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Weingarten Schreck auf der A5: Vermeintlicher Geisterfahrer löst Unfall aus

Ein vermeintlicher Falschfahrer war am Montagabend um 19.13 Uhr die Ursache für einen Verkehrsunfall auf der A5 zwischen den Anschlussstellen Karlsruhe-Nord und Bruchsal. Das geht aus einer Polizeimeldung hervor.

Ein 57-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Karlsruhe war mit seinem Pkw Mercedes-Benz auf dem linken von drei Fahrstreifen in nördlicher Richtung unterwegs. Plötzlich sah er auf seinem Fahrstreifen zwei Scheinwerfer. Nach seiner Wahrnehmung handelte es sich um einen Pkw, der ihm offenbar als "Falschfahrer" entgegenkam.

Der 57-jährige bremste deshalb ab und zog sein Fahrzeug nach rechts auf den mittleren Fahrstreifen. Dort kollidierte er mit dem Auflieger eines Sattelzugs. Der Mercedes wurde vom Sattelzug abgewiesen und schleuderte nach rechts in die Leitplanke. Danach kam er auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen. Der 57-jährige wurde mit Verdacht auf Handfraktur und Glassplitterverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Sein Fahrzeug wurde total beschädigt. Der Sachschaden am Pkw und Sattelzug beträgt insgesamt rund 8.000 Euro.

Beim "Falschfahrer" handelte es sich nach den bisherigen Erkenntnissen um einen relativ neuwertigen dunklen Pkw-Kombi, möglicherweise Golf, mit einem Karlsruher Kennzeichen. Die Buchstabenkombination ist nicht bekannt. Von den vier Ziffern des Kennzeichens sollen die ersten 17 lauten. Durch eine Befragung von Zeugen konnte der Anfangsverdacht auf einen Falschfahrer ausgeräumt werden. Der dunkle Pkw-Kombi kam vielmehr - in die richtige Richtung fahrend - ohne Fremdbeteiligung auf der A5 ins Schleudern.

Der Fahrer des Kombis, offenbar ein Mann, konnte sein Fahrzeug unter Kontrolle bringen. Es kam auf dem linken Fahrstreifen entgegen der Richtungsfahrbahn zum Stehen, was dem Mercedesfahrer den Eindruck vermittelte, es kommt ein Fahrzeug auf ihn zu. Danach wendete der Fahrer des unbekannten Kombis sein Fahrzeug und hielt kurz auf dem Standstreifen an. Obwohl sich unmittelbar danach der Unfall ereignete, fuhr der Unfallverursacher in Richtung Norden weg, ohne sich darum zu kümmern.

Zu einem direkten Kontakt mit den anderen Fahrzeugen war es nicht gekommen. Eine Fahndung nach dem Unfallflüchtigen, an der sich mehrere Polizeistreifen beteiligten, verlief negativ. An der Unfallstelle waren ein Notarzt, eine Rettungswagen und ein Einsatzleiter des Rettungsdienstes im Einsatz. Es bildete sich ein Rückstau von rund 6 Kilometern Länge. Der Verkehr konnte während der Unfallaufnahme einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt werden. Das Autobahnpolizeirevier Karlsruhe bittet unter Telefon Nr. 0721/94484-0 um sachdienliche Hinweise zum Unfallflüchtigen.

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Kommentare (3)
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  •   andip
    (8032 Beiträge)

    16.02.2016 11:58
    Naja
    Ob der Mercedesfahrer einem Falschfahrer oder wie hier einen Falschsteher ausweichen musste,was spielt das für eine Rolle?
    Der Kombifahrer muss auch nicht unbedingt was von dem Unfall was mitbekommen haben.
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  •   Petryschale
    (215 Beiträge)

    16.02.2016 12:19
    Für die Folgen
    dürfte das im Normalfall eine erhebliche Rolle spielen, vor allem für den Falschsteher.
    Er hat zwar einen Fahrfehler gemacht, der wäre allerdings gegenüber Falschfahren wesentlich anders zu ahnden.
    Wir wissen natürlich nicht was die Ursache für das Schleudern war, die Sache wäre aber vermutlich mit einem moderaten Bussgeld (falls nichts passiert wäre) erledigt gewesen.
    Bei einer Falschfahrt dürfte die Strafe anders ausfallen, denn darauf steht mit Sicherheit ein ziemlich langes Fahrverbot wenn nicht sogar ein Entzug (was meiner Meinung nach immer der Fall sein sollte).
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  •   10tacle
    (219 Beiträge)

    16.02.2016 09:18
    ohne Worte
    .....Mercedes wurde vom Sattelzug abgewiesen ....

    Sein Fahrzeug wurde total beschädigt

    Ist das jetzt Neusprech oder die voll krasse Formulierung für Hipster?
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