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06.03.2016 07:29
 
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Spaß oder Straftat? Karlsruher Polizei warnt vor Sexting im Chat [32]

(Symbolbild)
Bild:Julian Stratenschulte

Karlsruhe (Melanie Nees) - Einem Vertrauten erotische oder sogar pornografische Texte, Bilder oder Videos von sich zu schicken, ist für einige Jugendliche verlockend. In vielen Fällen ist der scheinbare Spaß jedoch strafbar, wie Dirk Schäfer vom Referat Prävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe gegenüber ka-news erklärt.
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Jeder vierte Jugendliche in Deutschland hat Kenntnis vom Versand intimer Fotos im Freundes- oder Bekanntenkreis. Das brachte die JIM-Studie 2015 (Jugend, Information und (Multi-)Media) des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest hervor, eine repräsentative Befragung von Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren. 

"Meist geschieht der Versand von erotischen oder aufreizenden Texten, Fotos oder Videos per Smartphone zunächst einvernehmlich und vertraulich im Rahmen einer Beziehung. Allerdings besteht die Gefahr, dass diese an andere Personen weitergegeben werden und die Kontrolle darüber verloren geht", warnt das Polizeipräsidium Karlsruhe in einer Pressemitteilung. 

Das ist strafbar

Mit Sexting kann man sich nicht nur blamieren, wenn es in die falschen Hände gerät - man kann sich damit auch ehe man sich versieht strafbar machen. "Zunächst geht es um die Inhalte der versendeten Medien. Sind die Texte, Bilder oder Videos als pornografisch einzustufen, macht man sich strafbar, wenn man diese an andere Personen verschickt", erklärt Dirk Schäfer vom Referat Prävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe gegenüber ka-news. Gibt der Empfänger die Medien weiter, mache er sich natürlich ebenfalls strafbar, ergänzt Schäfer.

Jugendlichen, deren im Vertrauen verschickte Texte, Bilder oder Videos in die falschen Hände geraten sind, rät der Experte dazu, Strafanzeige zu erstatten werden. Dann könne man unter anderem auf Schadensersatz hoffen. Auch wenn die Aufnahmen nicht pornografisch sind, verletze eine Weitergabe zumindest das Urheberrecht. 

Keine Zahlen für Karlsruhe

Von einem Fall, der sich hier in der Region zugetragen hat, darf Schäfer aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht berichten, da dies Rückschlüsse auf die beteiligten Personen und Orte ermöglichen würde. Eine Auswertung, wie viele Strafanzeigen es in diesem Zusammenhang im Raum Karlsruhe gab, liege nicht vor und gestalte sich schwierig, da der Begriff "Sexting" kein Katalogbegriff in den polizeilichen Auskunftssystemen darstellt, so der Experte. 

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Kommentare [34]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (75 Beiträge) | 06.03.2016 21:59
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    Dieser Artikel sagt mal wieder gar nichts
    Schreibt doch, was einer tun muss, der z. B. plötzlich von einer zudringlichen facebook-Bekannten mit unerwünschten Nacktfotos und unmissverständlichen Aufforderungen belästigt wird! Wo geht man damit hin, was soll man mitbringen? Wie sehen die Strafen aus?

    Hey, ein bisschen mehr Recherche sollte es schon sein, wenn der Inhalt eines Artikels wirklich informativ und brauchbar für den Leser sein soll! Ergänzt das mal.
  • (16 Beiträge) | 06.03.2016 19:45
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    Waren die Zeichnungen
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  • (370 Beiträge) | 07.03.2016 14:28
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    Maximal
  • (16 Beiträge) | 07.03.2016 18:32
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    Und mindestens zu hart für dieses Qualitätsportal
    ich könnte mich gerade kringeln.
  • (29 Beiträge) | 06.03.2016 17:57
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    Warum ist das strafbar?
    Zitat:" Sind die Texte, Bilder oder Videos als pornografisch einzustufen, macht man sich strafbar, wenn man diese an andere Personen verschickt"

    WARUM?
  • (2887 Beiträge) | 06.03.2016 18:48
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    Unter Umständen strafbar
    Könnte vielleicht damit zusammenhängen, daß der Empfänger minderjährig ist.

    In der Praxis wird deswegen aber auch keiner zur Polizei rennen, wenn der Empfänger nicht grade in Malsch wohnt...
  • (811 Beiträge) | 06.03.2016 16:17
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    Sexting?
    Auf alle Fälle interessanter als KA-NEWS mit den unterdrückten Kommentarfunktionen! Einfach nur noch Müll....
    Ich halte grenzwertige Diskussionen für besser, als eure durch miesen Journalismus entstandenen Beiträge einfach unkommentiert lesen zu müssen! Die Begleitinformationen in den Kommentaren fehlen leider! Aber ich glaube genau dass war das Ziel!

    Eure Seite wird halt immer mieser!
  • (2887 Beiträge) | 06.03.2016 18:51
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    Warum, ist doch ein Top Nachrichtenportal
    Unter weltbewegende Artikel wie "Sexting", Tunnelbetonwände und aufplatzende Autobahnen darf man kommentieren, während man bei den banalen Themen wie Asylpolitik und Kriminalität sich den Traffic spart.

    Bei welt.de gibt es aber auch kaum noch irgendwo eine Kommentarfunktion, das muß wohl von ganz oben angeordnet sein.

    Darf ich mal einen Witz erzählen? Wir haben Meinungs- und Pressefreiheit...
  • (811 Beiträge) | 06.03.2016 19:14
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    Eine Zensur findet nicht statt!
    Es sollen einfach nur negative Berichte über ein "gewisses Klientel" vermieden werden! Also Informationen werden weggelassen...
    Deshalb sage ich auch nicht "Lügenpresse" sondern "Weglasspresse"!
    Oder kann man verschweigen von Informationene schon als Lüge bezeichnen?
  • (2887 Beiträge) | 06.03.2016 19:28
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    Ja, kann man!
    Angenommen ich verkaufe ein Auto und erzähle dem Käufer, daß es neu lackiert ist, daß vor kurzem ein Ölwechsel stattfand und das Auto eine Leistung von 180 PS hat. Ich habe vor drei Monaten eine neue Batterie eingebaut und auch die Bremsflüssigkeit ist gewechselt.

    Was ich weglasse, ist die Information, daß die Bremsen unten sind, das Getriebe kaputt ist, daß die Kupplung im Eimer ist, daß man nur bis in den dritten Gang schalten kann...

    Bin ich jetzt ein ehrlicher Verkäufer? Habe ja nur Informationen weggelassen, er hätte ja auch nachfragen können, ob das Getriebe in Ordnung ist...
  • (3432 Beiträge) | 06.03.2016 15:26
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    "Aufreizende Texte" waren eher gestern
    Ich erinnere mich noch an Chats aus der Schulzeit. Mancher Mitschüler durfte so Erfahrung mit falschen Identitäten, offengelegten Chats und der dadurch resultierenden Blamage Erfahrung sammeln.

    Aber das war zur Jahrtausendwende. Heute greifen wohl auch die Kiddies auf modernere Mittel zurück. So scheint Sex über Skype (Videochat) ultra hipp zu sein. Mag den Vorteil haben, dass eine Identität schwerer zu fälschen ist. Dafür der große Nachteil: Der Skype-Partner (oder sein Pädo-Onkel) kann mit den entsprechenden Tools alles aufzeichnen und dadurch großen Schaden verursachen.

    "Wie blöd muss man sein?" - Es zeigt sich, dass auch viele Erwachsene "so blöd" sind. Dabei haben Jugendliche eine geringere Lebenserfahrung. Darum ist es wichtig, dass Schulen auch Medienkompetenz lehren. Und nicht erst in der zehnten Klasse, die Kiddies sind heute schon recht früh im Netz unterwegs. Jetzt kommt bestimmt wieder Einer mit "Das ist Sache der Eltern". Problem: Die haben häufig wenig Ahnung davon.
  • (2887 Beiträge) | 06.03.2016 18:54
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    Schulen
    Wie soll das in der Praxis dann aussehen? Damit man durch solchen Unterricht dann noch den letzten Schüler dazu bringt, sowas mal auszuprobieren?
  • (158 Beiträge) | 06.03.2016 15:32
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    "Aufreizende Texte"
  • (3432 Beiträge) | 06.03.2016 15:53
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    Kiddies
    Englisches Wort für Kinder.
  • (158 Beiträge) | 06.03.2016 16:35
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    Kiddies
    ...und ich dachte immer ich lebe in Deutschland, wie ich gehört habe soll dieses Land eine eigene Sprache haben
  • (3432 Beiträge) | 06.03.2016 16:50
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    Fremdwörter
    Vielleicht hast du schon davon gehört, dass die Übernahme von Fremdwörtern in unsere (Umgangs)sprache nicht unüblich ist.

    Hier eine Liste mit Beispielen.

    Ich denke, wir sind nun weit genug vom Thema abgedriftet.
  • (2887 Beiträge) | 06.03.2016 19:01
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    Richtig
    Es gibt hier eben ein paar deutsche Hardliner, die finden das Verwenden von Lehnwörtern plocho.

    Ich würde sagen, wir schreiben so, wie uns der sakonaprojekt gewachsen ist. Oder njet?
  • (2887 Beiträge) | 06.03.2016 19:09
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    Muß nur ausgewogen sein
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  • (75 Beiträge) | 06.03.2016 12:59
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    Dieser Artikel sagt mal wieder gar nichts
    Schreibt doch, was einer tun muss, der z. B. plötzlich von einer zudringlichen facebook-Bekannten mit unerwünschten Nacktfotos und unmissverständlichen Aufforderungen belästigt wird! Wo geht man damit hin, was soll man mitbringen? Wie sehen die Strafen aus?

    Hey, ein bisschen mehr Recherche sollte es schon sein, wenn der Inhalt eines Artikels wirklich informativ und brauchbar für den Leser sein soll! Ergänzt das mal.
  • (4805 Beiträge) | 06.03.2016 15:12
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    In der letzten Zeit
    wurde "hart" diskutiert über User, die beleidigende und unsachliche Kommentare schreiben, die keine andere Meinung als ihre eigene zulassen. Der überwiegende Teil der Kommentatoren, war der Meinung, diese User grundsätzlich zu sperren. ka-news geht, wie ich nun feststelle einen anderen Weg. Bei Themen, die stark kontrovers diskutiert werden könnten, gibt es keine Kommentarfunktion mehr. Oder wie bei dem Thema "Sexting" ist es nur eine "Mitteilung".

    So verliert ka-news vermutlich viele ernsthafte Kommentatoren und interessierte Leser. Schade

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