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Silikon-Skandal: 1.225 Frauen in Karlsruhe betroffen [21]

Karlsruhe/Stuttgart (dpa/lsw) - Vom Skandal um minderwertige Brustimplantate sind im Südwesten nach einem Zeitungsbericht mehr Frauen betroffen als bislang vermutet. Mindestens 1.270 solcher Implantate seien bei Brustoperationen in den vergangenen Jahren landesweit eingepflanzt worden, berichten die "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwoch). Davon betreffen den Regierungsbezirk Karlsruhe 1.225 Fälle.

/region/karlsruhe/Silikon-Skandal-1-225-Frauen-in-Karlsruhe-betroffen;art6066,792397,B?bn=816570
PIP-Brustimplantate
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Billig-Implantate: Mehr Frauen betroffen als bisher vermutet.
Foto: G. Horcajuelo
"Wir gehen davon aus, dass da noch einige dazukommen werden", sagte ein Sprecher des Sozialministeriums dem Blatt.

Am stärksten betroffen ist demnach der Regierungsbezirk Karlsruhe mit 1.225 Fällen. Allein die Universitätsklinik Heidelberg, die am Montag eine Strafanzeige gegen Unbekannt angekündigt hatte, habe 350 der fraglichen Implantate verpflanzt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf das Sozialministerium. Das Regierungspräsidium in Tübingen habe bislang 41 Fälle gemeldet, das RP Stuttgart 4. Einzig der Regierungsbezirk Freiburg sei zunächst nicht betroffen.

Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) will sich der Zeitung zufolge auf Bundesebene dafür einsetzen, dass Herstellung und Verbreitung solcher Medizinprodukte künftig stärker überwacht werden und die Ärztekammern und kassenärztlichen Vereinigungen in solchen Fällen eine Auskunftspflicht gegenüber den Bundesländern haben. "Wir müssen aus den festgestellten Kontrolldefiziten Konsequenzen ziehen", sagte ihr Sprecher dem Blatt.

Die Implantate stammen von den Herstellern PIP aus Frankreich und Rofil aus den Niederlanden. Sie sind mit minderwertigem Silikon gefüllt, können reißen oder durch Ausschwitzen Entzündungen verursachen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte rät den Betroffenen, diese Implantate entfernen zu lassen.

Siehe auch:

Implantat-Skandal und Schönheitswahn: Macht Schaden wirklich klug?

Giftige Implantate in Karlsruhe: Wann muss operiert werden?

Mehr zu: Gesundheit Kriminalität Frankreich Deutschland

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Kommentare [21]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (2826 Beiträge) | 18.01.2012 08:46
    Landesweit 1270...
    davon 1225 im Regierungsbezirk KA. Beeindruckend. Es sind also Landesweit nur 45 weitere Frauen aus anderen Regierungsbezirken unzufrieden mit ihrer Oberweite gewesen und wollten billig. Da soll noch einer sagen Schwaben seien geizig.
  • (37 Beiträge) | 18.01.2012 09:51
    Schwaben
    also erstmal solltest du nicht vergessen, dass dieser Skandal auch viele Krebspatientinnen betrifft. Da würde ich mir jetzt keine Meinung bilden wollen was billig anbelangt, fände ich auch unfair.

    was aber die schwaben angeht: sieh's doch mal andersrum. die könnten sooo geizig sein, dass sie sich die OP eben gespart haben zwinkern
  • (2826 Beiträge) | 18.01.2012 11:01
    Klar
    @keks und bob. Solche Fälle könnte es geben und ich wollte ja hier niemand davon kränken falls dem so wäre. Mein Beitrag ist ja eher verwunderte Ironie.
    Ich würde mich aber auch wundern, wenn in einem Fall der Brustrekonstruktion der Arzt solche "Billigware" empfehlen würde.
  • (326 Beiträge) | 18.01.2012 13:06
    Krebspatientinnen ...
    sind in diesem Zusmmanhang wirklich mehr als zu bedauern.

    Beim Rest hält sich mein Mitleid deutlich in Grenzen und ich bin sicher, dass bei vielen sogar die Schadenfreude überwiegt.
  • (926 Beiträge) | 18.01.2012 09:56
    Nicht nur reine Schönheits-OPs
    Ich halte auch nicht besonders viel von Schönheits-OPs. Es gab aber bestimmt auch Fälle, wo nach einer Brustamputation wegen Brustkrebs solche Silikonkissen verwendet wurden. Das ist meiner Ansicht nach etwas anderes und es trifft diese Frauen bestimmt besonders hart.
  • (1920 Beiträge) | 18.01.2012 12:46
    Und genau wegen dieser Frauen
    gehören die Hersteller und Vertreiber dieser minderwertigen Silikon-
    teile vor Gericht gestellt und auf Schadenersatz verklagt.
    Das sind Verbrecher, die sich auf Kosten anderer bereichern.
    Die Firmen PIP und Rofill gehören geschlossen.
  • (2845 Beiträge) | 18.01.2012 15:23
    Tja
    Die Firmen haben sich schon selbst geschlossen und für pleite erklärt.Da ist nichts mehr zu holen.
    Und der Hersteller selbst wird schon angeklagt.Aber ob von dem Schadensersatz zu holen ist?
  • (6 Beiträge) | 18.01.2012 16:18
    1225
    haben es im regierungsbezirk karlsruhe operieren lassen, das heisst nicht das alle auch aus diesem bezirk stammen
  • (1370 Beiträge) | 18.01.2012 09:43
    @ ka-news
    Nochmals: Die Implantate waren eben NICHT billig, sondern - wie in der gecopypasteten dpa-Meldung zutreffend wiedergegeben - MINDERWERTIG, nämlich unter vorsätzlicher Täuschung der (privaten und sehr laxen) Kontrollorgane (hier: TÜV Rheinland) mit Industriesilikon gepanscht und nur unzureichend verschlossen.

    Die Herstellung war damit billig, der Endpreis allerdings nicht - den zusätzlichen Gewinn hat sich PIP in die Tasche gesteckt und NICHT, wie hier notorisch behauptet, betroffene Patientinnen oder Ärzte. Letzteren muss allerdings der Vorwurf gemacht werden, die zumindest erkennbar unzureichend verschlossenen Implantate bedenkenlos verwendet zu haben.

    KA-News erweckt aber stets den EIndruck, dass die Patientinnen die Implantate bewusst gewählt hätten, um zu sparen. Das ist schlicht falsch, zumal die Auswahl jeglicher Implantate seitens des Arztes getroffen wird.

    (Kam gestern übrigens in Frontal 21)
  • (145 Beiträge) | 18.01.2012 09:57
    @ Karlsrator
    Lieber Nutzer Karlsrator,

    wir copypasten dpa-Meldungen nicht, sondern sie werden automatisch in unser System importiert. Das läuft bei allen (Online)-Zeitungen so und steht auch allen zur Verfügung, weil die dpa ein Zusammenschluss zahlreicher Medien in Deutschland ist und auch genau so finanziert wird - also auch von uns.

    In unserem Redaktionssystem haben wir dann die Möglichkeit, die Meldungen nachträglich zu bearbeiten. Hier haben wir beispielsweise Links zu unseren alten Artikeln hinzugefügt.

    Wo erwecken wir den Eindruck, dass Patientinnen bewusst billige Implantate gewählt hätten?
  • (1370 Beiträge) | 18.01.2012 10:10
    Liebe Frau Rüsst,
    z.B. hier ("Der Skandal um die französischen Brustimplantate PIP, für deren Herstellungen qualitativ minderwertiges und gesundheitsschädliches Bausilikon verwendet wurde, zeigt die Problematik auf: Für viele Frauen muss es eine Brustvergrößerung um jeden Preis sein, sie sparen Geld, nehmen Nebenjobs auf und greifen dann zwangsweise auf das "billigste" Angebot zurück, um sich ihren Traum vom makellosen Körper zu erfüllen.") oder im obigen Artikel durch die (hinzugefügte?) Bildunterschrift "Billig-Implantate".
  • (145 Beiträge) | 18.01.2012 11:03
    Einwurf
    ich verstehe, was Sie meinen, ich glaube aber, Sie haben uns da missverstanden. Bei dem von Ihnen verlinkten und zitierten Artikel handelt es sich um einen Meinungsbeitrag, bei dem meine Kollegin der Frage nachgegangen ist, warum sich Menschen einer Schönheits-OP unterziehen, die medizinisch nicht nötig sind. Hierzu hat sich in verschiedenen Foren recherchiert, eben auch um zu schauen, in wie fern der Preis ein Thema ist. Es geht also in dem Fall tatsächlich um die Frauen, die sich bewusst für das eine oder das andere Implantat entschieden haben, nicht aber generell um alle Frauen, bei denen minderwertige Implantate eingesetzt wurden.
  • (1370 Beiträge) | 18.01.2012 11:41
    OK, ...
    ... ich finde eben, man sollte hier die kriminelle und ohne Rücksicht auf Verluste auf blose Gewinnmaximierung zielende Praxis von PHP in den Vordergrund stellen, zumal die Frauen eine Entscheidungsfreiheit über das jeweilige Implantat eben in aller Regel gerade GAR NICHT haben. Vielleicht bin ich für das Thema auch etwas übersensibilisiert, da ich beruflich häufig mit einem Implantatehersteller zu tun habe, der zwar keine Silikonkissen, aber andere Implantate (in aufwändiger und qualitativ hochwertiger Weise) herstellt. Auch von dort klang schon häufig ein Missfallen über die in DE teils lächerlichen Qualitätskontrollen sogenannter "Billiganbieter" an, die ausschließlich von privaten Unternehmen (wie hier eben vom TÜV) und zumeist - wie hier - viel zu lasch durchgeführt werden, selbst dann, wenn ausländische Behörden (hier: US Health Dep.) bereits gravierende Mängel festgestellt, das Produkt deshalb nicht zugelassen und im Ausland vor dem Produkt gewarnt haben.
  • (86 Beiträge) | 18.01.2012 13:02
    Woher
    sollen die Frauen wissen von welchem Hersteller das Implantat ist? Meine OP liegt 20 Jahre zurueck und der Arzt praktiziert nicht mehr....

    Uebrigens, meine OP war nicht aus Schoenheitsgruenden notwendig.
  • (656 Beiträge) | 18.01.2012 14:15
    ...
    Dass 1.225 Frauen in Karlsruhe betroffen sind, ist schlichtweg falsch. Wie kommt das in die Überschrift? Seit wann wird nicht mehr zwischen Regierungsbezirk Karlsruhe und der Stadt Karlsruhe unterschieden? Weiß man bei ka-news eigentlich, wie groß der Regierungsbezirk ist?!
  • (383 Beiträge) | 18.01.2012 15:23
    Regierungsbezirk KA
    Gesamtes Nordbaden von Freudenstadt, Rastatt/Baden-Baden im Süden bis Mannheim, Heidelberg, Mosbach, Buchen im Norden.
  • (4352 Beiträge) | 18.01.2012 17:18
    ka-news
    könnt ihr die Zahlen nochmal überprüfen? Das klingt wirklich unplausibel.
    Da scheint eine oder mehrere 10er Potenzen zu fehlen.

    Thanks in advance.
  • (437 Beiträge) | 18.01.2012 18:05
    Korrekt
    Soweit wir wissen, stimmen die Zahlen. Wo fehlen denn die Zehnerpotenzen?
  • (205 Beiträge) | 18.01.2012 17:56
    Jetzt...
    ...hab ich endlich ne Erklärung dafür, weshalb in KA so viele vollbusige Schönheiten unterwegs sind grinsen
  • (5873 Beiträge) | 18.01.2012 18:03
    Karlsruhe und schöne Frauen?
    Sie sollten mal andere Städte besuchen zwinkern

Seite : 1 2 (2 Seiten)

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