Haft entlassen worden war, mit rund 0,8 Promille alkoholisiert. Die hinlänglich amtsbekannte 13-Jährige wurde noch in der Nacht an ihre Mutter überstellt. Auch das Bruderpaar kam anschließend in die Obhut der Familie. Derzeit ist der Jugendsachbearbeiter des Polizeireviers Südweststadt mit den weiteren Ermittlungen beschäftigt.

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