Songwriter Jan Wittmer: Karlsruhe-Lied und neues Album
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Karlsruhe (sas) - 2012 wird ein gutes Jahr für den Karlsruher Singer/Songwriter Jan Wittmer werden. Erst im Mai gewann er den Nachwuchskünstlerwettbewerb "Wirtschaft meets music" der Karlsruher Wirtschaftjunioren (WJ) - verbunden mit einem einjährigen Unterstützerpaket inklusive Fotoshooting und Single-Produktion. Mit ka-news hat er darüber gesprochen, was Edo Zanki von ihm hält und worum es in seinem Karlsruhe-Lied geht.
Trotz des erfolgreichen Live-Auftritts bei "Das Fest" im vergangenen Jahr und des Sieges beim Nachwuchskünstlerwettbewerb "Wirtschaft meets music" kommt Jan Wittmer weiterhin völlig ohne Starallüren aus. Wozu auch? Er weiß, was er will. Selbst wenn Edo Zanki, Jurymitgleid bei "Wirtschaft meets music", urteilte: "Jan darf 'gewagter' und weniger traditionell verhaftet sein, wenn er als Artist aus den 'guten' Acts herausragen will."
Edo Zanki: "Jan darf gewagter und weniger traditionell sein"
Was er damit meinte? Der Sound sei ihm mit Kontrabass und Geige wohl zu traditionell gewesen, vermutet Wittmer. Doch ihm gefallen die instrumentalen Neuzugänge in seiner Band. "Ich will etwas reifer rüberkommen. Denn ich muss nicht unbedingt am Puls der Zeit sein und will keine Modeerscheinungen mitmachen", gibt er sich selbstbewusst.
Darüber wolle der Sänger und Komponist in nächster Zeit auf jeden Fall mit Edo Zanki reden. Schließlich wird ihm dieser bei der gewonnen Single-Produktion mit Rat und Tat zur Seite stehen. "Vom Zeitpunkt her war der Sieg perfekt", freut sich Jan Wittmer. "Ich will nächstes Jahr ein neues Album rausbringen und hoffe, dass ich mich so voll auf das Schreiben konzentrieren, und andere übernehmen die Organsation für mich." Außerdem verspricht er sich von seinen Unterstützern, dass sie ihm weitere Konzertauftritte vermitteln.
Musikalische Liebeserklärung an die Fächerstadt
Wie sich seine Songs mit Kontrabass und Geige anhören, zeigte Wittmer bereits im April im Karlsruher Jubez. "Die neuen Instrumente kamen gut an. Der Raum war voll und die Stimmung super", erinnert er sich. Obwohl die Streichinstrumente von der Dynamik her zwar ein bisschen begrenzt seien, erkenne man die Lieder aber wieder. Nach einem neuen Klang für seine Musik habe der Sänger nicht gesucht. "Das hat sich einfach so ergeben", erklärt er. "Wir haben die Instrumente einfach mal ausprobiert und gemerkt, dass sie gut zusammenpassen."
Dennoch wird Wittmer die Streicher nicht zu jedem Konzert mitnehmen. "Im Sommer auf den Festivals gibt es mehr E-Gitarre - in einer Kellerhalle eher Kontrabass und Geige." Seine Fans werden bei den nächsten Konzerten in Karlsruhe auf jeden Fall sein Karlsruhe-Lied zu hören bekommen. Das hat er extra für seinen Auftritt beim Fest der jungen Forscher am 23. Juni auf dem Karlsruher Friedrichsplatz geschrieben. "Auf meiner Facebook-Seite hab ich einen Aufruf gestartet, was denn in so einem Lied drin sein müsste."
"Mein Album soll mir in zehn Jahren immer noch gefallen"
Herausgekommen ist eine musikalische Liebeserklärung an die Fächerstadt, in der er versichert, dass er trotz Baustellen, temporärer Flaute des KSC und Schienenersatzverkehrs Karlsruhe sehr liebe. Ob die Ode an die badische Metropole auch auf seinem neuen Album sein wird, weiß er noch nicht. Sicher sei aber, dass dieses Mal nicht nur seine Gitarre auf der Scheibe zu hören ist, sondern die ganze Band. "Es wird so in die Richtung werden, was wir momentan auch live machen."
Auf jeden Fall will sich Jan Wittmer musikalisch selbst treu bleiben. "Das Album soll eine Weiterentwicklung sein", verspricht er. Aktuellen Trends wolle er dabei nicht folgen und auch nichts Kurzfristiges produzieren. "Mein Plan ist, dass das Album mir in zehn Jahren immer noch gefällt. Ob das dann so sein wird, ist was anderes."




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