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Schwarzfahren könnte in Karlsruhe teurer werden - gerechte Strafe oder Sauerei? [148]

Karlsruhe (trs) - Für den einen ist Schwarzfahren beinahe ein Hobby - für den anderen ein unerträglicher Nervenkitzel. Dass Ticketpreller mit dem "Kavaliersdelikt" tatsächlich den Verkehrsunternehmen schaden, wird gerne vergessen. Dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) gingen so 2010 zum Beispiel rund 5,5 Millionen Euro durch die Lappen. Dagegen rebelliert nun der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Er fordert höhere Strafen für Schwarzfahrer.

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Bahn vor Weinbrennerhaus
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Symbolbild
Foto: KVV

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) fordert Bund und Länder zu einer gemeinsamen Initiative gegen Schwarzfahren auf.

Dabei soll das erhöhte Beförderungsentgelt, also die Strafzahlungen für Schwarzfahrer, von heute 40 Euro auf bis zu 60 Euro angehoben werden. Wiederholungstäter sollen gar bis zu 120 Euro zahlen. "Deutschland hat ein kundenfreundliches, offen zugängliches Bus- und Bahnsystem. Wer dies durch vorsätzliches Fahren ohne gültigen Fahrausweis missbraucht, begeht eine Straftat und schadet damit den ehrlichen Fahrgästen. Das können und wollen wir nicht tolerieren", so VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff in einer Pressemitteilung.

KVV: Schwarzfahrerquote bei 1,4 Prozent

Der Verband schätzt, dass jährlich rund 3,5 Prozent aller Bus- und Bahnnutzer schwarzfahren. Dadurch entgehen den deutschen Nahverkehrsunternehmen pro Jahr bis zu 250 Millionen Euro an Einnahmen. Hinzu kommen Kosten in Höhe von 100 Millionen Euro jährlich für den Einsatz von Kontrollpersonal.

Die Schwarzfahrerquote des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) betrug 2010 beispielsweise 1,4 Prozent. Bei 176 Millionen Fahrgästen bedeutet dies etwa 5,42 Millionen Euro Verlust. Der Verbund würde deshalb eine Erhöhung begrüßen. "Wir halten eine Erhöhung für gerechtfertigt", teilt das Unternehmen auf ka-news-Anfrage mit. Durch ein Anheben des erhöhten Beförderungsentgelts würde die Schwarzfahrer-Quote weiterhin niedrig gehalten und die Prävention gestärkt, hofft man.

Deshalb appelliert auch der DVD an die Regierungen in Bund und Ländern, die bestehenden Rechtsverordnungen kurzfristig anzupassen. Denn: "Die Zeche für die Verluste zahlen am Ende die ehrlichen Kunden durch höhere Fahrpreise, die Kommunen durch höheren Defizitausgleich und die Verkehrsunternehmen durch geringere Einnahmen", erklärt Wolff.

Facebook-Gruppe warnt in Karlsruhe vor Kontrolleuren

Mit einer höheren Strafe soll die Abschreckungswirkung gerade für notorische Schwarzfahrer deutlich erhöht werden. "Es muss klar sein, dass sich Schwarzfahren nicht lohnt", so der Hauptgeschäftsführer. Das heutige erhöhte Beförderungsentgelt von 40 Euro entspreche ungefähr dem Fahrpreis von 16 Fahrten in der Stadt. Damit erziele man kaum Abschreckung, wie ja auch die Beispiele in den sozialen Netzwerken im Internet zeigten.

Auch in Karlsruhe gibt es seit August 2011 eine Facebook-Gruppe von Fahrgästen, die sich gegenseitig vor Fahrscheinkontrollen warnen. Hier werden drohende Kontrolleure in Echtzeit über Mobiltelefone gemeldet. "So wird das Fahren ohne gültigen Fahrausweis in der öffentlichen Wahrnehmung verharmlost. Dem muss der Gesetzgeber durch entsprechende Regelungen entgegenwirken", empört sich Wolff.

Die meisten Schwarzfahrer sind übrigens nachts unterwegs und mehrheitlich männlich - 160 Prüfer machen sie in Karlsruhe ausfindig, wie ein Sprecher der Deutschen Nachrichtenagentur dpa erklärte. Davon sind tagsüber 40 Kontrolleure im Einsatz, nachts 20. Mehr als jeder zweite Teilnehmer einer ka-news-Umfrage hielt Schwarzfahrer Ende August 2011 für Egoisten. "Letztlich schaden sie der Allgemeinheit, da der KVV entstandene Verluste durch Preiserhöhungen ausgleicht", fanden sie.

Die Karlsruher Landtagsabgeordnete der Grünen, Gisela Splett, sieht Entgelterhöhungen für Schwarzfahrer als Einzelmaßnahme indes kritisch. "Wünschen würde ich mir ein Gesamtpaket, das die Vereinfachung der bestehenden oft vielfältigen und unüberschaubaren Tarifstrukturen, eine stärkere Sozialverträglichkeit der Tarifbestimmungen und insgesamt Maßnahmen enthält, den ÖPNV für alle potentiellen Nutzergruppen attraktiver zu machen", so die Staatssekretärin im Verkehrsministerium auf ka-news-Anfrage.

Schwarzfahren könnte teurer werden - gerechte Strafe oder Sauerei?

Um Fahrgäste ohne Ticket mit einem teureren Entgelt abzustrafen, müsste die Eisenbahnbetriebsordnung (EBO) geändert werden, wie ein Sprecher des baden-württembergische Verkehrsministeriums auf ka-news-Anfrage erklärt. An ihr orientieren sich die Bedingungen der Verkehrsverbünde; bundesweit werden deshalb einheitlich 40 Euro für Schwarzfahrer fällig. Diese fließen wiederum an die Verbünde, die in ihren Verkehrsmitteln das Hausrecht besitzen und dieses "erhöhte Fahrgeld" verlangen dürfen. Für Änderungen der EBO ist das Bundesverkehrsministerium zuständig - allerdings gäbe es hierzu derzeit keine Bestrebungen, so der Sprecher.

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Siehe auch:

Facebook-Gruppe warnt vor Kontrolleuren in Karlsruhe

Schwarzfahrer prellen KVV um Millionen

Umfrageergebnis: Schwarzfahrer sind Egoisten

Unterwegs mit KVV-Kontrolleuren

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Kommentare [148]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (3148 Beiträge) | 03.02.2012 01:16
    Der Ausdruck Schwarzfahren
    läßt den Schluß zu, daß ausschließlich Neeger dies tun würden und ist in höchstem Maße diskriminierend. Selbst wenn , und ich möchte, daß das absolut klar ist( selbst wenn jemand Jehova sagt), muß das heißen : "FARBIG FAHREN" !
  • (651 Beiträge) | 03.02.2012 04:06
    ......
    und Schwarzarbeit wird auch nur von farbigen durchgeführt ??? und Schwarzgeld ist das Geld unserer farbigen Mitmenschen ? ... Oh mein Gott , man kann aber auch JEDES Wort auf die Goldwaage legen ...
  • (5866 Beiträge) | 03.02.2012 11:05
    Schwarfahren
    Wieso, also ich kann helix nur zustimmen, dieser Ausdruck diskriminiert ganzheitlich und nachhaltig Deutsche mit farbigem Migrationshintergrund. Es heißt ja auch nicht schwarzarbeiten, sondern einer illegalen Beschäftigung nachgehen bei der keine Steuern gezahlt werden.

    Klar, mache Leute wissen es vielleicht nicht besser und benutzen noch die alten, diskriminierenden Wörter. Genauso wie Neescher, das heißt Neescher_in!
  • (326 Beiträge) | 03.02.2012 13:06
    Habt ihr sie noch ....
    alle ? ... zwinkern Da sieht man mal echt wieder was Political Corectness für Schwachsinnsdiskussionen (sorry aber es ist so) erzeugen kann. Erkläre mir mal einer, was der Begriff "schwarz" in diesem Zusammenhang mit den Schwarzen zu tun hat. Halt ... jetzt beteilig ich mich auch noch an dem Blödsinn .. Schluss
  • (5866 Beiträge) | 03.02.2012 13:13
    Erklärung
    Ganz einfach, es impliziert daß Deutsche mit afrikanischem Hintergrund diese Straftat/Odnungswidrigkeit gehäuft begehen.

    Ähnliche Fettnäpfchen: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann (korrekt: Wer hat Angst vor einer Person unabhängig welcher Rasse oder Kultur sie angehört) oder auch Negerkuß (korrekt: Schaumkuß)
    Wir sollten einfach vermeiden, Minderheiten unnötig zu diskriminieren. Unsere Vergangenheit mahnt uns!
  • (74 Beiträge) | 03.02.2012 16:21
    Herkunft berücksichtigen
    Der Ausdruck "Schwarz-Fahren" hat der Herkunft nach keinen diskriminierenden Hintergrund: Es stammt vom Jiddishen Wort "Swarz" (shvarts) = "Armut". Schwarzfahren ist also eigentlich Armutsfahren.

    Auch für den Begriff des schwarzen Mannes gibt es keinen Beweis eines rassistischen Hintergrunds: Er ist vermutlich auf die mittelalterlichen Totengräber gemünzt, die damals lange schwarze Mäntel mit Kapuze und schwarze Handschuhe trugen. Da sie während der Pest einem hohes Ansteckungsrisiko ausgesetzt waren, hatten auch die Menschen Angst ihnen zu nahe zu kommen und sich anzustecken und gingen ihnen aus dem Weg.

    Weitere Kandidaten ohne rassistischen Hintergrund: schwarze Liste, schwarz malen, schwarz sehen, schwarzes Schaf.
  • (5866 Beiträge) | 03.02.2012 20:32
    Okay danke
    Aber bitte beachten, das heißt Totengräber_innen!
    _______________________________________________________
    @ tkfischer & bodan: Ernsthaft, war nur Satire! Ich (und User wie helix, eisenkopf, joka) finden es auch einfach nur lächerlich was hier heutzutage praktiziert wird. Alles muß politisch korrekt sein, wer was gegen kriminelle (!) Ausländer sagt ist ein Natsi (mit z wird zensiert) und.. naja Kinderschänder ist auch so ein Thema... Geh ich jetzt nicht tiefer rein...

    ABER: Ein gewisser grüner Politiker meint das Ganze toternst! Also er meint das wirklich so, von ihm ist es kein Spaß zwinkern
    Ähnliche Begriffe sind "Einzelfall", "Deutsche mit Migrationshintergrund" und "Rechtsstaat"...

    Wobei man sagen muß, jener Politiker hat seine etwas anmutsame Meinung, bleibt aber meistens höflich - schlimmer sind da die geilen Geister aus Holland! Vorsicht!

    Nun wißt ihr das große Geheimnis des ka-news-Kommentarbereiches...Willkommen grinsen
  • (326 Beiträge) | 04.02.2012 13:53
    Das hab ich ....
    durchaus vermutet und deswegen schon etwas geschmunzelt.

    Leider wird sowas auch von Leuten auch gelesen, die sich an Political Correctness ergözen können. Für diese sei angemerkt, dass vor allem Afro-Amerikaner vehemet darauf bestehen, als "Black" bezeichnet zu werden. Wer farbig oder coloured sagt riskiert eine Ohrfeige ... zumindest verbal. Im Übrigen war der Begriff*******anders als der üble amerikanische Begriff********noch nie negativ belegt ... für mich und viele andere zumindest nicht.
  • (5866 Beiträge) | 04.02.2012 15:37
    Genau!
    Schreibs einfach im hessischen Dialekt "Neescher", geht durch grinsen

    Zu meiner Kindheit war das ein ganz normaler, gängiger Begriff. Ich benutze ihn auch heute noch, da ich nicht einsehe, warum dieses vom lateinischen Wort "negro" (=schwarz) Wort so böse ist. Genauso Eskimo, was soll der scheiß? V.A., wieviele Eskimos leben hier in D, die sich daran stören könnten? Zumal es einfach nur eine Fremdbezeichnung ist, genauso wie Japaner... Warum darf man Japan noch sagen, obwohl es nach deren Logik Nippon heißen müßte? Oder Zigeuner, auch so ein Scheißdreck...

    Auch so ein Ding, das Wort "Rasse" darf man nicht mehr sagen obwohl jeder weiß was gemeint ist, das davon hergeleitete Wort "Rassismus" ist weiterhin hoch im Kurs!
    Man weiß ja bald nicht mehr wie man Völker noch nennen darf ohne daß jemand kommt "ja aber das ist diskriminierend"... Das ist Orschwell' in Reinform.

    PS: Die allermeisten Ausländer, ja auch schwarze, die ich kenne, sehen das genauso! Zigeuner nennen sich auch selber so...
  • (3069 Beiträge) | 05.02.2012 02:51
    so ist es tatsächlich,
    und auch typisch deutsch, so wird an der Sache vorbeigeredet und das machen Negerfahren- oder Schwarzfahrer- oder Rußfahrer absichtlich um abzulenken.

    Ohne Fahrschein: Ab sofort 150,-- Euro, damit es sich nicht mehr lohnt,
    wir zahllen für diese Ratten und Schmarotzern jden Monat mit!
  • (873 Beiträge) | 03.02.2012 07:16
    Warum denn....
    was kann denn noch schlimmer sein ???? Jehova, Jehova....
  • (247 Beiträge) | 03.02.2012 07:42
    Jehova, Jehova , da fällt mir was ein..
    Jehova, Jehova , verschwindibus im Omnibus.....
    könnt mich TOTLACHEN....
  • (873 Beiträge) | 03.02.2012 07:22
    Oder auch
    multi-kulti-Fahren oder viel einfacher: Fahren in einem entgeltpflichtigen öffentlichen Verkehrsmittel, ohne im Besitz eines hierfür erforderlichen Fahrausweiseszu sein (mit oder ohne Vorsatz) kurz: FieeöVoimeheFAzs (mooV)

    Ohn Mann ich glaub ich bin zu schnell aufgestanden zwinkern
  • (5866 Beiträge) | 03.02.2012 11:07
    Genau
    So finde ich das eine gute Idee und es wird keiner dabei diskriminiert. Ich würde es aber einfach so nennen: Person die vorsätzlich oder fahrlässig Leistungen erschleicht, kurz PeVoFLe !
  • (114 Beiträge) | 03.02.2012 11:26
    Das heisst nicht mehr FARBIG,
    sondern MAXIMALPIGMENTIRERT!
    (...und wir haben noch eine Menge davon hinten im Haus...)
  • (182 Beiträge) | 04.02.2012 10:07
    ...
    ...viele Grüße aus dem SCHWARZwald!
  • (3148 Beiträge) | 04.02.2012 10:38
    Das ist der Farbigwald
    und er hat keinen Migrationshintergrund.
  • (61 Beiträge) | 04.02.2012 11:22
    ???
    Und ich ess doch so gerne Schwarzbrot.... bin ich jetzt auch Rassist? Muss es nicht Farbigbrot heißen??? grinsen
  • (3069 Beiträge) | 05.02.2012 03:04
    ach Gottchen, was ist mit
    schwarzer Farbe?
    Schwarzwurzeln?
    Schwarzmalerei?
    Schwarzenbeck?
    schwarzer Ruß?
    schwarze Tinte?
    schwarze KuliMine?
    schwarzer Druck?
    schwarz/weiss Fotos?
    Schwarzkirschen?
    Die Schwarzen (CSU)?
    Schwarzwälder Kirschtorte?
    Schwarzer, Alice?
    Schwarzwaldforelle?
    Schwarzer Mohr?
    schwarze Tulpen?
    schwarze Katze?
    schwarzer Hund?
    schwarzer Anzug?
    schwarzes Hemd?
    schwarze Hose?
    schwarze Krawatte?
    schwarze Dessous?
    schwarzer Kaffee?
    schwarzer Krimi?
    schwarzer Humor?
    schwarze Steine?
    schwarzer Himmel?
    schwarzes Ameisen?
    schwarzer Rabe?
    schwarze Amsel?
    schwarze Haare?
    und und und,

    da sieht man, welch Geistes Kind obiger Anführer dieser absurden
    Diskussion ist.
    schwarzer Tee,
  • (223 Beiträge) | 04.02.2012 13:31
    Also ich bin für die Verwendung der RAL Tabelle...
    Die Aussage Farbiger lässt ja noch offen welche Farbe. Und durchsichtig sind ja die wenigsten Menschen. Unter www.ral.de kann man dann jeweils die Farben zuordnen. Was führ der*******war ist dann ein RAL 9005 farbiger. Asiaten fallen in den Bereich RAL 1016-P farbig, der Deutsche Nerd fällt unter RAL 1013 farbig. Natürlich kann sich das auch verändern. Wenn einem schlecht wird ist man schnell ein RAL 6002 farbiger und für die Südländer fallen dann RAL 8029 farbige.

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